«Habe es am Anfang nicht verstanden»
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Lugano-Saipi zum Goalie-Kampf:«Habe es am Anfang nicht verstanden»

«Klar, dass ich nicht juble»
Ausgerechnet der Stolz der Thuner vertagt die Meisterfeier

Geht dem FC Thun auf der Zielgeraden zum Sensationstitel die Luft aus? Der Leader verliert zum zweiten Mal in Folge. Trainer Lustrinelli widerspricht.
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Ein Schuss wie gemalt: Der Ball von Daniel Dos Santos schlägt genau im Lattenkreuz ein.
Foto: keystone-sda.ch
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Simon StrimerReporter & Redaktor Sport

Dieser Schuss ist für das Bilderbuch. Im Hintergrund das Abendrot, das an diesem warmen Frühlingsabend in Lugano am Monte Brè schimmert. Im Mittelpunkt der Szenerie das altehrwürdige Cornaredo, das zur Hälfte bereits abgerissen ist und im Sommer dem neuen Stadion gleich nebenan weicht. Und auf dem Rasen des 1951 eröffneten Cornaredos dürfen die Akteure nochmals staunen. Daniel Dos Santos (23) ist der Protagonist, der den Ball genau ins Lattenkreuz schlenzt. Nicht sehr scharf, aber umso präziser.

Ausgerechnet Daniel Dos Santos ist der Matchwinner beim 1:0 von Lugano gegen Thun. Der offensive Mittelfeldspieler ist in Interlaken im Berner Oberland aufgewachsen und das Paradebeispiel davon, was sich der FC Thun in Zukunft noch mehr auf die Fahne schreiben will: Berner Oberländer im Profifussball etablieren und anschliessend gewinnbringend weiterverkaufen. Beinahe eine Million Franken hat Lugano vor zwei Jahren für den Schweiz-Portugiesen bezahlt.

Fast wie selbstverständlich verzichtet Dos Santos aufs Jubeln. «Es war für mich nach dem Treffer sofort klar, dass ich das jetzt nicht tun muss. Der Respekt für diesen Klub ist gross. Thun hatte mir vom ersten Tag an die Chance gegeben», sagt er zu Blick.

Geht die Luft aus? Das sagt Lustrinelli

Der Matchwinner ist sich sicher auch bewusst: Mit seinem Traumtreffer hat er wohl den Sensationstitel seines Heimatklubs vertagt. Bereits nächsten Samstag beim Heimspiel gegen Basel hätte es so weit sein können für Thun.

Nun hat am Montag Verfolger St. Gallen die Chance, auf zwölf Punkte zu verkürzen. Sechs Spiele verbleiben danach. Nun, Angstschweiss wird Thun dabei noch nicht bekommen.

Trotzdem muss man fragen: Geht dem Aufsteiger mit dem grossen Vorsprung auf der Zielgeraden zum historischen Titel die Luft aus? Die Niederlage in Lugano ist die zweite in Folge nach dem 1:2 in Zürich vor der Nati-Pause.

«Wenn man verliert und die Leistung hätte nicht gestimmt, würde ich anders reden. Aber die Leistung war da», sagt Thun-Coach Mauro Lustrinelli (50). «Da das Team viel kreiert hat, kann ich es akzeptieren. Nur das Tor hat gefehlt.»

Im Heimatkanton trat Lustrinelli im edlen Anzug an. Im Hintergrund die Kulisse mit dem Abendrot. Der zweitletzte Thuner Schritt Richtung Titel war wie vorgezeichnet. Aber dann vollendete ein anderer Berner Oberländer das Gemälde.

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Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
32
36
71
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
31
23
56
3
FC Lugano
FC Lugano
32
11
54
4
FC Basel
FC Basel
32
8
53
5
BSC Young Boys
BSC Young Boys
32
5
47
6
FC Sion
FC Sion
31
9
46
7
FC Luzern
FC Luzern
31
6
39
8
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
32
-7
39
9
Servette FC
Servette FC
31
-3
36
10
FC Zürich
FC Zürich
31
-16
34
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
31
-23
24
12
FC Winterthur
FC Winterthur
32
-49
19
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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