300 Millionen für einen Pokal
Die Chronologie des GC-Niedergangs

GC befindet sich einmal mehr im Abstiegskampf. Zum dritten Mal in Folge kann sich der einstige Nobelklub wohl höchstens über die Barrage in der Liga halten. Seit dem letzten Meistertitel 2003 waren die Hoppers vor allem eines: eine Geldvernichtungsanlage.
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Die beiden FCB-Spieler Oliver Kreuzer (l.) und Massimo Ceccaroni (r.) haben im Duell mit «Kubi» Türkyılmaz das Nachsehen.
Foto: Keystone

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • GC-Buch: 1136 Seiten über Klubgeschichte und glorreiche Vergangenheit veröffentlicht
  • Seit 2003 Defizit von 300 Mio. CHF und 13 Präsidentenwechsel
  • Drittes Barrage-Jahr droht trotz Investitionen seit US-Übernahme 2024
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Es gibt ein GC-Buch. 1136 Seiten Klubgeschichte. Hunderte von Fotos, Abbildungen und Erinnerungsstücken zeugen von einer glorreichen Vergangenheit. Ein monumentales Druckerzeugnis. Was für die Klub-Chronik gilt, gilt lange Zeit auch für GC selbst. Der Klub ist das Mass aller Dinge, Rekordmeister mit 27 Titeln, die Top-Adresse des Landes, alimentiert von der Zürcher Hochfinanz.

2003 feierte der Klub unter der Führung der beiden Wirtschaftskolosse Rainer E. Gut (Credit Suisse) und Fritz Gerber (Roche) den 27. Meistertitel der Klubgeschichte. Zwischen 70 bis 90 Millionen hat das Duo zuvor innert fünf Jahren in den Klub gepumpt. Für zwei Meistertitel.

Nach deren Rückzug im Frühling 2003 wird aus der einst attraktivsten Adresse im Schweizer Fussball aber schon bald ein führungsloser Chaos-Verein. 13 verschiedene Präsidenten stehen dem Klub in den letzten 23 Jahren vor. Vor zwei Monaten folgt John Thorrington auf Stacy Johns.

Zu feiern gibt es mit Ausnahme des Cupsiegs 2013 aber nichts mehr, trotz Millionenausgaben. Schätzungsweise gegen 300 Millionen Franken beträgt das Defizit seit dem letzten Meistertitel. In 23 Jahren wurden fast ebenso viele Trainer verbraten, der Tiefpunkt folgte 2019, als GC in die Challenge League abstieg.

Auch jetzt geht die Abstiegsangst auf dem Campus um. Dabei hatten die amerikanischen Besitzer bei ihrer Übernahme im Januar 2024 grossmundig angekündigt: «Wir werden Geld ausgeben, um zu gewinnen.» Sportlich ist GC seither aber keinen Schritt weitergekommen, trotz zwei Sportchef- und vier Trainerwechseln. Das Erreichen der Barrage, der dritten in Folge, wäre in der Liga wohl das höchste der Gefühle.

Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
32
36
71
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
31
23
56
3
FC Lugano
FC Lugano
32
11
54
4
FC Basel
FC Basel
32
8
53
5
BSC Young Boys
BSC Young Boys
32
5
47
6
FC Sion
FC Sion
31
9
46
7
FC Luzern
FC Luzern
31
6
39
8
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
32
-7
39
9
Servette FC
Servette FC
31
-3
36
10
FC Zürich
FC Zürich
31
-16
34
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
31
-23
24
12
FC Winterthur
FC Winterthur
32
-49
19
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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