Kaderumsturz bei der Nati
Drei Spiele und drei offene Fragen für Jan Cadieux

Nach einer Tabula rasa geht Nati-Trainer Jan Cadieux die letzte Woche der Vorbereitung auf die Heim-WM an. Dabei muss er sich vor allem mit drei Fragen beschäftigen.
Kommentieren

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
Die Zusammenfassung von Blick+-Artikeln ist unseren Nutzern mit Abo vorbehalten. Melde dich bitte an, falls du ein Abo hast.
RMS_Portrait_AUTOR_378.JPG
Marcel AllemannReporter Eishockey

Die schwierige vergangene Nati-Woche auf der Euro Hockey Tour, bei der vor allem die 1:8-Pleite gegen Schweden erschreckte, hat Konsequenzen. Noch massivere als gedacht – Nati-Trainer Jan Cadieux hat einen regelrechten Kaderumsturz vorgenommen. 13 Spieler mussten ihre Heim-WM-Träume begraben und ihre Koffer packen, 13 neue kommen. Diese Woche stehen im Rahmen des letzten Saisontermins der Euro Hockey Tour in Ängelholm (Sd) drei finale WM-Tests gegen Finnland (Donnerstag), Schweden (Samstag) und Tschechien (Sonntag) an. Drei offene Fragen nimmt Cadieux in seine letzte WM-Casting-Runde mit.

1

Wer schliesst die Lücken in der Verteidigung?

Mit NHL-Crack Jonas Siegenthaler, Andrea Glauser und Michael Fora verpassen drei für die Stammformation vorgesehene Verteidiger die WM. Da ist es geradezu ein Segen, dass Janis Moser mit Tampa aus den NHL-Playoffs ausgeschieden ist und für die Nati frei wird. Erwartet werden kann er ab nächster Woche, rechtzeitig zum WM-Startspiel gegen die USA am 15. Mai. Aber es gibt dennoch einige Lücken, die es in der Verteidigung zu schliessen gilt.

WM-Vorbereitung der Nati

Das aktuelle Aufgebot
Goalies: Sandro Aeschlimann (Davos), Reto Berra (Fribourg), Leonardo Genoni (Zug)
Verteidiger: Tim Berni (Servette), Giancarlo Chanton (Servette), Dominik Egli (Frölunda), Lukas Frick (Davos), Fabian Heldner (Lausanne), Roman Josi (Nashville), Sven Jung (Davos), Dean Kukan (ZSC Lions), Christian Marti (ZSC Lions), Simon Seiler (Fribourg)
Stürmer: Sven Andrighetto (ZSC Lions), Nicolas Baechler (ZSC Lions), Christoph Bertschy (Fribourg), Attilio Biasca (Fribourg), Yannick Frehner (Davos), Nico Hischier (New Jersey), Ken Jäger (Lausanne), Simon Knak (Davos), Denis Malgin (ZSC Lions), Timo Meier (New Jersey), Tyler Moy (SCRJ Lakers), Nino Niederreiter (Winnipeg), Damien Riat (Lausanne), Théo Rochette (Lausanne), Pius Suter (St. Louis), Calvin Thürkauf (Lugano)

Spiele
16. April: Slowakei – Schweiz 3:1
17. April: Slowakei – Schweiz 3:4
23. April: Schweiz – Ungarn 6:1
24. April: Schweiz – Ungarn 6:1
30. April: Schweden – Schweiz 8:1
2. Mai: Schweiz – Finnland 3:5
3. Mai: Tschechien – Schweiz 0:1 n.P.
7. Mai: Finnland – Schweiz 15 Uhr in Ängelholm (Euro Hockey Tour)
9. Mai: Schweden – Schweiz 16 Uhr in Ängelholm (Euro Hockey Tour)
10. Mai: Schweiz – Tschechien 12 Uhr in Ängelhom (Euro Hockey Tour)

WM-Start
15. Mai: USA – Schweiz 20.20 Uhr in Zürich

Das aktuelle Aufgebot
Goalies: Sandro Aeschlimann (Davos), Reto Berra (Fribourg), Leonardo Genoni (Zug)
Verteidiger: Tim Berni (Servette), Giancarlo Chanton (Servette), Dominik Egli (Frölunda), Lukas Frick (Davos), Fabian Heldner (Lausanne), Roman Josi (Nashville), Sven Jung (Davos), Dean Kukan (ZSC Lions), Christian Marti (ZSC Lions), Simon Seiler (Fribourg)
Stürmer: Sven Andrighetto (ZSC Lions), Nicolas Baechler (ZSC Lions), Christoph Bertschy (Fribourg), Attilio Biasca (Fribourg), Yannick Frehner (Davos), Nico Hischier (New Jersey), Ken Jäger (Lausanne), Simon Knak (Davos), Denis Malgin (ZSC Lions), Timo Meier (New Jersey), Tyler Moy (SCRJ Lakers), Nino Niederreiter (Winnipeg), Damien Riat (Lausanne), Théo Rochette (Lausanne), Pius Suter (St. Louis), Calvin Thürkauf (Lugano)

Spiele
16. April: Slowakei – Schweiz 3:1
17. April: Slowakei – Schweiz 3:4
23. April: Schweiz – Ungarn 6:1
24. April: Schweiz – Ungarn 6:1
30. April: Schweden – Schweiz 8:1
2. Mai: Schweiz – Finnland 3:5
3. Mai: Tschechien – Schweiz 0:1 n.P.
7. Mai: Finnland – Schweiz 15 Uhr in Ängelholm (Euro Hockey Tour)
9. Mai: Schweden – Schweiz 16 Uhr in Ängelholm (Euro Hockey Tour)
10. Mai: Schweiz – Tschechien 12 Uhr in Ängelhom (Euro Hockey Tour)

WM-Start
15. Mai: USA – Schweiz 20.20 Uhr in Zürich

Roman Josi, Dean Kukan, Christian Marti und wohl auch Tim Berni sind gesetzt. Ebenso hat Dominik Egli gute Karten. Dann wären – wenn Moser kommt – noch zwei Plätze offen, um die sich Sven Jung, Lukas Frick, Fabian Heldner, Giancarlo Chanton und der überraschende Neuling Simon Seiler streiten. David Aebischer, Tobias Geisser, Simon Le Coultre und Romain Loeffel hat Cadieux die Tauglichkeit für die Heim-WM abgesprochen und sie am Montag aus dem Kader aussortiert.

2

Wie weiter mit Théo Rochette?

22 Tore hat Théo Rochette in dieser National-League-Saison erzielt. Damit ist der Lausanne-Stürmer der mit Abstand beste Schweizer Torschütze im Land, doch auf internationalem Parkett tut sich der talentierte Romand schwer. Einerseits damit, sich in den härter geführten Zweikämpfen zu behaupten, aber auch das Produzieren fällt ihm schwer.

1/6
Auf Nati-Trainer Jan Cadieux warten noch einige knifflige Entscheide.
Foto: Claudio de Capitani/freshfocus

In seinen bislang 13 Länderspielen steht gerade mal ein Tor im Testspiel gegen Ungarn zu Buche. Am Sonntag kam immerhin noch ein herrlicher Treffer im Penaltyschiessen gegen Tschechien dazu, welcher der Nati den 1:0-Sieg bescherte. Vielleicht hat dieser Rochette gerettet, der 24-Jährige hat den heftigen Kaderschnitt überstanden.

Ein weiterer Grund dafür dürfte sein, dass es bei den kreativen Plätzen in der Offensive noch einige Fragezeichen gibt. Denn das Comeback von Sven Andrighetto nach dessen Gehirnerschütterung lässt weiter auf sich warten, der ZSC-Leitwolf befindet sich im Wettlauf gegen die Zeit. Angeschlagen ist auch NHL-Stürmer Philipp Kurashev, es stehen weitere medizinische Tests für ihn an. So gesehen könnte Rochette der perfekte Platzhalter sein, der dann zum Handkuss kommt, wenn es mit der WM für Andrighetto und/oder Kurashev nicht klappt.

3

Was bekommt Cadieux von den Neulingen?

Es ist bemerkenswert, dass Cadieux mit Yannick Frehner (28, Davos) und Simon Seiler (29, Fribourg) zwei nicht mehr ganz jungen Neulingen in der Vorwoche des Heim-WM-Starts eine Chance gibt. Es zeigt auch, dass er den aktuellen Formstand hoch gewichtet, denn Energie-Stürmer Frehner und Abräumer Seiler gehörten in den Playoffs zu den herausragenden Spielern – im Final öfter auch direkt gegeneinander.

Frehner und Seiler werden nach dieser für sie unerwarteten Chance auf Wolke sieben schweben, am Dienstag mit viel Enthusiasmus einrücken und könnten mit ihrem Rückenwind auch die Nati bereichern. Zum Spass hat Cadieux die beiden nicht aufgeboten, um ihren effektiven Mehrwert fürs WM-Team unter Beweis zu stellen und ihre Cinderella-Story zu vollenden, bleibt ihnen aber nur wenig Zeit.

Externe Inhalte
Möchtest du diesen und weitere externe Beiträge (z.B. Instagram, X und anderen Plattformen) sehen? Wenn du zustimmst, können Cookies gesetzt und Daten an externe Anbieter übermittelt werden. Dies ermöglicht die Anzeige externer Inhalte sowie von personalisierter Werbung. Deine Entscheidung gilt für die gesamte App und ist jederzeit in den Einstellungen widerrufbar.
Eishockey-WM 2026 Gruppe A
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Österreich
Österreich
0
0
0
1
Finnland
Finnland
0
0
0
1
Deutschland
Deutschland
0
0
0
1
Großbritannien
Großbritannien
0
0
0
1
Ungarn
Ungarn
0
0
0
1
Lettland
Lettland
0
0
0
1
Schweiz
Schweiz
0
0
0
1
USA
USA
0
0
0
Playoffs
Abstieg
Gruppe B
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Kanada
Kanada
0
0
0
1
Tschechische Republik
Tschechische Republik
0
0
0
1
Dänemark
Dänemark
0
0
0
1
Italien
Italien
0
0
0
1
Norwegen
Norwegen
0
0
0
1
Slowakei
Slowakei
0
0
0
1
Slowenien
Slowenien
0
0
0
1
Schweden
Schweden
0
0
0
Playoffs
Abstieg
In diesem Artikel erwähnt
Was sagst du dazu?
Liebe Leserin, Lieber Leser
Der Kommentarbereich von Blick+-Artikeln ist unseren Nutzern mit Abo vorbehalten. Melde dich bitte an, falls du ein Abo hast. Noch kein Blick+-Abo? Finde unsere Angebote hier:
Hast du bereits ein Abo?
Meistgelesen