«Wenn der DFB nicht mehr will, darf er mir das sagen»
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Nagelsmann über WM-Out:«Wenn der DFB nicht mehr will, darf er mir das sagen»

Nagelsmann fällt tief
Vom Trainer-Wunderkind zum WM-Versager

Nach dem WM-Aus haut ganz Deutschland auf Bundestrainer Julian Nagelsmann ein. Wie das einstige Wunderkind zum Buhmann einer ganzen Nation wurde.
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Mit hängendem Kopf: Julian Nagelsmann und Deutschland verlassen die WM.
Foto: Getty Images
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Björn LindroosRedaktor Sport

Die Deutschen sind gescheitert. Krachend. Im Sechzehntelfinal blamiert sich der viermalige Weltmeister gegen Paraguay und reist schon wieder ohne Sieg in der K.o.-Phase nach Hause.

Während auch die enttäuschenden Superstars ihr Fett wegbekommen, steht in Deutschland vor allem ein Mann in der Kritik: Trainer Julian Nagelsmann (38). Das einstige Wunderkind scheint bei unseren Nachbarn endgültig in Ungnade gefallen zu sein.

Nagelsmanns Stern ging einst bei Hoffenheim auf, wo er 2016 im Alter von 28 Jahren zum jüngsten Bundesliga-Cheftrainer aller Zeiten wurde. Er machte aus den Abstiegskandidaten aus Sinsheim innert dreier Jahre einen Champions-League-Klub.

Bei den Bayern entlassen

Als Belohnung gabs 2019 einen Wechsel zu RB Leipzig. Auch bei den Bullen konnte er überzeugen, woraufhin ihn Bayern München 2021 für eine Ablöse von 20 Millionen Euro zum neuen Trainer machte. Beim Rekordmeister begann es nach einem Meistertitel erstmals zu kriseln. Nagelsmann wurde nach zwei Jahren mitten in der Saison durch Thomas Tuchel (52) ersetzt. Er habe zu wenig aus dem Kader geholt, hiess es von den Bossen.

Mit nur 35 Jahren hatte Nagelsmann bereits den grössten Job im deutschen Fussball hinter sich. Wobei es einen noch grösseren gibt. Und genau diesen erhält er im September 2023: Nagelsmann wird Bundestrainer.

Die Heim-EM als Erfolg

Das Trainer-Wunderkind folgt auf Hansi Flick (61) und soll das zerbrochene Verhältnis zwischen der DFB-Elf und der deutschen Bevölkerung vor der Heim-EM 2024 wiederherstellen. Im ersten Moment sollte dies gelingen, das Heimturnier wird zumindest stimmungstechnisch zu einem kleinen Sommermärchen. Auch wenn bereits im Viertelfinal Schluss ist, glaubt das deutsche Volk nach Jahren wieder an seine Nationalmannschaft.

Gut zwei Jahre später ist alles wieder verflogen. Nach dem peinlichen WM-Aus haben die Deutschen genug von ihrem Trainer-Wunderkind. Dafür ist aber nicht nur die sportliche Leistung verantwortlich, es liegt auch an Nagelsmanns Auftritten neben dem Platz.

Goalie-Theater und Undav-Rätsel

Begonnen hat es bereits vor dem Turnier. Als er aus dem Nichts Manuel Neuer (40) zurück in die Nationalmannschaft holte und Quali-Goalie Oliver Baumann (36) absägte. Dass dieser seinen sicher geglaubten WM-Stammplatz verlor, erfuhr er nicht einmal vom Bundestrainer selbst, sondern aus den Medien.

Und dann wollte Nagelsmann aus unerklärlichen Gründen nicht auf seinen besten Stürmer Deniz Undav (29) setzen. Gemäss «Bild» war sogar die WM-Nominierung des Stuttgarters zwischenzeitlich fraglich, ehe sich Nagelsmann dem öffentlichen Druck beugte.

Und dann wären da noch seine teils fast schon arroganten Presseauftritte. Den letzten Kredit verlor Nagelsmann, als er nach dem Aus am Montag schnippische Antworten im TV-Interview gab und mehr über den strittigen Schiri-Entscheid vor dem vermeintlichen 2:1 sprach als über die eigene Leistung.

Kommunikative Probleme

Auch die Kabine soll der 38-Jährige verloren haben. Gemäss der «Bild» beklagten zahlreiche Spieler die mangelnde Kommunikation des Trainers während und vor dem Turnier. Es habe kaum Einzelgespräche gegeben, und Nagelsmann habe die meiste Zeit mit seinem Staff und Ehefrau Lena verbracht. 

Nach dem WM-Aus steht Deutschland vor vielen offenen Fragen. Die Zeit des Wunderkinds an der DFB-Seitenlinie dürfte aber vorbei sein.

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WM 2026 Gruppe A
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Mexiko
Mexiko
3
6
9
2
Südafrika
Südafrika
3
-1
4
3
Südkorea
Südkorea
3
-1
3
4
Tschechien
Tschechien
3
-4
1
K.o.-Phase
Gruppe B
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Schweiz
Schweiz
3
4
7
2
Kanada
Kanada
3
5
4
3
Bosnien und Herzegowina
Bosnien und Herzegowina
3
-1
4
4
Katar
Katar
3
-8
1
K.o.-Phase
Gruppe C
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Brasilien
Brasilien
3
6
7
2
Marokko
Marokko
3
3
7
3
Schottland
Schottland
3
-3
3
4
Haiti
Haiti
3
-6
0
K.o.-Phase
Gruppe D
Mannschaft
SP
TD
PT
1
USA
USA
3
4
6
2
Australien
Australien
3
0
4
3
Paraguay
Paraguay
3
-2
4
4
Türkei
Türkei
3
-2
3
K.o.-Phase
Gruppe E
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Deutschland
Deutschland
3
6
6
2
Elfenbeinküste
Elfenbeinküste
3
2
6
3
Ecuador
Ecuador
3
0
4
4
Curacao
Curacao
3
-8
1
K.o.-Phase
Gruppe F
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Niederlande
Niederlande
3
6
7
2
Japan
Japan
3
4
5
3
Schweden
Schweden
3
0
4
4
Tunesien
Tunesien
3
-10
0
K.o.-Phase
Gruppe G
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Belgien
Belgien
3
4
5
2
Ägypten
Ägypten
3
2
5
3
Iran
Iran
3
0
3
4
Neuseeland
Neuseeland
3
-6
1
K.o.-Phase
Gruppe H
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Spanien
Spanien
3
5
7
2
Kap Verde
Kap Verde
3
0
3
3
Uruguay
Uruguay
3
-1
2
4
Saudi Arabien
Saudi Arabien
3
-4
2
K.o.-Phase
Gruppe I
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Frankreich
Frankreich
3
8
9
2
Norwegen
Norwegen
3
1
6
3
Senegal
Senegal
3
2
3
4
Irak
Irak
3
-11
0
K.o.-Phase
Gruppe J
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Argentinien
Argentinien
3
7
9
2
Österreich
Österreich
3
0
4
3
Algerien
Algerien
3
-2
4
4
Jordanien
Jordanien
3
-5
0
K.o.-Phase
Gruppe K
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Kolumbien
Kolumbien
3
3
7
2
Portugal
Portugal
3
5
5
3
Demokratische Republik Kongo
Demokratische Republik Kongo
3
1
4
4
Usbekistan
Usbekistan
3
-9
0
K.o.-Phase
Gruppe L
Mannschaft
SP
TD
PT
1
England
England
3
4
7
2
Kroatien
Kroatien
3
0
6
3
Ghana
Ghana
3
0
4
4
Panama
Panama
3
-4
0
K.o.-Phase
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