Kommentar zum GC-Trainer-Knall
Hoppers-Boss Alain Sutter geht jetzt all-in

Die Entlassung von Gerald Scheiblehner ist ein weiteres Kapitel in der Hochrisiko-Strategie von GC-Boss Alain Sutter. Für GC bleibt zu hoffen, dass er sich nicht verzockt, findet Blick-Fussballchef Tobias Wedermann.
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Denn die Freistellung eines derart hochgelobten Trainers könnte auch mächtig nach hinten losgehen für Sutter
Foto: Pius Koller
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Tobias WedermannFussballchef

Wenn Alain Sutter nicht im Fussballbusiness gelandet wäre, würde der 58-Jährige einen hervorragenden Pokerspieler abgeben. Seit seiner Übernahme bei GC fährt Sutter eine Hochrisiko-Strategie und mit dem Trainerwechsel kurz vor dem finalen Abstiegskampf geht er nun all-in. Noch vor wenigen Wochen wäre eine Trennung undenkbar gewesen. Sutter und Scheiblehner auf dem gemeinsamen Weg GC in eine glorreiche Zukunft zu führen, man gehe durch dick und dünn. In guten wie in schlechten Zeiten. Zumindest letzteres trifft spätestens seit Montag nicht mehr zu. 

Zum Abschied wird Scheiblehner von Sutter mit Lob überhäuft. Eigentlich habe der Österreicher nichts falsch gemacht, eigentlich habe er hervorragend Arbeit geleistet. Sutters Pokerface ist dabei bemerkenswert: Obwohl kein Klub weniger Punkte geholt hat 2026, strahlt der GC-Chef fast schon eine besorgniserregende Ruhe aus. 

Jetzt kommt die Zeit der Abrechnung

Denn die Freistellung eines derart hochgelobten Trainers könnte auch mächtig nach hinten losgehen für Sutter. Was, wenn der von ihm zusammengestellte Kader einfach nicht besser ist als die aktuellen Ergebnisse? Was, wenn Sutter soeben seinen König auf dem Trainerstuhl durch einen Buben ersetzt hat? 

Jetzt kommt die Zeit der Abrechnung. Mit dem Wechsel haben alle vier Kellerklubs den Trainer gewechselt. Und die Karten auf den Tisch gelegt. Aus GC-Sicht gibt es nicht viel Hoffnung auf besseres Blatt in den eigenen Reihen, doch wenn es sie gibt, heissen sie Shkëlzen Gashi und Daniel Pavlovic. Zwei GC-Figuren, die wissen wie man gewinnt, die wissen was es heisst für GC zu spielen und die stellvertretend sind für die letzte erfolgreiche GC-Zeit. Eine Zeit die man sich beim Rekordmeister nach Jahren des Elends immer wieder sehnlichst zurückwünscht. Bleibt für GC zu hoffen, dass Alain Sutter sich nicht verzockt.

Brack Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
30
38
71
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
30
23
55
3
FC Lugano
FC Lugano
30
10
50
4
FC Basel
FC Basel
30
6
49
5
FC Sion
FC Sion
30
9
45
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
30
5
45
7
FC Luzern
FC Luzern
30
2
36
8
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
30
-4
36
9
Servette FC
Servette FC
30
-8
33
10
FC Zürich
FC Zürich
30
-17
31
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
30
-18
24
12
FC Winterthur
FC Winterthur
30
-46
19
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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