«Die Jungs sollen nicht reden, sondern sich Gedanken machen»
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Sutter über Krisensitzung:«Jungs sollen nicht reden, sondern sich Gedanken machen»

Hoppers ausser Rand und Band
Darum verpasste Sutter den GC-Spielern einen Maulkorb

Fünf Niederlagen in Serie. Und dabei ein Torverhältnis von 3:18. So desaströs ist die Bilanz von GC in den letzten Wochen. Sportchef Alain Sutter ist ratlos. Doch Interimscoach Gernot Messner darf vorerst bleiben.
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GC findet auch gegen Sion nicht aus der Krise und verliert mit 0:4.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • GC verliert zu Hause 0:4 gegen Sion und bleibt Tabellenletzter
  • Sportchef Sutter gibt trotz Krise Trainer Messner weiterhin Rückendeckung
  • Nächstes entscheidendes Spiel: Abstiegskrimi gegen Winterthur am Samstag
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Alain KunzReporter Fussball

Rekordmeister GC schlittert unaufhaltsam dem Abstieg entgegen – und niemand kann diese Katastrophenfahrt aufhalten. Nicht der überforderte Interimscoach Gernot Messner (45), der weiterwursteln darf. Nicht der ratlose Sportchef Alain Sutter (58), der ausser Appellen an seine Spieler kein Mittel gegen den Absturz kennt und eindringlich vor dem Tabellenletzten Winterthur warnt.

Und auch nicht die Spieler, die sich beim 0:4 gegen Sion allerdings deutlich verbessert zeigten: Nach zwei Schlappen mit fünf Gegentoren gab es diesmal nur vier.

Sarkasmus beiseite. Die Lage ist für GC mehr als ernst. Denn nach dem 0:5 bei Servette hat man in den Trainings vor dem Spiel gegen Sion das Augenmerk total auf die Defensive gerichtet. Zumindest auf dem Reissbrett war das sichtbar. Oft warteten sieben, acht Hoppers ennet der eigenen Dreissig-Meter-Marke darauf, was Sion offensiv so anrichten möge. Ohne dass man die Lektion aus Minute drei gelernt hatte, als Nivokazi eine Surdez-Flanke zum wegweisenden 1:0 für Sion einköpfeln konnte.

Messner: «Da gibt es nichts schönzureden»

Ausgleichschancen? Hatte GC eigentlich keine einzige. Am gefährlichsten war noch Asp Jensen nach einem Solo. Dann kassierte man das 0:2. «Danach haben wir uns nicht mehr gewehrt. Das ist extrem enttäuschend, diese fehlende Resilienz», sagt Sutter. Dann folgt das 0:3 per Penalty. Und noch das obligate Jokertor von Boteli zum Endstand.

Allzu ergiebig schien die Arbeit unter der Woche also nicht gewesen zu sein. «Da gibt es nichts schönzureden, wenn man an der Defensive arbeitet und vier Gegentore bekommt», sagt ein einsichtiger Messner.

Sein Start ist ja sowas von misslungen. 0:5 in Genf. 0:4 zu Hause gegen Sion. Der reinste Horror! «Das ist ein brutaler Schlag. So viele individuelle Fehler sind extremst bitter.» Fühlt sich denn der vormalige U21-Coach dieser herausfordernden Aufgabe gewachsen? Meissners Antwort ist kurz: «Ja.»

Job-Bestätigung von Alain Sutter

Vorderhand glaubt das auch der Sportchef. «Es geht nicht mehr darum, dass irgendjemand anders vor dieser Mannschaft steht. Sondern dass die Jungs realisieren, dass sie mehr machen müssen, dass es inneres Feuer braucht, dass es in ihrer Verantwortung für ihren Job liegt, das richtige zu machen, um die Resultate zu ändern», sagt Sutter und betont dann gleich nochmals: «Es liegt nicht am Trainer. Es lag nicht an Gerald Scheiblehner. Es liegt nicht an Gernot.»

Also bleibt Messner in Amt und Würden? «Selbstverständlich!», sagt Sutter. Er sei in Winterthur auf der Bank. Und bleibt das bis Ende Saison? «Ich habe gelernt, im Fussball nicht irgendwelche Versprechungen abzugeben. Der Plan ist aber klar, die Saison in dieser Konstellation zu Ende zu bringen.»

Nun folgt das Keller-Duell gegen Winterthur

Nichts dazu sagen dürfen die für Sutter Hauptverantwortlichen für die Misere: die Spieler. «Die Jungs sollen jetzt nicht reden, sondern sich auf ihren Job konzentrieren, damit sie am Samstag gegen Winterthur bereit sind.»

Bei GC geht nun die Angst vor Winterthur um. Sutter: «Die sind bereit und stabil! Auch wenn sie nicht jedes Spiel gewinnen. Wir müssen ganz klar ansprechen, woran es liegt, damit wir am Samstag auch nur den Hauch einer Chance haben.»

Man darf sich auf einen knackigen Abstiegsknüller auf der Schützenwiese freuen.

«Gernot Messner wird auch im nächsten Spiel Trainer sein»
3:59
GC-Sportchef Alain Sutter:«Gernot Messner wird auch im nächsten Spiel Trainer sein»
Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
32
36
71
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
32
24
59
3
FC Lugano
FC Lugano
32
11
54
4
FC Basel
FC Basel
32
8
53
5
FC Sion
FC Sion
32
13
49
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
32
5
47
7
FC Luzern
FC Luzern
32
3
39
8
Servette FC
Servette FC
32
0
39
9
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
32
-7
39
10
FC Zürich
FC Zürich
32
-17
34
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
32
-27
24
12
FC Winterthur
FC Winterthur
32
-49
19
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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