Ironie des Schicksals
Scheiblehner hat seinen Nachfolger selbst zu GC geholt

Ein Österreicher folgt auf einen Österreicher: Gernot Messner soll GC nun im Abstiegskampf retten. Der 45-Jährige kommt von der U21, hat in seiner Heimat aber schon in der Bundesliga gecoacht.
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Gernot Messner (45) ist bis Ende Saison neuer Trainer an der Seitenlinie von GC.
Foto: imago/Eibner Europa

Es ist ein kleiner, ironischer Schlenker der Geschichte, dass der am Montag entlassene GC-Trainer Gerald Scheiblehner selbst seinen Nachfolger zu den Hoppers gebracht hat.

Gernot Messner (45) besuchte Scheiblehner als vereinsloser Trainer im Oktober, um sich weiterzubilden und GC anzuschauen. Die beiden Österreicher, die vorher keinen engen Kontakt hatten, verstanden sich auf Anhieb. Kurz darauf wurde Messner Trainer der U21 bei GC. «Wir kannten uns bisher eher vom Smalltalk, aber in den letzten Tagen hier haben wir gemerkt, wie gut wir uns neben dem Fussball auch zwischenmenschlich verstehen», erklärte Messner kurze Zeit später in einem Interview mit der «Kleine Zeitung» in seiner Heimat.

Messner bezeichnete GC als «richtig coolen Ort» und: «Ich muss gestehen, dass ich im Fussball noch nie so eine Wertschätzung vom ersten Tag weg erfahren habe wie hier in Zürich.»

Makellose Bilanz bei GC und Aufstieg in Österreich

Nicht nur die Nationalität teilen sich Gerald Scheiblehner und sein Nachfolger, sondern auch die Spielidee: Aggressivpressing und Intensität. Mit seiner Arbeit in der U21 hatte Messner im Herbst sofort Erfolg: In seinen bisher sechs Spielen an der Seitenlinie in der 1. Liga Classic hat der 45-Jährige mit seinem Team kein einziges verloren. Fünf Siege und ein Unentschieden hat Messner auf dem Konto. Eine Bilanz, von der man in der 1. Mannschaft seit Jahren nur träumen kann. Nun folgt die Beförderung von Sportchef Alain Sutter – «interimistisch bis Ende Saison», heisst es bei GC.

Der Scheiblehner-Nachfolger ist in seiner Heimat ausserdem kein Unbekannter. Vor seinem Engagement in Zürich trainierte er den Grazer AK in der österreichischen Bundesliga. Im Winter 2022 übernahm er den Klub in der zweithöchsten Liga, 2024 gelang ihm der Aufstieg. Ein Spiel in der höchsten Liga Österreichs konnte Messner als Trainer jedoch nie gewinnen. Nach einem Saisonstart von zehn Spielen ohne Sieg wurde der Aufstiegstrainer beim Grazer AK freigestellt.

Nun muss der 45-Jährige seine ersten Siegeserfahrungen auf höchstem Niveau so schnell wie möglich mit den Grasshoppers nachholen. Einer, der dieses Gefühl als Spieler noch bestens kennt, ist sein Assistent Shkelzen Gashi (37). 72 Spiele machte Gashi als Spieler für die Hoppers, erzielte dabei 26 Tore und 12 Assists. 2013 war er beim Cupsieg Teil des letzten grossen Erfolgs der Hoppers.

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Brack Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
30
38
71
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
29
23
54
3
FC Lugano
FC Lugano
29
10
49
4
FC Basel
FC Basel
30
6
49
5
FC Sion
FC Sion
30
9
45
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
30
5
45
7
FC Luzern
FC Luzern
30
2
36
8
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
30
-4
36
9
Servette FC
Servette FC
30
-8
33
10
FC Zürich
FC Zürich
30
-17
31
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
30
-18
24
12
FC Winterthur
FC Winterthur
30
-46
19
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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