Ex-Thuner Dos Santos zirkelt den Ball genau in den Winkel
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Highlights im Video:Ex-Thuner Dos Santos zirkelt den Ball genau in den Winkel

«Wir haben nichts davon auf den Platz gebracht»
Geht den Thunern auf der Zielgeraden die Luft aus?

Bei der Niederlage im Tessin hat dem FC Thun nicht nur Bürki gefehlt, sondern auch die Dominanz. Was steckt dahinter beim Leader? Das sind die Erkenntnisse aus Lugano.
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Bertone: Für einmal mit weniger Einfluss – und sogar ausgewechselt.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Lässt Thun zu fest nach? Die Akteure nehmen Stellung
  • Das steckt hinter der Bertone-Auswechslung
  • Bertone und Lustrinelli sehen Spiel komplett anders
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Simon StrimerReporter & Redaktor Sport

An dem Ort, an dem im letzten Sommer das Thuner Super-League-Märchen begonnen hat, gibts einen Rückschlag. 0:1 gegen Lugano im Cornaredo. Zweite Niederlage in Folge. Ausgerechnet ein Berner Oberländer schiebt den historischen Thun-Titel weiter nach hinten.

Vor gut acht Monaten, als noch niemand wusste, wie gut Aufsteiger Thun wirklich ist, hat Leonardo Bertone mit einem direkten Freistoss in der 85. Minute für die sensationelle Wende gegen das Tessiner Top-Team gesorgt. Grosse Augen überall. Nun sieht alles ein bisschen anders aus.

Eine Erkenntnis aus letztem Spiel nicht verbessert

Vergleicht man die Saison mit einem Marathon, wäre Aussenseiter Thun bereits als Erster auf die Zielgerade eingebogen. Doch diese ist nun länger, als einige geglaubt haben. Lässt Thun zu fest nach, weil man sich schon als sicherer Sieger fühlt? «Konstant und lange oben zu bleiben, ist das eine. Aber nachher den letzten Schritt zu machen und dann wirklich den Titel zu holen, ist nochmals eine andere Aufgabe. Da brauchts genau zehn Prozent mehr und nicht zehn Prozent weniger», entgegnet Jan Bamert (28) auf die Frage.

«Habe es am Anfang nicht verstanden»
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Lugano-Saipi zum Goalie-Kampf:«Habe es am Anfang nicht verstanden»

Etwas, das die Thuner nach der überraschenden Niederlage gegen den FCZ vor der Nati-Pause (1:2) unbedingt verbessern wollten, war die Konsequenz. «Wir sollten wieder 20, 30 Zentimeter näher dran sein beim Gegner», sagte Captain Marco Bürki. Nach der zweiten Niederlage in Folge muss Bamert konstatieren: «Kleine Details, die letzten paar Prozentchen, die wir sonst so gut auf den Platz bringen konnten, haben wir in diesen beiden Spielen nicht hingebracht. Es gilt, dies wieder besser zu machen. Dann werden wir auch wieder Spiele gewinnen.»

Lustrinelli nimmt Bertone in der 79. Minute runter

Vielleicht hilft es auch, wenn wieder beide Anführer zusammen auf dem Platz stehen. Bürki fehlt in Lugano gänzlich, weil er nach seinem eingefangenen Infekt erst wieder im Aufbautraining ist. Und Bertone kann nicht an seine konstant guten Leistungen der Runden zuvor anknüpfen, ist weniger entscheidend in den Aktionen.

In der 79. Minute nimmt Trainer Mauro Lustrinelli seinen Mittelfeld-Star sogar vom Platz, aus Sicht der Zuschauer überraschend. Lustrinelli umarmt ihn innig und flüstert ihm etwas ins Ohr. Eine Erklärung? Die brauchts offenbar nicht. «Die 79 Minuten waren schon an der Grenze. Ich wusste nicht mal, ob er spielen kann. Er war nicht so fit», sagt Lustrinelli nach der Partie zu Blick.

Bertone und Lustrinelli bewerten Auftritt komplett anders

Lustrinelli steht im edlen Anzug an der Seitenlinie. Der Rahmen beim Sonnenuntergang und Abendrot über dem Cornaredo stimmt für einen nächsten kitschigen Thuner Abend. Es kommt anders. Aber niedergeschlagen ist der Coach nicht. «Wenn man verliert und die Leistung stimmt nicht, wäre es anders. Aber die Leistung war da. Gegen Zürich haben wir 60 Minuten lang eine gute Leistung gezeigt, dann ging die Luft etwas raus. Aber heute war es wirklich umgekehrt. Deshalb kann ich es akzeptieren.»

Zumindest dies sieht Bertone ganz anders. Er sagt im TV zu Blue: «Die Niederlage schmerzt weniger, als wie wir aufgetreten sind. Das war überhaupt nicht das, was Thun verkörpert. Wir haben nichts davon auf den Platz gebracht und wenn wir unser Spiel nicht machen, reicht es nicht. Die Intensität mit und gegen den Ball hat nicht gestimmt. Es war ein etwas träges Spiel von uns.»

Eine Ansage aus Lugano

Nach den beiden Auswärtsniederlagen steht das nächste Heimspiel vor der Tür. Am kommenden Samstag gegen Basel. Auch wenn Verfolger St. Gallen am Ostermontag gegen den FCZ verlieren sollte, Meister kann Thun dann nicht mehr werden.

Vielleicht zwei Wochen später gegen Lugano? Die kämpferische Ansage kann Thun aus dem Tessin gleich einpacken und mitnehmen. «Wir hoffen, dass wir die Mannschaft sind, die Thun in drei von vier Spielen schlägt», sagt Lugano-Coach Croci-Torti. Lugano hat bereits das Duell am 22. November für sich entschieden.

Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
32
36
71
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
31
23
56
3
FC Lugano
FC Lugano
32
11
54
4
FC Basel
FC Basel
32
8
53
5
BSC Young Boys
BSC Young Boys
32
5
47
6
FC Sion
FC Sion
31
9
46
7
FC Luzern
FC Luzern
31
6
39
8
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
32
-7
39
9
Servette FC
Servette FC
31
-3
36
10
FC Zürich
FC Zürich
31
-16
34
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
31
-23
24
12
FC Winterthur
FC Winterthur
32
-49
19
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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