Gelingt Turnaround?
Thun kämpft mit angeschlagenen Anführern

Findet der FC Thun auf der Zielgeraden zum Sensationstitel neue Körner? Gleich bei drei erfahrenen Teamstützen ist nicht ganz klar, wie fit sie sind. Hier kommt das Thun-Inside.
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Bertone (l.) und Bürki sind die beiden vordersten Leader des FC Thun – aber aktuell als Gespann nicht komplett.
Foto: Pius Koller

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Bürki, Bertone, Käit: Das ist der Stand
  • Bamert und die fehlenden letzten Prozente – holt sie Thun zurück?
  • «Können glauben, was sie wollen»: Lustrinelli über Skeptiker
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Simon StrimerReporter & Redaktor Sport

Die News der Woche

Kleine Details können viel ausmachen. Nur ein bisschen hat Leader Thun nachgelassen – und schon sehen die Resultate ganz anders aus. Nach zehn Siegen in Serie hat Thun aus den letzten fünf Spielen noch zwei gewonnen (was für einen Aufsteiger immer noch eine gute Quote ist). Der Vorsprung auf Verfolger St. Gallen ist von 16 auf 12 Punkte geschrumpft. «Die letzten paar Prozentchen, die wir in dieser Saison so oft so gut umsetzen konnten, haben wir in den letzten zwei Spielen nicht mehr hingebracht. Das müssen wir wieder besser machen, dann werden wir auch wieder Spiele gewinnen», sagt Stammverteidiger Jan Bamert.

Und trotzdem: 12 Punkte Vorsprung bei sechs verbleibenden Spielen sollten für den Titel reichen. Trainer Mauro Lustrinelli wird alles tun, um sämtliche Gedankenspiele möglichst schnell aus der Welt zu schaffen. Als Spieler hat er schon einmal ein blaues Wunder erlebt.

Die grosse Frage

Sind die beiden Anführer wieder fit? In Lugano war Marco Bürki gar nicht im Kader, Leonardo Bertone war nach Angaben von Lustrinelli ebenfalls nicht fit, weshalb er seinen Mittelfeld-Chef in der 79. Minute vom Platz genommen hat. «Schon 70 Minuten waren am Limit», sagte Lustrinelli zu Blick. Eine Woche später ist Bürki nach seinem Infekt weiterhin als verletzt gemeldet, sprich im Aufbau. Bertone sollte einsatzfähig sein. Aber hat das Lugano-Spiel körperlich dennoch Spuren hinterlassen? Bekannt ist, dass sich der Mittelfeldspieler immer wieder durchbeissen muss, aber dann doch bereit ist, wenns zählt. Ebenfalls angeschlagen: Der erfahrene Mittelfeldspieler Mattias Käit, Vizecaptain in der estnischen Nationalmannschaft.

Gesagt ist gesagt

«Sie können glauben, was sie wollen.» – Das sagt Trainer Mauro Lustrinelli (50) über jene Leute, die nun denken, dass Thun im Meisterschaftsendspurt die Luft ausgehe. «Wichtig ist, dass wir intern ruhig bleiben und die Ausgangslage positiv anschauen. Das Resultat hat für mich kurzfristige Bedeutung, die Leistung ist wichtig. Und die hat für mich in Lugano trotz Niederlage gestimmt.»

Mögliche Aufstellung

Steffen; Fehr, Montolio, Bamert, Heule; Bertone, Roth; Imeri, Meichtry; Labeau, Rastoder.

Wer fehlt?

Bürki (im Aufbau nach Krankheit), Balaruban, Ziswiler (beide verletzt), Käit, Matoshi (beide fraglich).

Neben dem Platz

Mainz-Retter Urs Fischer (60) wurde bei einem Interview mit «CH Media» gefragt, was das Thun-Märchen mit ihm mache. Fischer war von 2013 bis 2015 Trainer im Berner Oberland, ehe er zum FCB weiterzog. Auch er fiebert mit. Ein Ausschnitt seiner Antwort: «Es ist sowas von verdient. Jetzt müssen sie es noch über die Ziellinie bringen… Es müsste mit dem Teufel zu gehen. Aber man sagt ja, das Ende ist das Schwierigste.» Mit dem ein oder anderen der Thuner sei er immer noch in Kontakt.

Hast du gewusst, dass...

... es nicht neu ist, dass Thun zweimal hintereinander verloren hat? Mit einer Niederlagen-Doublette war Thun schon zweimal zuvor in dieser Saison konfrontiert. Im September gab es zwei Nuller hintereinander gegen Basel und YB, im November gegen Lugano und Lausanne. Nun passierte es nach einer langen Erfolgssträhne gegen den FCZ und Lugano. Was jeweils folgte, waren eindrückliche Siegesserien. Nun ein weiteres Mal im Saisonendspurt?

Aufgepasst auf

Leonardo Bertone (32). Eindrücklich: Zum ersten Mal in dieser Saison hat der Mittelfeld-Chef der Thuner von Blick eine ungenügende Note erhalten. Gegen Lugano musste er vorzeitig und offenbar angeschlagen raus. Ob er beim Heimspiel gegen Basel wieder der Alte ist? Beim letzten Duell im Februar im Joggeli packte er ein Traumtor ins Lattenkreuz aus.

Die Klassenbesten

Blick-Notenschnitt nach 32 Runden:

  1. Bertone 4,7
  2. Franke 4,5
  3. Montolio 4,5

Hier gehts zu allen Thuner Noten.

Der Schiedsrichter

Schiedsrichter ist Anojen Kanagasingam, am VAR ist WM-Schiri Sandro Schärer.

Der Gegner

Umstellung beim FC Basel, Trainer Stephan Lichtsteiner fehlt gesperrt. Aber Achtung: Stürmer Ajeti hat Thun als Lieblingsgegner. Hier erscheint das FCB-Inside.

33

Runde

Sa., Winterthur – GC, 18 Uhr
Sa., FCZ – Lugano, 18 Uhr
Sa., Thun – Basel, 20.30 Uhr
So., Luzern – St. Gallen, 16.30 Uhr
So., YB – Servette, 16.30 Uhr
So., Sion – Lausanne, 16.30 Uhr

Brack Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
32
36
71
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
32
24
59
3
FC Lugano
FC Lugano
32
11
54
4
FC Basel
FC Basel
32
8
53
5
FC Sion
FC Sion
32
13
49
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
32
5
47
7
FC Luzern
FC Luzern
32
3
39
8
Servette FC
Servette FC
32
0
39
9
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
32
-7
39
10
FC Zürich
FC Zürich
32
-17
34
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
32
-27
24
12
FC Winterthur
FC Winterthur
32
-49
19
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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