Christian Constantin verrät überraschende Sion-Situation
Tholot darf selber entscheiden, ob er Trainer bleibt

Ende Saison läuft der Vertrag von Sion-Erfolgscoach Didier Tholot aus. Doch einen neuen Coach suchen die Constantins nicht. Denn Tholot kann ganz alleine über sein Schicksal entscheiden. Was er sehr bald tun muss.
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Präsident Christian Constantin und sein «ewiger» Trainer Didier Tholot.
Foto: CYRIL ZINGARO

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Alain KunzReporter Fussball

Als sich die Constantins, Präsident Christian und Sportchef Barthélémy, nach dem Abstieg 2023 aufmachten, ihren Klub umzukrempeln, führte der Weg von Barth als Erstes nach Bordeaux. Die Mission: Didier Tholot zu seinem vierten Sion-Abenteuer zu überreden. Das klappte schnell. Und ohne Unterschrift unter ein Arbeitspapier. Das geschah erst nach gut einem Monat. Die Strategie sah vor: Den sofortigen Wiederaufstieg in Saison eins. Das Konsolidieren in der Super League in Saison zwei. Das Erreichen der Championship Group in Saison drei. Danach sei die Mission erfüllt und würde sich Tholot wieder seinem Leben in der Gironde zuwenden. Soso.

Doch keine vorzeitige Rente für Tholot?

Nun also steht der FC Sion da, in der Championship Group. Mit der Hoffnung, die europäischen Ränge schon heuer zu erreichen. Und mit einem Trainer, der nicht mehr vollends davon überzeugt ist, sich mit 62 aufs Altenteil zurückziehen zu wollen. Jedenfalls wich der Walliser Rekordtrainer Fragen zu seiner Zukunft in diesem Jahr gebetsmühlenartig aus. Und auch CC sagt: «Diese drei Jahre sind immens schnell verflogen.»

Doch nun muss schnell eine Antwort her, denn Tholots Vertrag verliert in sieben Spielen seine Gültigkeit. Und das Einstellen eines Trainers ist Chefsache! Auch wenn CC seit einiger Zeit einen auffällig neuen Narrativ benutzt. Er spricht nicht mehr konsequent von «ich», wie bisher üblich, sondern von «wir». Wie um zu betonen, dass der Sportchef sich emanzipiert habe. «Wir wollen in der Trainerfrage schnell Klarheit», sagt CC. Konkret? «Wir kommen nach der 33. Runde zusammen. Und dann teilt uns Didier mit, was er will.»

Die Constantins verschwenden keinen Gedanken an einen Nachfolger

Bis dann halten die Constantins die Füsse still. Gedanken an einen Tholot-Nachfolger verschwenden sie nicht. «Wieso auch?», fragt CC rhetorisch und geniesst weiterhin seine Ferien auf den Seychellen, die übrigens genial seien. «Wenn Didier sagt, er wolle weitermachen, haben wir einen Trainer. So einfach ist das.» Wirklich? «Ja. Ich habe auch ihm gesagt, dass wir uns nicht umschauen, bis er seinen Entscheid gefällt hat.» Könnte dieser von Lohn und Vertragslänge abhängen? «Vom Lohn sicher nicht», sagt Constantin. «Didier weiss genau, was er bei mir hat und wie viel er hier verdient. Das war auch vor drei Jahren absolut kein Thema. Wenn, dann geht es allenfalls um die Vertragslänge.»

CC und Tholot sind wirklich ein Herz und eine Seele. Dies obwohl es letzte Saison doch einige Sachen gab, die dem Präsidenten nicht gefallen haben. So einige Male die Aufstellung. Taktische Ausrichtungen. Wechsel. Die Sturheit des Nordfranzosen. Eigentlich liess er kein gutes Haar an der Arbeit seines Trainers. Das alles tat er in Interviews im Mai 2025 bei Blick und dem Lokal-TV-Sender Canal 9. Vor 2023 wäre klar gewesen: Tholot wird entlassen. Doch ein geläuterter Constantin sagte danach seelenruhig: «Klar mach ich mit Didier weiter. Er hat ja noch ein Jahr Vertrag …»

Im Fall Gattuso waren Vater und Sohn noch uneinig gewesen

Es passt in der Tat kein Blatt zwischen Coach und Präsident. Und auch nicht Sportchef Barthélémy Constantin. In diesem Fall sind Vater und Sohn haargenau gleicher Meinung. «Wie das in der Familie üblich sein sollte», wirft CC ein. Allerdings auch nicht vergessend, dass das im Fall Gennaro Gattuso anders gewesen war. Er wollte nicht am heutigen Nationaltrainer Italiens festhalten. Barth schon, der war damals allerdings gerade mal zarte 19 Jahre jung. «Und er war Fan von Gattuso», ergänzt CC.

Tholot hat ja noch eine offene Mission: den 14. Cuptitel!

Sollte schon diese Saison europäisch werden, wäre Tholots Mission bereits komplett erfüllt. Doch er muss vorher entscheiden. Und ja, eine weitere Mission hat CC auch angedeutet: den 14. Cupsieg ins Wallis zu holen. Wer wäre prädestinierter dafür als der Mann, der die Nummer 13 holte. Mitte April wissen wir, ob das die neue Mission des «ewigen Tholots» sein wird.

Super League 25/26, Championship Round
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
31
37
71
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
31
23
56
3
FC Basel
FC Basel
31
8
52
4
FC Lugano
FC Lugano
31
10
51
5
FC Sion
FC Sion
31
9
46
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
31
5
46
Champions League-Qualifikation
UEFA Europa League-Qualifikation
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