Darum gehts
Viereinhalb Jahre lang hatte Remo Meyer (45) Ruhe auf dem Trainerposten – möglich gemacht wurde das durch die «aussergewöhnliche Zusammenarbeit» mit Mario Frick (51). In wenigen Wochen endet diese Ära, und der Sportchef muss zurück auf den Trainermarkt.
«Der Abschied ist fast ein bisschen kitschig. Es war ein beidseitiger Reifeprozess hin zur Erkenntnis, dass der Sommer der richtige Zeitpunkt ist», sagt Meyer zu Blick. Trotz einem weinenden Auge blickt er optimistisch nach vorne: «Ich freue mich auf die Gespräche, die anstehen.» Mit wem genau, verrät er nicht. Ein kleiner Einblick: «Wir haben schon länger eine Longlist und brechen diese nun auf vier bis sechs Namen herunter.»
Drei interne Kandidaten
Dazu zählen auch interne Lösungen. Meyer nennt U21-Trainer Michel Renggli (46), Fricks Co-Trainer Claudio Lustenberger (39) und U17-Coach Jörg Portmann (48) als mögliche Trainer. «Sie besitzen die nötige Uefa-Pro-Lizenz und kommen als Kandidaten für die erste Mannschaft infrage», erklärt Meyer. Wichtig sei, dass der neue Trainer die Nachwuchsphilosophie des Klubs mitträgt und mutiges Leadership zeigt.
Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass Meyer mit allen drei persönlich über den Job als Frick-Nachfolger sprechen wird. Nicht alle Nachwuchstrainer streben in den Profifussball. Einer, der es aber sicher will, ist Renggli: «Er hat klar kommuniziert, dass das sein Ziel ist», sagt Meyer.
Renggli, der Ausbilder mit Chancen
Im Klubumfeld heisst es schon lange, dass sich Renggli die Chance beim FCL längst verdient hätte. Meyer betont: «Er ist einer jener Ausbilder, von denen wir über die Jahre immer profitiert haben. Wir bilden nicht nur Spieler aus, sondern fördern auch Nachwuchstrainer, damit sie eines Tages eine Option für die erste Mannschaft werden.»
Ob Renggli damit die logische Frick-Nachfolge ist? «Fussball und Logik – das sind immer so zwei Sachen», relativiert Meyer. Alles andere wäre auch naiv vom Sportchef. Da Fricks Zukunft früh geklärt war, hat er nun genügend Zeit, um alle Dossiers gründlich zu prüfen und zahlreiche Gespräche zu führen – auch mit externen Kandidaten.
Entscheidung bis Ende Mai
Zu diesen zählt Ludovic Magnin (46). Der im Januar geschasste FCB-Trainer war zu Spielerzeiten Meyers Zimmerkollege in der Nati und gehörte bereits vor viereinhalb Jahren zu den Kandidaten für den FCL-Job. «Wir kennen uns schon lange und haben ein sehr gutes Verhältnis», sagt Meyer. Mehr möchte er dazu nicht verraten.
Redefreudiger ist Meyer hingegen beim Timing der Entscheidung, in die letztlich auch Verwaltungsrat Laurent Prince mit eingebunden sein wird: «Bis spätestens Ende Mai wollen wir den neuen Namen kommunizieren. Sollten wir früher fertig sein, warten wir aber nicht mit der Bekanntgabe.»
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 31 | 37 | 71 | |
2 | FC St. Gallen | 31 | 23 | 56 | |
3 | FC Basel | 31 | 8 | 52 | |
4 | FC Lugano | 31 | 10 | 51 | |
5 | FC Sion | 31 | 9 | 46 | |
6 | BSC Young Boys | 31 | 5 | 46 |

