Diese Kandidaten geistern herum
Wer folgt beim FC Luzern auf Mario Frick?

Der Klub sucht einen Nachfolger für Mario Frick. Michel Renggli gilt als Favorit für den Posten. Er ist aber nicht der einzige Kandidat. Blick nennt die wichtigsten Namen im Rennen um den Job beim FCL.
Kommentieren
1/7
Remo Meyer muss in den nächsten Wochen einen neuen Cheftrainer ernennen.
Foto: Martin Meienberger/freshfocus
RMS_Portrait_AUTOR_909.JPG
Carlo Emanuele FrezzaReporter Fussball

Der FC Luzern ist auf Trainersuche. Am Freitag gab der Klub bekannt, dass der im Sommer auslaufende Vertrag von Mario Frick (51) nicht verlängert wird. «Nach konstruktiven und ehrlichen Gesprächen sind wir überzeugt, dass zum Saisonende für beide Seiten der richtige Zeitpunkt für neue Wege gekommen ist», erklärt Sportchef Remo Meyer (45).

Nun stellt sich die Frage: Wer tritt ab Juli in Fricks Fussstapfen? Der FCL sucht jemanden, der die Klubphilosophie – insbesondere die starke Nachwuchsarbeit – weiterträgt, sie aber zugleich mit neuen Ideen ergänzt. Vorbei sind die Zeiten, als der FCL als «FC Hollywood» galt und grosse Töne spuckte.

Heute punktet Luzern vor allem mit seriöser, nachhaltiger Nachwuchsarbeit. Unter dem Strich soll der Klub Jahr für Jahr um die Top-6 spielen und gleichzeitig durch Verkäufe von Eigengewächsen wirtschaftlich stabil werden. Vor diesem Hintergrund erscheint ein interner Kandidat naheliegend – zumal Meyer selbst kürzlich betonte: «Sollte es zu einem Wechsel kommen, haben wir sicher auch interne Kandidaten.»

Vieles spricht für Renggli

Einer ist Michel Renggli (45). Der ehemalige Luzerner Captain, heutige U21-Trainer und Blue-Sport-Experte gilt seit längerem als möglicher Frick-Nachfolger. Renggli kennt den Klub sowie praktisch alle Eigengewächse wie seine Westentasche – und wartet geduldig auf seine Chance.

Unter Renggli feierte die U21 in der Saison 2022/23 sensationell den Gewinn der Promotion League – mit Spielern wie Luca Jaquez (22), Lars Villiger (22) oder Pascal Loretz (22). In den Folgejahren blieben solche Highlights zwar aus, doch er führte die U21 stets zu soliden Mittelfeldplatzierungen. All das spricht für den Mann aus Hergiswil NW.

Kürzlich kursierte das Gerücht, Rengglis Vertrag ende im Sommer. «Diese Information kann ich nicht bestätigen», sagte Meyer auf Blick-Anfrage. Auf die Frage, ob Renggli als U21-Coach und aus den genannten Gründen der Kronfavorit für den Trainerstuhl sei, antwortete er vorsichtiger: «Wir haben mehrere Leute im Nachwuchs, die das wirklich sehr gut machen.»

Wen Meyer damit genau meint? Werfen wir einen Blick ins FCL-Konstrukt. 

Weitere interne Kandidaten im Rennen

Ein Kandidat mit Ambitionen, den Schritt ins Profibusiness zu wagen, ist Christian Schwegler (41). Der ältere Bruder von Wolfsburg-Sportchef Pirmin Schwegler (39) ist seit mehreren Jahren im Luzerner Nachwuchs aktiv und betreut aktuell die U19 – mit der er seit November nur eine Niederlage hinnehmen musste. Gegen ihn spricht, dass er bisher lediglich über die Uefa-B-Lizenz verfügt.

Ein weiteres internes Profil wäre Claudio Lustenberger (39). Seit 2020 arbeitet er als Co-Trainer bei den Profis. Zuletzt hielt er in der Kabine meist die Ansprachen vor dem Anpfiff. Während Roman Matter (44) den FCL zusammen mit Frick verlässt, wird Lustenberger dem Klub voraussichtlich erhalten bleiben. Ob er im Sommer aus dem Schatten treten wird? Die Uefa-A-Lizenz besitzt er zwar, doch Erfahrung als Cheftrainer hat er noch keine gesammelt.

Oder doch ein Mister X?

Und sollte Meyer zur Überraschung aller trotzdem eine externe Lösung bevorzugen, dann wäre Ludovic Magnin (46) ein Kandidat. Der Waadtländer ist seit seinem Rausschmiss beim FC Basel ohne Job, hat Erfahrung im Umgang mit jungen Spielern und könnte in Luzern seine Karriere neu lancieren – zudem würde er auf der Allmend auf seinen alten Nati-Freund Meyer treffen.

Ob einer dieser Kandidaten tatsächlich den Zuschlag erhält, wird sich in den kommenden Wochen zeigen. So lange ist auch ein Mister X nicht auszuschliessen. Bereits nächste Woche dürfte Meyer vor die Medien treten, um einerseits über Fricks Abschied zu sprechen und andererseits erste Einblicke in seine Vorstellungen zur Nachfolge zu geben.

Brack Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
31
37
71
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
31
23
56
3
FC Basel
FC Basel
31
8
52
4
FC Lugano
FC Lugano
31
10
51
5
FC Sion
FC Sion
31
9
46
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
31
5
46
7
FC Luzern
FC Luzern
31
6
39
8
Servette FC
Servette FC
31
-3
36
9
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
31
-8
36
10
FC Zürich
FC Zürich
31
-16
34
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
31
-23
24
12
FC Winterthur
FC Winterthur
31
-48
19
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen