«Kennen fast nur das Gewinnen»
Deshalb ist für Bertone das Meistergefühl so weit weg

In Thun wimmelt es vor der Wiederaufnahme der Meisterschaft nur so von Kameras. Die Protagonisten sind praktisch durchgebucht. So auch das Leader-Gespann Bertone/Bürki – obwohl der Captain gar nicht spielen kann. Das Thun-Inside vor dem Lugano-Spiel.
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Daumen hoch: Leonardo Bertone gefällt die Thuner Mentalität. Er erklärts gegenüber Blick.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Stockhorn-Arena wie ein Bienenhaus vor dem Lugano-Spiel
  • Der Captain fällt noch aus – er braucht noch etwas Zeit
  • Bertone übernimmt – das sagt er zum bevorstehenden Titel
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Simon StrimerReporter & Redaktor Sport

Die News der Woche

Grosser Rummel in Thun vor der Wiederaufnahme der Meisterschaft nach der Nati-Pause. Die Berner Oberländer sind vor dem Duell mit Lugano am Ostersamstag auf der Zielgeraden zum Märchen-Titel. Bereits nächste Woche könnte der Titel fix sein. Das zieht Medien aus dem ganzen Land und sogar vom Ausland an. Die Stockhorn-Arena gleicht beim Training am Donnerstagmorgen einem Bienenstock. Mehrere TV-Stationen sind hier, bei einer wird Englisch gesprochen. Auf der Tribüne gibt Sportchef Albrecht ein Interview, weiter oben führt Präsident Gerber Gäste durch die Logen, in den Lounges findet Interview um Interview statt. Die Protagonisten des Thuner Sensationsteams sind an diesem Donnerstag vor Ostern praktisch durchgebucht.

Die grosse Frage

Wie reagiert Thun auf die erste Niederlage seit drei Monaten? «Wir konnten viel aus dem Zürich-Spiel herausnehmen», sagt Marco Bürki (32) zu Blick. Der Captain fehlte zuletzt gesperrt und gegen den FCZ (1:2) dann krank. Er fällt übrigens weiterhin aus und braucht noch etwas Zeit, bis er vom Infekt zurückkehren kann. Im Training darf er erst wieder traben. Bürki sagt, was die Berner Oberländer aus der unerwarteten Niederlage gelernt haben: «Wir sollten wieder mehr auf die Kleinigkeiten achten. Vor allem zwei Dinge haben wir angesprochen. Einerseits die Effizienz: In den Spielen davor waren wir diesbezüglich extrem, in Zürich haben wir schon einige Chancen ausgelassen. Und zweitens die Konsequenz: Wir sollten wieder 20, 30 Zentimeter näher dran sein beim Gegner.»

Gesagt ist gesagt

«Wir haben in den letzten Jahren so oft gewonnen, dass man fast nur noch dieses Gefühl kennt. Und das gibt dir irgendwie einen Hunger nach Siegen, es ist eine innere Stärke geworden. Deshalb ist das Gefühl, Meister werden zu können, auch so weit weg. Man will einfach nur den nächsten Sieg holen, und den nächsten, und wieder den nächsten. Diese Mentalität gefällt mir extrem gut.» – Das sagt Leonardo Bertone (32), der am Samstag in Lugano in Abwesenheit von Bürki wieder die Captainbinde tragen wird.

Mögliche Aufstellung

Steffen; Fehr, Montolio, Bamert, Heule; Bertone, Käit; Imeri, Matoshi; Labeau, Rastoder.

Wer fehlt?

Bürki (nach Krankheit im Aufbau), Balaruban, Ziswiler (beide verletzt), Ibayi (gesperrt).

Neben dem Platz

Michael Heule (24) erlaubt sich einen freundschaftlichen Seitenhieb gegen Youngster Ethan Meichtry (20). Heule ist Gast beim neuen FC-Thun-Podcast «Rot-Wyss für immer» vom «Radio BeO». Der Ostschweizer kam im vergangenen Sommer ins Berner Oberland und verrät, mit welchen Mitspielern er in seinem neuen Lebensumfeld am meisten Zeit verbringt: Ethan Meichtry, Nils Reichmuth, Noah Rupp. Sie unternehmen auch einiges neben dem Platz. «Es muss aber vieles zusammenpassen, dass alle dabei sind», sagt Heule. «Es ist manchmal schwierig. Wenn man sich nach dem Training zum Beispiel zum Gamen abspricht, sagt Ethan noch, dass er voll dabei sei. Wenn man ihn dann später anruft, kommt keine Antwort mehr. Was das angeht, ist er ein ganz schwieriger», lacht Heule.

Hast du gewusst, dass...

... bereits an diesem Osterwochenende ein Extremfall aktuell werden könnte? Gewinnt Thun am Samstag und verliert St. Gallen gegen den FCZ am Montag, hätte der Leader schon 18 Punkte Vorsprung. Also genau die Punktzahl, die man mathematisch in sechs Spielen noch aufholen könnte. Heisst: Thun bräuchte nur noch einen einzigen Punkt, um Meister zu werden – selbst wenn St. Gallen danach noch alles gewinnen würde.

Aufgepasst auf

Beim öffentlichen Training am Donnerstag hämmerte Kastriot Imeri (25) bei der Torschussübung Ball um Ball unter die Latte – und freute sich wie ein kleines Kind. Zuletzt war er out und dann nur Joker. Kommt der Nationalspieler (ein Spiel im Jahr 2021) im Tessin wieder von Anfang an zum Zug?

Die Klassenbesten

Blick-Notenschnitt nach 31 Runden:

  1. Bertone 4,7
  2. Montolio 4,5
  3. Franke 4,5

Hier gehts zu allen Thuner Noten.

Der Schiedsrichter

Johannes von Mandach.

Der Gegner

Müssen bei Lugano nach Bottani weitere Oldies die Koffer packen? Hier erscheint das Lugano-Inside.

32

Runde

Sa., Lausanne – Winterthur, 18 Uhr
Sa., Lugano – Thun, 18 Uhr
Sa., Basel – YB, 20.30 Uhr
Mo., GC – Sion, 14 Uhr
Mo., Servette – Luzern, 16.30 Uhr
Mo., St. Gallen – FCZ, 16.30 Uhr

Brack Super League 25/26 - Meisterrunde
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
38
28
75
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
38
25
70
3
FC Lugano
FC Lugano
38
17
67
4
FC Sion
FC Sion
38
23
63
5
FC Basel
FC Basel
38
-3
56
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
38
11
55
Champions League-Qualifikation
Conference League Qualifikation
Brack Super League 25/26 - Relegationsrunde
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Luzern
FC Luzern
38
10
53
2
Servette FC
Servette FC
38
8
53
3
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
38
-14
42
4
FC Zürich
FC Zürich
38
-23
38
5
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
38
-26
33
6
FC Winterthur
FC Winterthur
38
-56
23
Relegation Play-Offs
Abstieg
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