Italien droht gegen Nordirland das dritte WM-Aus in Folge
Der in Sion gestählte Gattuso solls richten

Das ist die kurze und schmerzvolle Liste des italienischen WM-Scheiterns: Gian Piero Ventura und Roberto Mancini. Nicht auf dieser Liste erscheinen soll einer, der in Sion gestählt worden ist: Gennaro «Rino» Gattuso.
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Mai 2013 in Sion: Gennaro Gattuso auf der Walliser Bank unter strenger Beobachtung von Präsident Christian Constantin.
Foto: Eric-Lafargue

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Italien spielt am Donnerstag in Bergamo gegen Nordirland um die Weltmeisterschaft
  • Trainer Gattuso begann seine Karriere 2012 in Sion bei Christian Constantin
  • CC freut sich auf ein WM-Duell zwischen seinen Ex-Coaches Gattuso und Yakin
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Alain KunzReporter Fussball

Dreimal hat der vierfache Weltmeister Italien bislang eine Weltmeisterschaft verpasst: 1958 scheiterte man an Nordirland. 2017 für die Endrunde 2018 an Schweden, der zwei Tage später entlassene Coach hiess Gian Piero Ventura. Doch vor allem das Out gegen das kleine Nordmazedonien 2022 war eine Schmach sondergleichen.

Und dafür verantwortlich zeichnete ausgerechnet jener Mann, der ein Jahr zuvor Europameister geworden war: Roberto Mancini. Das waren die Tiefpunkte in der sonst glorreichen WM-Geschichte der Azzurri. Nun wartet wieder Nordirland in Runde eins der Playoffs. Im Final dann Wales oder Bosnien-Herzegowina.

Ringhio, der Knurrer

Immerhin klappte es zuletzt mit Europameisterschaften. Seit 1996 war man immer dabei. An der Endrunde selbst lief es unterschiedlich, dem Triumph 2021 folgte 2024 in Deutschland das klägliche Out im Achtelfinal gegen die Schweiz.

Trainer Luciano Spalletti kostete das zwar (überraschend) nicht den Kopf, doch nach dem 0:3 zum Start der EM-Quali in Norwegen musste der Toskaner gehen. Sein Nachfolger: Gennaro Gattuso (48). Übername: Ringhio. Der Knurrer. Auf dem Feld einst der Pitbull am Ursprung des Weltmeistertitels 2006.

Berlusconi oder Zamparini? CC!

Wer hätte gedacht, dass ein Mann Commissario tecnico werden würde, dessen Trainerkarriere in … Sion begann. Gattuso war der Transfercoup von Christian Constantin 2012. Doch der Kalabrier hatte als 34-Jähriger seinen Zenit überschritten. Zudem plagten ihn Augenprobleme. Und so amtete Gattuso von Beginn weg als eine Art Spielertrainer, der er offiziell wurde, als CC Coach Victor Muñoz entmachtete, der aber nicht entlassen wurde, weil sein Nachfolger über keinerlei Papiere verfügte …

Am Ende der Saison trennte sich CC von Gattuso, der das Angebot von Palermo annahm, wo mit Maurizio Zamparini (†80) ein ebenso grosser Trainerfresser über den Klub herrschte wie der CC von damals. Der erinnert sich: «Rino wurde mal in der ‹Gazzetta dello Sport› gefragt, wer der schwierigere Präsident gewesen sei, Zamparini oder Silvio Berlusconi, welcher der Boss von Milan-Spieler Gattuso war. Er antwortete: ‹CC.›»

Emotionalität und Menschlichkeit

Constantin hält Gattuso für einen absolut geeigneten Nationaltrainer, wie auch einen anderen ehemaligen Sion-Coach namens Murat Yakin. «Für Murat ist die Position des Nationaltrainers perfekt.» Einen Gattuso mit seinen Emotionen und Ausbrüchen Tag für Tag auszuhalten, sei viel schwieriger als in den kurzen Zeitspannen mit der Nationalmannschaft. «So kommen seine Vorzüge voll zum Tragen. Seine Emotionalität. Seine Menschlichkeit.»

In den vielen Klubs hingegen, die Gattuso trainiert hat, nützte sich seine Art schnell ab. Weder bei Palermo, OFI Kreta, Pisa, Milan, Napoli, Fiorentina, Valencia, Marseille noch Hajduk Split hinterliess er tiefe Spuren. Und nirgends war er länger als zwei Jahre. Doch auch als Coach der Nazionale wurde es unter ihm nicht wirklich besser. Gegen Norwegen verlor Italien zu Hause schmählich 1:4. Eine Chance auf die Direktqualifikation bestand so nie.

Gattusos Dankeschön an CC

CC, der immer noch auf den Seychellen in den Ferien weilt, drückt seinem Ex auf jeden Fall die Daumen – und hat ihm auch schon eine Message geschrieben: «Forza Champion! Tu vas arriver. Baci». Umgehend schrieb Gattuso zurück: «Merci pres», untermalt von vier Herzen. Schafft es Italien, wird sich CC das WM-Spiel in Los Angeles live anschauen. «Ich muss doch dabei sein, wenn sich drei ehemalige Sittener auf der grossen Weltbühne treffen.»

Yakin gegen Gattuso sowie Federico Dimarco. Für Italien heisst die mühevolle Gegenwart aber heute Bergamo, wo Nordirland zu Gast ist.

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WM-Quali Gruppe A
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Deutschland
Deutschland
6
13
15
2
Slowakei
Slowakei
6
-2
12
3
Nordirland
Nordirland
6
1
9
4
Luxemburg
Luxemburg
6
-12
0
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe B
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Schweiz
Schweiz
6
12
14
2
Kosovo
Kosovo
6
1
11
3
Slowenien
Slowenien
6
-5
4
4
Schweden
Schweden
6
-8
2
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe C
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Schottland
Schottland
6
6
13
2
Dänemark
Dänemark
6
9
11
3
Griechenland
Griechenland
6
-2
7
4
Belarus
Belarus
6
-13
2
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe D
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Frankreich
Frankreich
6
12
16
2
Ukraine
Ukraine
6
-1
10
3
Island
Island
6
2
7
4
Aserbaidschan
Aserbaidschan
6
-13
1
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe E
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Spanien
Spanien
6
19
16
2
Türkei
Türkei
6
5
13
3
Georgien
Georgien
6
-8
3
4
Bulgarien
Bulgarien
6
-16
3
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe F
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Portugal
Portugal
6
13
13
2
Irland
Irland
6
2
10
3
Ungarn
Ungarn
6
1
8
4
Armenien
Armenien
6
-16
3
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe G
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Niederlande
Niederlande
8
23
20
2
Polen
Polen
8
7
17
3
Finnland
Finnland
8
-6
10
4
Malta
Malta
8
-15
5
5
Litauen
Litauen
8
-9
3
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe H
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Österreich
Österreich
8
18
19
2
Bosnien und Herzegowina
Bosnien und Herzegowina
8
10
17
3
Rumänien
Rumänien
8
9
13
4
Zypern
Zypern
8
0
8
5
San Marino
San Marino
8
-37
0
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe I
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Norwegen
Norwegen
8
32
24
2
Italien
Italien
8
9
18
3
Israel
Israel
8
-1
12
4
Estland
Estland
8
-13
4
5
Moldawien
Moldawien
8
-27
1
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe J
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Belgien
Belgien
8
22
18
2
Wales
Wales
8
10
16
3
Nordmazedonien
Nordmazedonien
8
3
13
4
Kasachstan
Kasachstan
8
-4
8
5
Liechtenstein
Liechtenstein
8
-31
0
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe K
Mannschaft
SP
TD
PT
1
England
England
8
22
24
2
Albanien
Albanien
8
2
14
3
Serbien
Serbien
8
-1
13
4
Lettland
Lettland
8
-10
5
5
Andorra
Andorra
8
-13
1
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe L
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Kroatien
Kroatien
8
22
22
2
Tschechien
Tschechien
8
10
16
3
Färöer
Färöer
8
2
12
4
Montenegro
Montenegro
8
-9
9
5
Gibraltar
Gibraltar
8
-25
0
Qualifiziert
Playoffs
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