Eine Runde ist in der Super League vor der Liga-Trennung noch zu spielen. Im Gegensatz zum Vorjahr, als Lausanne bei letzter Gelegenheit noch den Sprung über den Strich schaffte und den FCZ aus den Top 6 verdrängte, ist in dieser Spielzeit schon vor dem 33. Spieltag klar, welche Teams in die Championship Group und welche Teams in die Relegation Group kommen. Spannung gibt es im Saisonendspurt dennoch genug. Wir zeigen dir, worauf du dich an den letzten sechs Spieltagen noch freuen kannst.
Historischer Meistertitel?
Zugegeben: Offiziell ist der FC Thun noch nicht Meister – zumal die Berner Oberländer die letzten beiden Partien verloren. Doch zwölf Punkte Vorsprung und ein deutlicher Vorteil beim Torverhältnis sollte bei noch sechs ausstehenden Partien genügen, um den Titel einzufahren. Sollte der erste Verfolger St. Gallen den aktuellen Punkteschnitt beibehalten, könnte es sich der Leader gar erlauben, alle restlichen Spiele zu verlieren. Dem ersten Meistertitel der Thuner und gleichzeitig dem ersten eines Aufsteigers seit 74 Jahren dürfte also nichts mehr im Weg stehen.
Duell um Europa
Wie viele europäische Startplätze über die Liga vergeben werden, hängt auch davon ab, welcher Verein den Cup gewinnt. Klar ist: Wer sich den Cup-Titel holt, startet nächste Saison in der 2. Qualifikationsrunde zur Europa League. Ist das der FCSG, kämpfen mit Lugano, dem FCB, Sion und YB vier Teams um die restlichen beiden europäischen Plätze. Gewinnen GC, Yverdon oder Lausanne-Ouchy den Cup, müssen sich auch die St. Galler über die Liga einen der beiden Startplätze holen. Spannend wird es so oder so – aktuell trennen nur sieben Punkte das drittplatzierte Lugano und das sechsplatzierte YB.
Zweikampf um den (direkten) Abstieg
Auch wenn mit Luzern, Servette, Lausanne, dem FCZ, GC und Winterthur rechnerisch noch sechs Teams in der Verlosung sind, ist der Abstiegskampf ein Duell zwischen zwei Teams. Zuletzt hat Schlusslicht Winterthur den Rückstand auf die Hoppers von zehn auf fünf Punkte reduziert. Und nach dem ersten von noch zwei ausstehenden Direktduellen am Samstag (18 Uhr) könnte dieser sogar nur noch zwei Zähler betragen. GC hingegen könnte mit einem Sieg einen grossen Schritt in Richtung Barrage machen.
Wer wird Torschützenkönig?
So richtig eng ist der Kampf um den besten Torschützen. Mit den beiden YB-Angreifern Christian Fassnacht und Chris Bedia sowie FCSG-Stürmer Alessandro Vogt liegen an der Spitze aktuell drei Spieler mit 15 Treffern gleichauf. Geht es nach der aktuellen Form, wird der Titel zur Beute von Vogt, der in seinen letzten fünf Partien fünf Treffer erzielte. Bedia ist bei YB aktuell nur Reservist und daher im Rennen um den Titel im Nachteil. Aber dahinter lauern noch einige torgefährliche Akteure. Elmin Rastoder (Thun), Rilind Nivokazi (Sion), Matteo Di Giusto (Luzern) und Philippe Kény (Zürich) kommen allesamt auf zwölf Treffer.
Förderung der Jugend
Mit der UBS Youth Trophy belohnt die SFL den Einsatz von jungen Spielern aus der Schweiz. Proportional werden 500'000 Franken an jene drei Vereine ausgeschüttet, die am meisten Spielminuten an Schweizer Akteure mit dem Jahrgang 2004 oder jünger vergeben. Deutlich an der Spitze dieser Liste liegt im Moment der FCZ mit über 6000 Minuten. Hervor sticht dort vor allem Cheveyo Tsawa (19), der über 2200 Minuten sammelte. Noch mehr hat nur Bung Meng Freimann (20) von Luzern, das momentan aber nur auf dem vierten Rang liegt. Zweiter ist aktuell GC, ganz dicht gefolgt vom FCSG.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 32 | 36 | 71 | |
2 | FC St. Gallen | 32 | 24 | 59 | |
3 | FC Lugano | 32 | 11 | 54 | |
4 | FC Basel | 32 | 8 | 53 | |
5 | FC Sion | 32 | 13 | 49 | |
6 | BSC Young Boys | 32 | 5 | 47 | |
7 | FC Luzern | 32 | 3 | 39 | |
8 | Servette FC | 32 | 0 | 39 | |
9 | FC Lausanne-Sport | 32 | -7 | 39 | |
10 | FC Zürich | 32 | -17 | 34 | |
11 | Grasshopper Club Zürich | 32 | -27 | 24 | |
12 | FC Winterthur | 32 | -49 | 19 |












