«Noch viel schlimmer»
Nati-Stürmer Thürkauf erlöst sich nach Mega-Durststrecke

Auf der Zielgeraden im Kampf um einen Platz im Heim-WM-Team addiert Calvin Thürkauf zu seinen Qualitäten den längst fällig gewesenen Treffer. An sein letztes Tor erinnert sich der Lugano-Captain schon gar nicht mehr.
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Nati-Stürmer Calvin Thürkauf kann wieder lachen: Er beendete eine lange Durststrecke.
Foto: Sven Thomann

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Die Schweiz besiegt in Ängelholm Finnland 5:4 nach Penaltyschiessen
  • Calvin Thürkauf beendet 24-Spiele-Torflaute mit wichtigem Treffer
  • Der Nati- und Lugano-Stürmer will den Schwung auf die Zielgerade mitnehmen
Nicole Vandenbrouck aus Ängelholm

Die Nati führt in diesem Auftakt-Duell der Beijer Hockey Games in Ängelholm (Sd) gegen die hartnäckigen Finnen dreimal, dreimal beissen sich die Finnen zum Ausgleich und zurück ins Spiel. Auch das 4:3 von Calvin Thürkauf zehn Minuten vor Schluss bringt noch nicht die Erlösung für die Schweizer – aber für ihn persönlich.

Der Lugano-Captain überwindet mit diesem Treffer eine unglaubliche Torflaute von 24 Partien. Letztmals einen Puck im Netz versenkt hat Thürkauf Ende Januar in der Meisterschaft beim 7:3-Sieg gegen die Lakers – das weiss er in diesem Moment vor der Kabine nicht aus dem Stegreif. «Ja, mein letztes Tor ist tatsächlich schon eine Weile her», sagt der 28-Jährige kopfschüttelnd, «die Durststrecke ist noch viel schlimmer, wenn man gute Chancen hatte, sie aber nicht nutzte.»

Kampf im Nati-Sturm

Natürlich betont Thürkauf, dass es hauptsächlich ums Team gehe und die persönliche Bilanz nicht wichtiger sei – egal, ob beim Klub oder in der Nati. Ihm ist aber gleichzeitig bewusst, dass er sich auf der Zielgeraden Richtung Heim-WM im Kampf um einen Platz im Nati-Sturm befindet. Seine Rolle ist zwar nicht jene des Goalgetters, Thürkaufs Linie mit Nino Niederreiter und Tyler Moy soll Nadelstiche setzen, Energie und Power in die Offensive bringen und vor allem defensiv solide auftreten. Kann er diese Qualitäten aber noch mit einem Torerfolg unterstreichen, «hilft das sicher im Kampf um den Platz im Team. Daraus möchte ich jetzt Selbstvertrauen tanken und Energie holen für die verbleibenden zwei Spiele.»

Der Anfang dieser WM-Vorbereitung ist für Thürkauf auch aus anderen Gründen herausfordernd. Nach dem frühen Playoff-Aus Ende März nach dem 0:4 in der Viertelfinal-Serie gegen Zürich muss er sich irgendwie fit halten bis zum ersten Camp. «Es war ein Prozess. Nach lockerem Eistraining musste ich mich bei der Nati zuerst wieder reinfinden.» Es ist nun die vierte Vorbereitungswoche für ihn – und die entscheidende.

Die Entscheidung gegen Finnland fällt erst im Penaltyschiessen. Mit Théo Rochette und Tyler Moy sind die gleichen Spieler für den Sieg verantwortlich wie vor vier Tagen gegen Tschechien (1:0 n.P.).

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