Wenn die Nati-Spieler am Mittwoch ihr Teamhotel in Zürich-Altstetten beziehen, treten sie ein in ihre eigene Eishockey-Bubble. Die Schweizer haben im Hotel Mercure Zürich City ein Stockwerk für sich. In ihren Einzelzimmern können sie sich zurückziehen oder im grosszügigen, im «Schweiz-Look» gehaltenen Lounge-Bereich auf einer weiteren Etage gemeinsame Zeit verbringen. Im separaten Essbereich bleibt die Mannschaft ungestört.
Der Spaziergang bis in die wenige Hundert Meter entfernte Spielstätte, die Swiss Life Arena, dauert nur ein paar Minuten. Die Schweizer sind damit am Puls des Hockey-Geschehens und bekommen die hoffentlich aufkommende Euphorie hautnah mit. Vom von der IIHF gestellten Team-Bus sind sie am späten Sonntagabend nach ihrer Rückkehr aus dem letzten Vorbereitungscamp in Ängelholm (Sd) am Flughafen Kloten abgeholt worden.
Die Nähe zum Stadion ist mit ein Grund, weshalb sich Swiss Ice Hockey vor rund einem Jahr für dieses Hotel entschieden hat. Als Gastgeber durften die Schweizer als erste Nation aus der Hotelliste wählen. Die Infrastruktur hat sie ebenfalls überzeugt. Das Mercure punktet zudem mit einem Wellness- und Spa-Bereich im obersten Stockwerk mit Sauna und Whirlpool.
Es könnte aber auch sein, dass die Schweizer das Gold-Rezept bei den Tschechen abgeschaut haben. Bei ihrer Heim-Weltmeisterschaft in Prag vor zwei Jahren logierten die Spieler im Stages Hotel direkt neben der O2-Arena mit der Aussicht auf jene Stätte, in der sie sich nach zwei Wochen im Final gegen die Schweiz mit dem 2:0-Sieg den Gold-Traum im Heimatland erfüllten. Tag für Tag mussten Tschechiens Hockey-Stars nur die Strasse überqueren, gaben sich volksnah und sogen die euphorisierte Stimmung der sportbegeisterten Landsleute auf. So spielten sie sich schwungvoll zum WM-Titel. Ein perfektes Vorbild für unsere Nati.

