Noten zur Pleite gegen den FCZ
Die rechte Thuner Seite und ein Stürmer fallen durch

Wer hat wie abgeschnitten? Hier findest du die Noten zum 2:1-Sieg des FCZ gegen Thun.
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Der FCZ holt gegen den Leader drei Punkte gegen den Abstieg.
Foto: keystone-sda.ch
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Florian RazReporter Fussball

Nach 20 Minuten müsste der FC Thun beim FC Zürich in Führung liegen. Deutlich in Führung liegen. Aber Brighton Labeau und Ethan Meichtry schiessen nicht zwei, vier, viele Tore – sondern keines. Das ist zu wenig gegen einen FCZ, der defensiv in der Anfangsphase so solide auftritt wie ein Wackelpudding. Bei Meichtry kommt erschwerend hinzu, dass er es ist, der in der 15. Minute seine Defensivaufgaben vergisst und Damienus Reverson das 1:0 für Zürich erzielen lässt.

Elmin Rastoder schiesst zwar ebenfalls kein Tor. Aber er macht den Zürchern vor allem in der ersten Halbzeit extrem weh mit seinen Läufen in die Tiefe – und er legt Leonardo Bertone den Ball hin für dessen fantastisches 1:1.

An Captain Bertone liegt es jedenfalls nicht, dass die Thuner nach 13 Spielen ohne Niederlage (bei 12 Siegen) erstmals wieder verlieren. Und auch nicht an Linksverteidiger Michael Heule, der seine Gegenspieler regelmässig überfordert, aber ja leider seine gefährlichen Hereingaben nicht selbst über die Linie drücken kann. Auf der rechten Abwehrseite ist Fabio Fehr offensiv weniger auffällig und verliert beim 1:2 seinen Gegenspieler Ivan Cavaleiro aus den Augen.

In der Innenverteidigung liefert sich Jan Bamert ein episches Duell mit dem Kraftpaket Philippe Kény – und gewinnt es überraschend häufig überraschend mühelos. Und dahinter hat Niklas Steffen seine grosse Rettungstat, als ebendieser Kény für einmal Bamerts Einzelbetreuung entschlüpft ist.

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Hinweis: Labeau bis 75., Reichmuth bis 75., Meichtry bis 79., Käit bis 88., Fehr bis 88. Minute.

Ibayi ab 75., Imeri ab 75., Dursun ab 79., Dähler ab 88., Roth ab 88. Minute (alle zu kurz für eine Bewertung).

Und so haben die FCZ-Spieler abgeschnitten

Es ist ein Steigerungslauf, den die Zürcher gegen Thun hinlegen. Zu Beginn stehen sie praktisch geschlossen bei der Note zwei. Aber dann kämpfen sie sich ins Spiel. Damienus Reverson macht aus ganz wenigen Bällen, die er erhält, das Maximum. Ein Tor per Kopf, einmal eine wunderbare Vorarbeit für Philippe Kény, der sie aber nicht verwerten kann.

Dieser Kény wirft sich in alle langen Bälle, die der FCZ nach vorne drischt – und das sind viele. Für Torgefahr kann er bei dieser Arbeitsbelastung nur sporadisch sorgen, aber das ist an diesem Abend auch nicht seine Hauptaufgabe.

Ivan Cavaleiro bleibt ein Phänomen. In der ersten Halbzeit spielt er, als hätte er diesen Sport eben erst entdeckt. Seine Pässe spotten jeder Beschreibung. Aber dann beisst er sich nach der Pause irgendwie doch ins Spiel – und steht am Ende als Siegtorschütze da.

Cheveyo Tsawa muss für einmal im rechten Couloir aushelfen. Nicht seine beste Position, wie schnell zu sehen ist. Gegenspieler Michael Heule lässt ihn ein paarmal fies aussteigen. Beim 1:1 reagiert er – wie Kény – überhaupt nicht auf die Tatsache, dass sich Leonardo Bertone an ihm vorbei in Richtung Sechzehner begibt.

Im zentralen Mittelfeld tut Nelson Palacio, was er am besten kann: Zweikampf. Neben ihm gelingt Valon Berisha der beste Auftritt im FCZ-Dress bislang. Und das nicht nur, weil er beide Assists zu den beiden Zürcher Toren gibt. Er ist auch je länger je mehr jene beruhigende Präsenz, die diese nach wie vor sehr nervöse Mannschaft dringend braucht.

In der Abwehr ist Alexander Hack der Fels in der Brandung, an dem sich links von ihm Ilan Sauter und Sebastian Walker festhalten. Wobei sich Walker nach einer Stunde bei Schiedsrichter Lukas Fähndrich bedanken darf, der keinen Penalty geben mag, nur weil einem Spieler im Sechzehner der Ball an die ausgestreckte Hand fliegt.

Nur einer schafft es irgendwie nicht, sich so richtig in die Partie zu beissen. David Vujevic wird häufig ausgespielt und darf sich bei Silas Huber bedanken. Der rettet nicht nur mehrfach gegen den durchgebrochenen Ethan Meichtry. Sondern lenkt in der 5. Minute auch noch einen Kopfball von Vujevic an den Pfosten, der sonst als Eigentor geendet hätte.

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Hinweis: Vujevic bis 73., Reverson bis 73., Walker bis 80., Cavaleiro bis 87. Minute.

Ihendu ab 73., Perea ab 73., Comenencia ab 80., Bangoura ab 87. Minute (alle zu kurz für eine Bewertung).

Du willst wissen, wie die anderen Teams abgeschnitten haben? Hier gehts direkt zur Übersicht aller Klubs.

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Brack Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
31
37
71
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
31
23
56
3
FC Lugano
FC Lugano
30
10
50
4
FC Basel
FC Basel
30
6
49
5
FC Sion
FC Sion
31
9
46
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
30
5
45
7
FC Luzern
FC Luzern
30
2
36
8
Servette FC
Servette FC
31
-3
36
9
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
30
-4
36
10
FC Zürich
FC Zürich
31
-16
34
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
31
-23
24
12
FC Winterthur
FC Winterthur
30
-46
19
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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