Biasca mit zwei NHL-Stars in der Linie
«Ich traute meinen Augen nicht, als ich sah, mit wem ich spiele»

In seinem ersten WM-Vorbereitungsspiel wurde Attilio Biasca sogleich mit Nico Hischier und Timo Meier aufgestellt. Linienkollegen, die den Fribourg-Stürmer zunächst etwas einschüchterten.
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Attilio Biasca (r.) im Duell gegen den Finnen Janne Kuokkanen.
Foto: SVEN THOMANN

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Attilio Biasca (23) spielt mit NHL-Stars Hischier und Meier für die Nati
  • Fribourg-Stürmer konnte nicht glauben, mit den NHL-Stars im Line-up zu stehen
  • Biasca hofft auf WM-Teilnahme
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Grégory BeaudJournalist

«Als ich meinen Namen zusammen mit ihren an der Tafel sah, musste ich zwei oder dreimal kontrollieren, ob das wirklich ich bin. Ich habe meinen Augen nicht getraut», sagt Attilio Biasca (23) mit einem Lachen. Der Stürmer hatte nicht damit gerechnet, gemeinsam mit Nico Hischier (27) und Timo Meier (29), den beiden NHL-Stars der New Jersey Devils, eine Sturmlinie zu bilden. «Es ist beeindruckend, mit ihnen auf dem Eis zu stehen», sagt er voller Freude. «Wir haben am Mittwoch zusammen trainiert, und ich habe den Eindruck, dass es gut gelaufen ist.»

Selbstverständlich ist das nicht, denn der junge Gottéron-Stürmer musste sich den beiden prominenten Teamkollegen anpassen. Er erläutert dazu: «Das ist eindeutig ein anderes Eishockey. Sie sind individuell extrem stark, und es macht riesigen Spass. Am Anfang hast du da Sterne in den Augen. Aber sobald das Spiel beginnt, konzentrierst du dich nur noch auf deinen Job.»

Noch mehr wagen

Nach der ersten Verwunderung macht Biasca das, was Jan Cadieux (46) von ihm erwartet. «Ich habe ihm einfach gesagt, dass er nicht für Nico und Timo spielen soll, sondern mit ihnen», so der Nati-Trainer. Glaubt Biasca, dass er den ersten Test am Donnerstag im Spiel gegen Finnland (5:4-Sieg nach Penaltyschiessen) bestanden hat? «Ich habe das Gefühl, dass wir noch ein bisschen einfacher spielen können», gibt Biasca zu. «Aber es war ein erstes Spiel, es gab viel Neues, also ist es ein guter Anfang.»

Auf dem Eis ist seine Rolle letztlich simpel. «Nico und Timo brauchen jemanden, der arbeitet und in die Bandenkämpfe geht, um Pucks zu gewinnen», erklärt Biasca. «Ich bringe Energie und Geschwindigkeit mit, kann in ihrem Schatten agieren und ihnen mehr Platz verschaffen. Dabei darf ich aber nicht vergessen, auch an mich zu denken. Ich weiss, dass ich noch mehr wagen muss und keine Angst davor haben darf, Fehler zu machen.»

Cadieux fand das richtige SMS-Timing

Als ob für Biasca die letzten Tage nicht schon besonders genug gewesen wären – nach dem ersten Titelgewinn mit Fribourg und den imposanten Feierlichkeiten in der Meister-Stadt, die kopfstand. Doch Biasca betont, dass er all das hinter sich lassen konnte: «Körperlich habe ich mich im Spiel gut gefühlt, und meine Beine haben auch mitgemacht. Ich war froh, wieder einen Match bestreiten zu können.»

Wann wusste Biasca, dass er die Gottéron-Mannschaftsreise diese Woche nicht wird antreten können und stattdessen in der Nati benötigt wird? «Jan Cadieux hat mir am Freitag eine Nachricht geschrieben, dass er mich am Samstag anrufen würde», erzählt Biasca. Mit einem Lächeln ergänzt er: «Er war klug und hat mir nicht am Donnerstagabend direkt nach dem Titelgewinn geschrieben.» Die Gefahr, dass er die Botschaft des Nati-Trainers verpassen könnte, bestand ohnehin nicht: «Wenn du in die Nati berufen wirst, passiert dir das nicht.»

Nach den Feierlichkeiten im Kampfmodus

Cadieux sagt dazu: «Ich habe so lange wie möglich gewartet, um ihm zu schreiben. Ich weiss, dass man diese besonderen Momente mit einem freien Kopf geniessen sollte.» Zu lange konnte der Nati-Trainer dann aber doch nicht warten: «Ich wollte schon sichergehen, dass er nicht am anderen Ende der Welt ist und mit seinen Teamkollegen dort den Titel feiert, wo er doch eigentlich zu uns stossen sollte.»

WM-Kader und Spiele der Nati

Das Aufgebot für die Heim-WM
Goalies: Sandro Aeschlimann (Davos), Reto Berra (Fribourg), Leonardo Genoni (Zug)
Verteidiger: Tim Berni (Servette), Dominik Egli (Frölunda), Lukas Frick (Davos), Roman Josi (Nashville), Sven Jung (Davos), Dean Kukan (ZSC Lions), Christian Marti (ZSC Lions), Janis Moser (Tampa)
Stürmer: Sven Andrighetto (ZSC Lions), Nicolas Baechler (ZSC Lions), Christoph Bertschy (Fribourg), Attilio Biasca (Fribourg), Nico Hischier (New Jersey), Ken Jäger (Lausanne), Simon Knak (Davos), Denis Malgin (ZSC Lions), Timo Meier (New Jersey), Nino Niederreiter (Winnipeg), Damien Riat (Lausanne), Théo Rochette (Lausanne), Pius Suter (St. Louis), Calvin Thürkauf (Lugano)

Schweizer WM-Spiele (alle in Zürich)
15. Mai: USA – Schweiz 1:3
16. Mai: Schweiz – Lettland 4:2
18. Mai: Deutschland – Schweiz 1:6
20. Mai: Österreich – Schweiz 0:9
21. Mai: Schweiz – Grossbritannien 4:1
23. Mai: Schweiz – Ungarn 9:0
26. Mai: Schweiz – Finnland 4:2
28. Mai: Viertelfinal, Schweiz – Schweden 3:1
30. Mai: Halbfinal, Schweiz – Norwegen 6:0
31. Mai: Final, Schweiz – Finnland 20.20 Uhr

Das Aufgebot für die Heim-WM
Goalies: Sandro Aeschlimann (Davos), Reto Berra (Fribourg), Leonardo Genoni (Zug)
Verteidiger: Tim Berni (Servette), Dominik Egli (Frölunda), Lukas Frick (Davos), Roman Josi (Nashville), Sven Jung (Davos), Dean Kukan (ZSC Lions), Christian Marti (ZSC Lions), Janis Moser (Tampa)
Stürmer: Sven Andrighetto (ZSC Lions), Nicolas Baechler (ZSC Lions), Christoph Bertschy (Fribourg), Attilio Biasca (Fribourg), Nico Hischier (New Jersey), Ken Jäger (Lausanne), Simon Knak (Davos), Denis Malgin (ZSC Lions), Timo Meier (New Jersey), Nino Niederreiter (Winnipeg), Damien Riat (Lausanne), Théo Rochette (Lausanne), Pius Suter (St. Louis), Calvin Thürkauf (Lugano)

Schweizer WM-Spiele (alle in Zürich)
15. Mai: USA – Schweiz 1:3
16. Mai: Schweiz – Lettland 4:2
18. Mai: Deutschland – Schweiz 1:6
20. Mai: Österreich – Schweiz 0:9
21. Mai: Schweiz – Grossbritannien 4:1
23. Mai: Schweiz – Ungarn 9:0
26. Mai: Schweiz – Finnland 4:2
28. Mai: Viertelfinal, Schweiz – Schweden 3:1
30. Mai: Halbfinal, Schweiz – Norwegen 6:0
31. Mai: Final, Schweiz – Finnland 20.20 Uhr

Attilio Biasca hat diese Woche Zeit, um Cadieux zu überzeugen, ihn an die am 15. Mai beginnende WM mitzunehmen. «Es ist etwas Besonderes, die Chance zu bekommen, an der Heim-WM dabei sein zu können. Ich weiss, dass ich hart dafür arbeiten muss, Garantien gibt es keine», sagt er. Den Meistertitel mit Fribourg hat er ausgiebig gefeiert. Aber der Kampf um einen Platz an der Heim-WM hat gerade erst begonnen.

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Eishockey-WM 2026 Gruppe A
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Schweiz
Schweiz
7
32
21
2
Finnland
Finnland
7
20
18
3
Lettland
Lettland
7
7
12
4
USA
USA
7
4
11
5
Deutschland
Deutschland
7
1
10
6
Österreich
Österreich
7
-12
9
7
Ungarn
Ungarn
7
-24
3
8
Großbritannien
Großbritannien
7
-28
0
K.o.-Phase
Abstieg
Gruppe B
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Kanada
Kanada
7
20
20
2
Norwegen
Norwegen
7
11
15
3
Tschechische Republik
Tschechische Republik
7
2
13
4
Schweden
Schweden
7
11
12
5
Slowakei
Slowakei
7
2
11
6
Dänemark
Dänemark
7
-11
6
7
Slowenien
Slowenien
7
-12
6
8
Italien
Italien
7
-23
1
K.o.-Phase
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