Messners Versprechen an die GC-Fans
«Wir werden ein anderes Gesicht zeigen»

Nach der 0:5-Klatsche in Genf steht Gernot Messner schon unter Druck. Er will aber nichts davon wissen, dass der Trainer-Wechsel nichts gebracht habe. Hier kommt das GC-Inside.
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Der Druck für GC-Coach Messner ist gross.
Foto: Zamir Loshi/freshfocus
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Carlo Emanuele FrezzaReporter Fussball

Die News der Woche

Während GC in Genf unterging, sass der gesperrte Captain Amir Abrashi (36) im Blue-Studio und analysierte den Nicht-Auftritt seiner Mitspieler. Eine skurrile Situation – nicht aber für Trainer Gernot Messner (45). «Ich habe Amir in Genf nicht an meiner Seite gebraucht. Ich spreche mit ihm genug tagtäglich und diese Unterstützung reicht mir.» Am Montag könnte die GC-Ikone in der Startelf stehen. «Er macht einen guten Eindruck und ist sicher eine Option.»

Die grosse Frage

Ist der Trainereffekt bei GC nach der 0:5-Pleite in Genf schon verpufft? Das könne man sich fragen, sagt Messner, verneint es aber zugleich. «Der Effekt hat noch gar nicht eingesetzt. Wir sind optimistisch, dass die zwei zusätzlichen Trainingswochen, in denen wir den Fokus auf die Defensive gelegt haben, Wirkung zeigen werden.»

Gesagt ist gesagt

«In den vergangenen zwei Trainingswochen haben wir alles investiert. Den Fans versprechen wir, dass wir ein anderes Gesicht zeigen als zuletzt in Genf. Gleichzeitig hoffen wir auf ihre volle Unterstützung von den Rängen», richtet sich Messner auf Blick-Nachfrage an die Anhänger.

Mögliche Aufstellung

Ob GC gegen Sion mit einer Drei-, Vier- oder Fünferkette auflaufen wird, wollte Messner nicht verraten. «Ich könnte es sagen, aber ich möchte noch nicht», so der Trainer. Fakt ist: In den vergangenen zwei Wochen lag der Fokus bei GC voll auf der Defensive, weshalb eine Fünferkette naheliegt.

Hammel; Abels, Ngom, Köhler, Mikulic, Stroscio; Hassane, Abrashi, Meyer; Asp Jensen, Frey.

Wer fehlt?

Decarli, Diaby, Plange (alle verletzt).

Das ist der Spielplan der letzten fünf Super-League-Runden

Neben dem Platz

GC kann in den letzten sieben Spielen nur noch verlieren – es geht einzig darum, den Fünf-Punkte-Vorsprung auf Winterthur zu halten und nicht noch auf den letzten Platz abzurutschen. Sind die Knie deshalb schon weich vor Angst? «Ich habe gelernt, dass Angst kein guter Ratgeber ist. Wichtig ist, dass wir auf uns selbst schauen und die Resultate von Winterthur zur Kenntnis nehmen. Wir müssen unsere Punkte selbst holen und nicht darauf hoffen, dass die Konkurrenz patzt», erklärt Messner. Und wie ist die Stimmung im Team? «Ob die Spieler Angst haben, weiss ich nicht. Sie wissen jedenfalls um die Tabellensituation und sehen, dass Winterthur momentan stark spielt. Letztlich liegt es aber an uns, die Punkte zu holen.»

Hast du gewusst, dass …

… Messner in seiner Trainerkarriere noch nie ein Spiel auf höchster Liga-Stufe gewonnen hat? Das beschäftigt ihn jedoch kaum. «Natürlich kenne ich die Statistik – sie sieht jetzt nicht gerade positiv aus für mich.» Sein Selbstvertrauen lässt das aber unberührt. «Ich habe in meiner Karriere genug Spiele gewonnen. Von 100 Partien als Profitrainer habe ich vielleicht nur 20 verloren. Es kommt immer darauf an, von wo man startet. GC befindet sich momentan leider in dieser Situation, in der wir stecken – und es liegt an uns, hart zu arbeiten.»

Aufgepasst auf

Für einmal steht kein Spieler im Fokus, der auf dem Platz für Furore sorgen soll. Die Rede ist von Abdoulaye Diaby (25). Im Herbst noch eine feste Stütze in der Abwehr, ist er inzwischen kaum wiederzuerkennen – zuletzt beim Spiel gegen Servette. Woran sein Formtief liegt? «Ich weiss es nicht. Fakt ist, dass er derzeit auch Knieprobleme hat, was sich wohl auf seine Leistung in den letzten Spielen ausgewirkt hat», erklärt Messner. Gegen Sion ist Diaby deshalb verletzt gemeldet.

Die Klassenbesten

Blick-Notenschnitt nach 31 Runden:
1. Abrashi 4,5
2. Hammel 4,0
3. Köhler 3,7
Hier gehts zu allen Hopper-Noten.

Der Schiedsrichter

Fedayi San.

Der Gegner

GC hat jedes seiner letzten drei Super-League-Spiele gegen Sion verloren und könnte zum zweiten Mal nach Mai 2010 bis Februar 2011 vier aufeinanderfolgende Super-League-Spiele gegen die Walliser verlieren. Hier kommt das Sion-Inside.

32

Runde

Sa., Lausanne – Winterthur 2:1
Sa., Lugano – Thun 1:0
Sa., Basel – YB 3:3
Mo., GC – Sion, 14 Uhr
Mo., Servette – Luzern, 16.30 Uhr
Mo., St. Gallen – FCZ, 16.30 Uhr

Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
32
36
71
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
31
23
56
3
FC Lugano
FC Lugano
32
11
54
4
FC Basel
FC Basel
32
8
53
5
BSC Young Boys
BSC Young Boys
32
5
47
6
FC Sion
FC Sion
31
9
46
7
FC Luzern
FC Luzern
31
6
39
8
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
32
-7
39
9
Servette FC
Servette FC
31
-3
36
10
FC Zürich
FC Zürich
31
-16
34
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
31
-23
24
12
FC Winterthur
FC Winterthur
32
-49
19
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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