«Ob wir es schaffen, hängt sehr von den anderen Teams ab»
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Nivokazi über Europa-Träume:«Ob wir es schaffen, hängt sehr von den anderen Teams ab»

Sion-Topskorer will in der Meisterrunde gefährlicher Aussenseiter sein
Der geplatzte WM-Traum von Rilind Nivokazi

Mit seinem zwölften Meisterschaftstreffer hat Sion-Top-Torschütze Rilind Nivokazi die Richtung des Spiels bei GC sehr früh vorgegeben. Dies nach einer enormen Enttäuschung unter der Woche.
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Mit der Leichtigkeit eines Spielers in Topform: Rilind Nivokazi erzielt früh das 1:0 gegen GC und Goalie Justin Hammel.
Foto: MICHAEL BUHOLZER

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Sion gewinnt 4:0 gegen Zürich und bleibt im Rennen um Europa
  • Mit nur 4 Punkten Rückstand auf Basel ist Platz 4 möglich
  • Rilind Nivokazi hatte Hoffnung auf ein WM-Ticket, Traum ist geplatzt
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Alain KunzReporter Fussball

Keine drei Umdrehungen machte der Minutenzeiger, da stand es am Ostermontag im Letzigrund bereits 1:0 für die Gäste aus Sion gegen GC. Rilind Nivokazi, wieder mal er, traf mit dem Kopf. «Dieses Tor hat uns befreiter aufspielen lassen. Wir waren und blieben gut aufgestellt, haben kein Tor zugelassen und nach dem 2:0 war die Sache klar.»

So einfach kann man ein Spiel resümieren, wie es der 26-jährige Italo-Kosovare macht. Im Februar lief es im Cup für Sion ähnlich, zumindest bis und mit 2:0. Damals nahm das Spiel nach dem zweiten Walliser Treffer einen komplett anderen Verlauf und am Ende führte es zu einer monströsen Enttäuschung für Sion. Denn im Cup wäre einzig St. Gallen als grosser Stolperstein verblieben. Kamen diese Gedanken bei den Sittenern hoch?

Sion mit nur noch einem Ziel: Europa

Nivokazi: «Bei mir nicht. Ich habe ja gespürt, dass wir auf dem richtigen Weg waren.» Und so nähert sich der FC Sion – im Gegensatz zu den Berner Young Boys – dem auf Platz vier liegenden FC Basel weiter an, bis auf vier Punkte. Platz vier ist jener Platz, der berechtigt, die Conference-League-Qualifikation zu spielen, wenn St. Gallen Cupsieger wird und unter den ersten drei bleibt.

Nachdem Sion die Championship Group geschafft hat, ist dies das einzig mögliche letzte Ziel. «Wir versuchen es. Ob es klappt, hängt von uns ab, aber auch von den anderen Mannschaften. Wir müssen jetzt einfach so viele Punkte fressen, wie es geht.»

Ein Sieg gegen Lausanne und kein Basler Sieg, dann ...

Doch das mit dem Abhängigsein von den anderen kann sich sehr schnell ändern. Schon in der letzten Runde der Quali, wenn Sion am nächsten Sonntag zu Hause gegen Lausanne gewinnen sollte und Basel dies bei Leader Thun am Samstag nicht gelungen ist.

Dann nämlich hat es Sion in den eigenen Händen, mit einem Sieg in Basel den Meister zu überholen. «Klar wissen wir, dass wir zum Ende der regulären Spielzeit noch zwei Bonusspiele hatten, in denen wir uns den Teams vor uns annähern können. Wir haben nun den Job in Zürich gemacht. Wenn wir das auch gegen Lausanne machen, können wir zu einem gefährlichen Aussenseiter im Konzert der Top sechs werden.»

Nivokazi spielte einst für die kosovarische U21-Nati

So, wie es der Kosovo in der WM-Qualifikation gewesen ist, als man in einer Gruppe mit der Schweiz und Schweden Platz zwei holte, was den jungen Verband berechtigte, die Playoffs zu spielen. In der Slowakei gewann der Kosovo den Halbfinal 4:3, scheiterte erst zehn Jahre nach seiner Aufnahme in die Uefa im Final an der Türkei (0:1). Was dies mit Nivokazi zu tun hat? Der Mann aus Perugia im italienischen Niemandsland hat auch einen kosovarischen Pass.

2021 ist er für die U21 des Kosovo aufgelaufen, als er für Serie-C-Klub Foccia spielte. Danach wechselte er in die Schweiz zu Chiasso und danach zu Rapperswil-Jona, in die Niederungen der Promotion League. Aus der dritten Schweizer Liga ist er allerdings nie für die A-Nati aufgeboten worden.

Die zerschlagene WM-Hoffnung von Nivokazi und Hajrizi

Die Voraussetzungen haben sich nun radikal geändert. Nivokazi ist wieder in den Fokus derjenigen gerückt, die ihn vom italienischen Verband abwerben wollen, für den er für die U16- bis U18-Nationalmannschaft aufgelaufen war und sogar zwei Tore gemacht hatte. «Ich denke, ich hätte eine WM-Chance gehabt», sagt der Knipser. «Nun waren wir nach nur zehn Jahren sooo nahe! Aber so ist der Fussball.» Noch brutaler wars wohl für seinen Sion-Kumpel Kreshnik Hajrizi, der hatte ja gegen die Türkei 80 Minuten gespielt, bis der Kosovo alles nach vorne warf. 

Wenn Nivokazi weiter derart trifft, dürfte ihm ein Telefonat für die nächste Qualifikationsperiode von Kosovo-Coach Franco Foda gewiss sein. Der Mainzer kennt die Schweiz wegen seiner FCZ-Zeit und wegen der beiden Qualispiele gegen uns aus dem Effeff.

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Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
32
36
71
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
32
24
59
3
FC Lugano
FC Lugano
32
11
54
4
FC Basel
FC Basel
32
8
53
5
FC Sion
FC Sion
32
13
49
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
32
5
47
7
FC Luzern
FC Luzern
32
3
39
8
Servette FC
Servette FC
32
0
39
9
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
32
-7
39
10
FC Zürich
FC Zürich
32
-17
34
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
32
-27
24
12
FC Winterthur
FC Winterthur
32
-49
19
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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