«Die Jungs sollen nicht reden, sondern sich Gedanken machen»
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Sutter über Krisensitzung:«Jungs sollen nicht reden, sondern sich Gedanken machen»

Sutter geht nach Sion-Debakel auf GC-Spieler los
«Dass man sich so abschlachten lässt, geht nicht»

Immerhin: Sportchef Alain Sutter steht nach dem schmählichen 0:4 von GC gegen Sion seinen Mann und beantwortet alle Fragen, die ihm gestellt werden. Freilich lässt er dabei kein gutes Haar an seiner Mannschaft. Und er überhöht Winterthur bis zur Groteske.
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Als einen verantwortungslosen Haufen nimmt GC-Sportchef Alain Sutter seine Spieler wie Lee Young-Jun (l.) und Sven Köhler derzeit wahr.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • GC verliert 0:4 gegen Sion, Sportchef Sutter kritisiert Team scharf
  • Sutter: Spieler mental schwach, müssen Verantwortung für Leistung übernehmen
  • 54 Prozent gewonnene Zweikämpfe, trotzdem hohe Niederlage gegen Sion
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Alain KunzReporter Fussball

Das Warten ist lang, sehr lang. In der Mixed-Zone des Letzigrunds, die GC derart ausstaffiert hat, dass die Journalisten keinen Blick mehr auf den Tunnel Richtung Spielfeld haben, ist die Ratlosigkeit nach dem 0:4 gegen Sion gross. Sagt nun ein GC-Spieler noch was zu der Schmach?

Das Warten ist derart lang, dass die Journalisten sogar mit Bratwürsten vertröstet werden. Bis dann statt der Spieler der Sportchef kommt. Und Alain Sutter nimmt sich ausgiebig Zeit. Und geht ebenso ausgiebig auf seine Spieler los.

Nicht robust, mental zu wenig resilient

«Das geht nicht, dass man sich so abschlachten lässt und sich seinem Schicksal derart ergibt. Aber es ist ja nicht das erste Mal und ist eine Problematik dieser Mannschaft, dass sie sich zu wenig gegen schwierige Umstände wehrt. Stand heute bin ich der vollen Überzeugung, dass wir deshalb dort stehen, wo wir stehen: zu wenig robust und mental zu wenig resilient.»

Die gewagte Metapher mit dem Esel

Bei SRF hatte er bereits mit einer gewagten Metapher versucht zu erklären, dass seine Jungs nicht in der Lage seien, den Schalter umzulegen, damit es Klick mache. Denn von aussen könne man wohl alles versuchen, aber nur einen gewissen Beitrag zur Umlegung des Schalters leisten. «Es gibt dieses doofe Sprichwort, das man den Esel nur bis zum Wasser führen kann. Saufen muss er selbst. Wenn er nicht trinken will, dann verdurstet er.» Was er damit sagen will: «Es gibt irgendwo eine Verantwortlichkeit jedes Einzelnen.»

Und was ist das Ziel des Umlegens dieses Schalters? Das hingegen ist klar, einfach und einleuchtend: Zweikämpfe zu gewinnen. Denn man sagt gemeinhin, dass dasjenige Team siegreich bleibt, dass in dieser Sparte die Nase vorne hat. Die Statistik dazu: GC hat … 54 Prozent der Zweikämpfe gegen Sion gewonnen. Manchmal trügt ein Gefühl monumental.

Winti wird GC auffressen und überrollen

Ein anders Gefühl von Sutter ist jenes, dass man am kommenden Samstag im ultimativen Abstiegscrash auf einen übermächtigen FC Winterthur trifft. Nur erscheint bei der Überhöhung dieses Gegners ganz viel Kalkül im Spiel zu sein. So sagt der Sportchef zum Beispiel: «Winterthur ist bereit. Auch wenn sie nicht jedes Spiel gewinnen. Sie sind stabil und werden uns auffressen wollen. Da wird einiges auf uns zukommen. Es geht jetzt darum ganz klar anzusprechen, woran es liegt und was es braucht, um auch nur den Hauch einer Chance gegen Winterthur haben zu wollen.»

Oder dies: «Stand heute ist Winterthur klarer Favorit, wenn wir so spielen, wie wir jetzt spielen und sie so, wie sie jetzt gespielt haben. Dann werden wir keine Chance haben! Da muss sich einiges in Bezug auf Resilienz und Zweikampfstärke verändern. Wenn wir das schaffen, können wir vielleicht mitspielen. Sonst wird uns Winterthur überrollen.»

Worte der Unterwürfigkeit, die nur Kalkül sein können

Es sind Worte einer Unterwürfigkeit, wie man sie noch selten gehört hat. Sie sind derart stark, dass sie sogar mit Sicherheit nichts anderes als Kalkül sind. Man darf gespannt sein, ob und wie diese Taktik Früchte tragen wird. Tatort Schützenwiese. Samstag. 18 Uhr.

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Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
32
36
71
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
32
24
59
3
FC Lugano
FC Lugano
32
11
54
4
FC Basel
FC Basel
32
8
53
5
FC Sion
FC Sion
32
13
49
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
32
5
47
7
FC Luzern
FC Luzern
32
3
39
8
Servette FC
Servette FC
32
0
39
9
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
32
-7
39
10
FC Zürich
FC Zürich
32
-17
34
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
32
-27
24
12
FC Winterthur
FC Winterthur
32
-49
19
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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