«Seine Aktie wurde schon höher gehandelt»
3:17
Wohin zieht es FCL-Frick?«Seine Aktie wurde schon höher gehandelt»

«Das war bei uns ein Stück weit zu wenig»
Deshalb will Frick den Schritt ins Ausland wagen

Nach viereinhalb Jahren endet beim FC Luzern eine Ära: Mario Frick verlässt den Klub im Sommer. Der Liechtensteiner blickt mit Stolz auf seine Zeit zurück, gleichzeitig richtet er den Fokus bereits auf die nächste Station.
Kommentieren
1/5
Nach ein paar freien Tagen in Barcelona erklärt Mario Frick seinen Entscheid, im Sommer weiterzuziehen.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Mario Frick verlässt den FC Luzern im Sommer nach viereinhalb Jahren.
  • Frick kritisiert fehlende erfahrene Spieler für höhere Ziele im Klub.
  • Noch sieben Spiele, letztes gegen Winterthur; Frick will ins Ausland.
RMS_Portrait_AUTOR_909.JPG
Carlo Emanuele FrezzaReporter Fussball

«Im Herbst hätte ich mir gut vorstellen können, der Christian Streich des FC Luzern zu werden», sagt Mario Frick (51) beim ersten Medientermin nach der Bekanntgabe der Trennung im Sommer. Ein Gedanke aus einer Zeit, in der eine Vertragsverlängerung beinahe Formsache war – und der ihm auch heute noch abgenommen wird. Er zeigt, wie eng sich der Liechtensteiner mit der Zentralschweiz verbunden fühlt.

Gleichzeitig machen seine Worte deutlich, wie schnelllebig das Fussballgeschäft ist – und wie gross Fricks Ambitionen sind. Er will nicht mehr nur ausbilden, sondern bei seiner nächsten Station um feste Ziele spielen. «Junge einzubauen, ist mein Steckenpferd. Aber du brauchst auch die richtigen, routinierten Spieler an der Seite, um Höheres zu erreichen. Und das war bei uns ein Stück weit zu wenig.»

Klare Ambitionen nach Luzern

Seine Schlussfolgerung ist entsprechend klar: «Für mich ist wichtig, dass der nächste Klub ambitioniert ist, für ein klares Projekt steht und klare Ziele vorgibt. Sollte ich in eine zweite Liga gehen, müsste es dort um den Aufstieg gehen», sagt er. Man spürt Frick an, wie sehr es ihn wurmt, dass er in viereinhalb Jahren beim FCL keinen Titel gewinnen konnte. «Ich habe Remo Meyer zu Beginn gesagt, dass ich diesen Klub wachküssen und mit ihm einen Titel feiern will», erzählt er.

Umso bitterer, dass Luzern die Titelchance in dieser Saison derart leichtfertig aus der Hand gab. Der blasse Auftritt auf der Pontaise gegen Stade Lausanne-Ouchy zerstörte sämtliche Cup-Träume. «Es nervt mich immer noch», sagt Frick. Das Cup-Aus sowie die erste grössere Krise zwischen November und Januar führten schliesslich dazu, dass bei ihm und Sportchef Remo Meyer (45) die Überzeugung reifte: Der Sommer ist der richtige Zeitpunkt für eine Trennung. «Ich wollte nicht, dass diese aussergewöhnliche Zusammenarbeit irgendwann auf eine Weise endet, die ihr nicht gerecht wird – also in einer Entlassung.»

Noch sieben Spiele bleiben

Das wurde auch im Gespräch der beiden rasch deutlich, erzählt Frick. Der Entscheid habe dann viele Reaktionen ausgelöst. Frick zeigt sich bewegt. Besonders eine Nachricht von Aleksandar Stankovic habe ihn berührt. «Das war sehr emotional.» Generell blickt er mit viel Wärme auf seine Zeit in Luzern zurück: «Es war wie eine Familie. Die Menschen werden mir fehlen. Die vielen Ups und Downs haben uns extrem zusammengeschweisst.» Sein Fazit: «Mein Herz ist blau-weiss.»

Noch sieben Spiele bleiben ihm an der Seitenlinie – das letzte ausgerechnet in Winterthur. Schon als Vaduz-Trainer bestritt er dort sein Abschiedsspiel. «Schade, dass es wieder auswärts ist, aber das kann ich nicht ändern. Mit Winterthur haben wir zudem noch eine Rechnung offen.» Tatsächlich ist der FCW das einzige Team, gegen das Luzern in dieser Saison noch nicht gewinnen konnte.

«Ausser bei Grün-Weiss»

Und danach? «Ich hoffe, mein Berater Maikel Stevens (Anm. d. Red: der Sohn von Huub Stevens) bekommt jetzt einiges zu tun», sagt Frick mit einem Lächeln. Deutschland ist seine Wunschdestination, Italien bleibt eine Option. Und ein Engagement in der Schweiz? «Bevor ich aufs RAV gehe, möchte ich unbedingt weiter als Trainer arbeiten. Sollte sich hier etwas ergeben – ausser bei den grün-weissen Erzrivalen –, würde ich das nicht ausschliessen.»

Das klingt offener als früher. Dennoch betont Frick, der zusammen mit seinem Assistenten Roman Matter weiterziehen wird: Das Ausland hat absolute Priorität – auch aus Verbundenheit zum FCL. «Ich schliesse nicht aus, irgendwann zurückzukehren, um mein grosses Ziel doch noch zu erreichen: mit Luzern einen Titel zu gewinnen.»

Brack Super League 25/26 - Meisterrunde
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
37
28
74
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
37
25
69
3
FC Lugano
FC Lugano
37
13
64
4
FC Sion
FC Sion
37
23
62
5
FC Basel
FC Basel
37
1
56
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
37
11
54
Champions League-Qualifikation
Conference League Qualifikation
Brack Super League 25/26 - Relegationsrunde
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Luzern
FC Luzern
38
10
53
2
Servette FC
Servette FC
38
8
53
3
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
38
-14
42
4
FC Zürich
FC Zürich
38
-23
38
5
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
38
-26
33
6
FC Winterthur
FC Winterthur
38
-56
23
Relegation Play-Offs
Abstieg
In diesem Artikel erwähnt
Was sagst du dazu?
Alte Kommentare, neues System.
Da wir unser Kommentartool gewechselt haben, kannst du unter diesem Artikel nichts mehr posten. Bei allen neuen Storys kannst du aber wie gewohnt mitdiskutieren.
Meistgelesen