Darum gehts
- Superstars um Messi und Mbappé dominieren die WM
- Nati spielte starkes Turnier – wer war der Beste?
- Wer schoss das schönste Tor und wer ist die grösste Enttäuschung?
Bester Spieler
Zur Auswahl stehen die ganz grossen Namen: Lionel Messi, Kylian Mbappé, Erling Haaland und Harry Kane. Doch auch andere Spieler wie Jude Bellingham, Ousmane Dembélé oder Mikel Oyarzabal sorgten mit ihren Toren und Vorlagen für Furore. Nicht zu vergessen: Nati-Juwel Johan Manzambi mit seinen drei Toren und zwei Assists oder Michael Olise, der fünf Tore der Franzosen vorbereitet hat. Und auch Verteidiger haben brilliert. Da sind die beiden Nati-Stars Manuel Akanji und Nico Elvedi, aber auch die beiden Spanier Marc Cucurella und Pau Cubarsi, die mitverantwortlich dafür sind, dass die Furia Roja nur ein Tor kassiert hat.
Bester Nati-Spieler
Elvedi, Akanji und Manzambi haben im WM-Zeugnis von Blick die Note 6 bekommen. Von diesem Trio erhielt Verteidiger Elvedi den Stempel des besten Schweizers an der WM, weil er die konstantesten Leistungen zeigte. Allerdings konnten auch Captain Granit Xhaka, Remo Freuler, Dan Ndoye, Ricardo Rodriguez und Gregor Kobel überzeugen. Alle erhielten die Blick-Note 5 und spielten über 360 Minuten. Darüber hinaus nutzte Denis Zakaria seine Chance und überzeugte auf der bislang ungewohnten Rechtsverteidiger-Position.
Bester Goalie
Da muss Gregor Kobel in die Auswahl. Der Nati-Keeper kassiert zwar sechs Gegentore, ist aber des Öfteren der Retter in der Not. Und er hält gegen Kolumbien einen Penalty, wodurch die Schweiz in den Viertelfinal vorstösst. Dann sind da noch Unai Simon (Sp, ein Gegentor in sieben Partien), Mike Maignan (Fr, vier Gegentore in sieben Partien) oder Orjan Nyland (Nor, Penalty-Parade gegen Brasilien), die ihre Länder zum Erfolg führten. Orlando Gill hielt bei der Sensation Paraguays gegen Deutschland zwei Elfmeter, Vozinha sorgte mit sieben Paraden gegen den WM-Finalisten Spanien für das historische 0:0 in der Gruppenphase.
Schönstes Tor
297 Tore sind in den bisherigen 102 Partien der WM gefallen. Darunter gibt es einige Schmuckstücke.
Sidny Lopes Cabral (Tor zum 2:2 im Sechzehntelfinal gegen Argentinien)
Julian Alvarez (Tor zum 2:1 im Viertelfinal gegen die Schweiz)
Wilson Isidor (Tor zum 2:1 im Gruppenspiel gegen Marokko)
Lionel Messi (Tor zum 1:0 im Gruppenspiel gegen Algerien)
Kylian Mbappé (Tor zum 3:1 im Gurppenspiel gegen Senegal)
Bestes Spiel
Auch da gibt es einige Kandidaten. So hatte der 4:2-Sieg der Engländer gegen Kroatien einiges zu bieten. Genauso der 5:1-Sieg der Holländer gegen Schweden. Oder war es das Aufeinandertreffen der Starstürmer Erling Haaland und Kylian Mbappé beim 4:1 der Franzosen? Oder doch das Last-Minute-Drama der Österreicher gegen Algerien (3:3)? Der wilde Ritt zwischen England und Mexiko (3:2) oder die Fast-Sensation von Kap Verde gegen Argentinien (2:3 n.V.)? Ist es vielleicht eines der Penalty-Dramen um Deutschland und Holland oder dann doch der Halbfinal zwischen England und Argentinien?
Grösster Aufreger
Die Begnadigung von US-Stürmer Folarin Balogun sorgte in den letzten Tagen für mächtig Wirbel. US-Präsident Donald Trump und Fifa-Boss Gianni Infantino haben beide bestätigt, dass sie diesbezüglich miteinander telefoniert haben. Aus Schweizer Sicht ist vor allem der WM-Viertelfinal gegen Argentinien bitter, der in der Verlängerung verloren ging – unter anderem auch, weil die Nati nach der Embolo-Schwalbe und dem VAR-Eingriff nur noch mit zehn Mann agierte. Embolo war auch einer von diversen Protagonisten, die von einem Einreise-Puff betroffen waren. Im Gegensatz zu ihm durfte ein somalischer Schiedsrichter gar nicht und die iranische Nationalmannschaft erst kurz vor den Spielen in die USA einreisen. Beim WM-Finalisten Argentinien gibts Theorien um eine angebliche Bevorzugung und das Nagelsmann-Aus bei Deutschland dominierte die Schlagzeilen über Tage hinweg. Und dann sind da natürlich noch die Hydration Breaks.
Grösste Überraschung
Kap Verde hat es – auch dank eines sensationellen 0:0 gegen Spanien – an seiner ersten WM überhaupt direkt in die K.o.-Phase geschafft. Und auch da hat der Inselstaat gegen Argentinien, das nun wie die Furia Roja im WM-Final steht, an einer Sensation geschnuppert. Curaçao schockte Deutschland in Person von FCZ-Profi Livano Comenencia mit dem Ausgleichstor im ersten Gruppenspiel und holte im zweiten gegen Ecuador den ersten WM-Punkt überhaupt. Norwegen war erstmals seit 1998 wieder dabei, warf Brasilien raus und kitzelte im Viertelfinal auch am Coup gegen die Engländer. Die Schweizer Nati schaffte es erstmals seit 1954 unter die letzten Acht und hätte beinahe auch noch Argentinien am Schlafittchen gepackt. Und dass Paraguay Deutschland im Sechzehntelfinal rauswirft, hätten wohl auch die wenigsten gedacht.
Grösste Enttäuschung
Eben diese Deutschen gehören zu den grossen Enttäuschungen des Turniers. Schon in der Gruppenphase gab es gegen die Elfenbeinküste einen mühsamen 2:1-Sieg, gegen Ecuador verlor das DFB-Team sogar. Eine souveräne Gruppenphase spielte Holland, doch im Sechzehntelfinal gegen Marokko war bereits Endstation. Portugal schaffte es nicht, in der Gruppe mit Kolumbien, Usbekistan und der Demokratischen Republik Kongo den 1. Platz zu holen. Legende Cristiano Ronaldo blieb bei seiner letzten WM weitestgehend blass. Brasilien hatte unter Carlo Ancelotti Grosses vor, wurde aber bitter enttäuscht. Bereits im Achtelfinal musste sich die Seleção den Norwegern beugen. Schon in der Gruppenphase endete das Turnier für den zweifachen Weltmeister Uruguay und die Türkei, das in seiner Gruppe mit den USA, Australien und Paraguay eigentlich Favorit war fürs Weiterkommen.
Lustigster Moment
Schon im Eröffnungsspiel zwischen Mexiko und Südafrika gibts für die Fussball-Fans etwas zu schmunzeln. Der brasilianische Schiedsrichter Wilton Pereira Sampaio musste nach einer VAR-Intervention seinen Entscheid über die Stadionlautsprecher verkünden. Allerdings versteht man aufgrund seines Akzentes seine englische Erklärung kaum. Das Bild von Khuliso Mudau, der mit fragendem Blick dasteht, geht um die Welt.
Auch Schiri-Kollege Ivan Barton sorgte für einen viralen Moment. Der Salvadorianer verkündet die Rote Karte gegen Paraguay-Star Miguel Almiron klar und deutlich – sehr deutlich.
Und auch in dieser Kategorie gehören die Norweger dazu. Zusammen mit ihren Anhängern haben sich die Wikinger in die Herzen der Fussball-Herzen gerudert. Dabei spielen Captain Martin Ödegaard und Superstar Erling Haaland auch mal den Taktgeber.
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