«Neues GC-Trainerteam kann Koffer schon wieder packen»
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Miserabler Start für GC:«Neues GC-Trainerteam kann Koffer schon wieder packen»

Blick-Kolumnist Kubilay Türkyilmaz leidet mit GC
«Sutter entscheidet alleine – und das ist nicht gut»

Blick-Kolumnist Kubilay Türkyilmaz lässt kein gutes Haar an GC. Der Abstieg des Rekordmeisters sei sehr nahe, wäre aber keine Katastrophe. Im Gegenteil! Denn nur so könne man nachhaltig etwas Neues aufbauen.
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Alain Sutter, ein einsamer Wolf, der einsame und falsche Entscheidungen fällt, denkt Kubi.
Foto: Mike Wiss/freshfocus

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • GC-Legende Kubi kritisiert Vereinsführung scharf und beklagt Identitätsverlust
  • Vier Gegentore in 18 Minuten in Genf zeigen gravierende Teamprobleme
  • Mit der Hälfte des Personalbudgets würde Kubi ein besseres Team kreieren
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Alain KunzReporter Fussball

Kubis grosses GC-Herz blutet. Wie so oft in den letzten Jahren. Mit den Hoppers wurde er zweimal Meister, dreimal Fussballer des Jahres und spielte Champions League. Und nun liegen die Hoppers darnieder, einmal mehr.

Eine Tragödie! Seit Jahren. Egal, ob der Klub Chinesen, Amerikanern oder wem auch immer gehört. Da ist keine Identifikation mehr der Zürcher mit ihrem Verein. Damals gingen wir Spieler in Restaurants in der Stadt essen, tranken was in einer Bar, hatten Kontakt mit dem Volk. Wir waren mittendrin, und die ganze Stadt war irgendwie involviert. Heute trainiert die Mannschaft in einer anonymen Anlage eine halbe Stunde ausserhalb von Zürich. Und auch innerhalb des Teams gibt es kaum mehr Identifikationsfiguren.

Sutter, der Alleinentscheider

Das ist der emotionale Aspekt. Aber noch entscheidender ist der technische. Lange Zeit hat man nicht so recht gewusst, wer nun den Klub führt und ob Leute vor Ort sind. Nun ist einer da: Alain Sutter. Aber er ist allein und hat keinen grossen politischen Rückhalt. Natürlich: Alain hat die Kompetenz, ein Team zusammenzustellen. Aber allein geht das nicht. Die Resultate zeigen erbarmungslos, dass diese Mannschaft nicht gut zusammengestellt ist. Sutter hat keinen, mit dem er sich reiben kann, der ihm mal Kontra gibt, mit dem er auf Augenhöhe reden kann, wie das in St. Gallen mit Matthias Hüppi der Fall war. Und in dieser Konstellation entscheidet er alles allein. Einsame Entscheidungen. Falsche Entscheidungen. Wie die überstürzte Entlassung von Gerald Scheiblehner.

Sutter hatte im Interview nach der Entlassung gesagt: «Dieser Entscheid ist mir extrem schwergefallen. Schlussendlich bin ich dennoch zu diesem Entscheid gekommen.» Ich, ich, ich. Das zeigt deutlich auf: Er entscheidet allein. Und das ist nicht gut.

Der neue Trainer ergibt keinen Sinn

Diese Mannschaft hat weder genügend Qualität noch Charakter. Vier Tore in achtzehn Minuten zu kassieren wie in Genf, sagt alles aus über ihren Zustand. Und das im ersten Spiel des neuen Trainers Gernot Messner. Ohnehin: Was soll das, eine Kopie des entlassenen Trainers zu installieren, der zudem über zu wenig Erfahrung verfügt für diesen Job? Das ergibt keinen Sinn. Wieder eine einsame, falsche Entscheidung von Alain.

Die Situation mit diesen vielen falschen Entscheidungen, das angerichtete Chaos und der mangelnde Stolz der Heugümper sind ein extrem gefährlicher Mix für GC. Die spielen noch zweimal gegen Winterthur. Wenn Winti zweimal gewinnt, wissen wir, wie die Rangliste ausschaut … Und auch wenn GC in die Barrage kommen sollte – sowohl gegen Aarau als auch gegen Vaduz wären die Zürcher der klare Underdog.

Abstieg als Chance – und was ist mit der Fusion?

Aber der Abstieg wäre kein Desaster. Im Gegenteil. GC könnte in Ruhe bei null beginnen. Ein Team zusammenstellen mit einer extrem starken Achse, vorzugsweise aus Skandinavien, für die man Geld in die Hand nimmt, und mit vielen Jungen rundherum. 25 Millionen Franken beträgt das Budget von GC in etwa. Davon entfallen 15 Millionen aufs Personal. Das ist viel Geld. Damit muss man viel mehr erreichen, ohne Einstein heissen zu müssen. Ich würde jedenfalls mit der Hälfte dieser Summe eine bessere Mannschaft zusammenstellen.

Wenn man den Zürcher Fussball so darben sieht, sind Gedanken an etwas, das unvorstellbar scheint, nicht abwegig. Ich rede von der Fusion mit dem FCZ. Gemeinsam könnte man Basel und YB angreifen und die erste Macht im Schweizer Fussball werden. Aber auch ich weiss: Die grosse Tradition der zwei Klubs lässt das nicht zu.

Brack Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
31
37
71
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
31
23
56
3
FC Basel
FC Basel
31
8
52
4
FC Lugano
FC Lugano
31
10
51
5
FC Sion
FC Sion
31
9
46
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
31
5
46
7
FC Luzern
FC Luzern
31
6
39
8
Servette FC
Servette FC
31
-3
36
9
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
31
-8
36
10
FC Zürich
FC Zürich
31
-16
34
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
31
-23
24
12
FC Winterthur
FC Winterthur
31
-48
19
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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