Der Skandal um die Begnadigung von Folarin Balogun nimmt immer grössere Ausmasse an. Der US-Star wurde im Sechzehntelfinal nach einem Tritt in den Knöchel von Bosniens Tarik Muharemovic vom Platz gestellt und für ein Spiel gesperrt. Am Sonntag folgte dann die Rolle Rückwärts. Die Fifa spricht die Spielsperre auf Bewährung aus, Balogun darf gegen Belgien im Achtelfinal in der Nacht auf Dienstag spielen.
Die Empörung ist enorm. Auch – oder vielleicht vor allem –, weil sich die Politik eingemischt hat. US-Präsident Donald Trump bestätigt dies. Er habe bei Fifa-Präsident Gianni Infantino angerufen und ihn gebeten, die Rote Karte noch einmal zu überprüfen. Auch andere hochrangige Vertreter der US-Regierung sollen laut Medienberichten Lobbyarbeit betrieben.
Gegenüber Journalisten im Weissen Haus sagt der 80-Jährige am Montag: «Ich habe um eine Überprüfung gebeten, weil ich es nicht für ein Foul hielt.» Weiter führte er aus, dass er sich «sehr, sehr gut» mit Sport auskenne und selbst ein «guter Athlet» gewesen sei, widerspricht sich aber wenig später gleich selbst: «Ich wusste nicht, was zur Hölle eine Rote Karte ist, ich dachte, das sei nicht so schlimm. Später lernte ich, dass es eine Sperre bedeutet.
Trump empfand Sperre als «unfair»
Eigentlich sollte er das bereits gewusst haben, den schliesslich hat Infantino Trump vor acht Jahren einen Besuch abgestattet und ihm erklärt, dass der US-Präsident unliebsamen Journalisten die Rote Karte zeigen und sie so aus dem Oval Office werfen könne.
Für Trump sei aber klar gewesen, dass die Sperre gegen Balogun nicht gerecht gewesen wäre: «Das hielt ich für unfair, wenn man einem Team einen der besten Spieler wegnimmt», so Trump. «Einen Spieler für die laufende Partie auszuschliessen sei die eine Sache, aber man kann doch nicht einen Spieler für ein weiteres Spiel bestrafen», findet der US-Präsident.
Weiter führt Trump aus: «Die Fifa ist zum Entschluss gekommen, dass die besten Spieler spielen müssen. Das Spiel wird grossartig werden. Wenn Belgien uns schlägt, können sie wirklich stolz sein. Im anderen Fall – wenn sie uns schlagen – hätte ich gesagt, dass die Wahl manipuliert war, genau wie die Wahl 2020.»
«Referee ist etwas verdächtig»
Er habe die Szene anders wahrgenommen als der «schreckliche Schiedsrichter» Raphael Claus: «Die beiden Spieler sind ineinander gerannt. Man kann den Fuss im Sprint nicht bewusst so genau auf den Fuss eines anderen stellen.» Doch damit hat er nicht genug gegen den Schiedsrichter ausgeteilt: «Der Referee ist etwas verdächtig, wenn man seine Vergangenheit betrachtet. Ich mag das nicht sagen, da ich nicht gerne für Kontroversen sorge, aber er ist sehr verdächtig.» Das seien alles Gründe für seinen Anruf bei Infantino, dessen «Respekt um das Zehnfache angestiegen ist und das, obwohl er schon sehr angesehen war.»
Ganz ohne Selbstinszenierung kommt Trump aber nicht aus: «Ich war derjenige, der die WM und die Olympischen Spiele hierher geholt hat. Wenn es nach Biden gegangen wäre, wäre es anders gekommen. Ich habe ein kleines Stück der WM an Kanada und Mexiko abgegeben.» Er sei aber überrascht gewesen, wie viele Menschen das Turnier auch vor Ort verfolgen: «Ich fragte Gianni: ‹Wird überhaupt jemand kommen?› Und jetzt ist es die erfolgreichste WM jemals.»
Übrigens: Am Montagabend hat sich der Fifa-Boss selbst zu Wort gemeldet. Infantino beteuert weiterhin, dass die Disziplinarkommission unabhängig geurteilt habe. Es ist unter anderem ein Punkt, den der belgische Verband RBFA auf die Palme bringt. Die Belgier werfen der Fifa vor, dass der Weltverband die Aufhebung der Sperre nicht begründet. «Während die RBFA lediglich legitime Erklärungen verlangte, wertete die Fifa diese Nachfrage als Einspruch und sorgte umgehend dafür, dass dieser als unzulässig erklärt wurde. All dies geschah, während die Fifa gleichzeitig die berechtigten Anfragen der RBFA ignorierte.» Die Roten Teufel werden den Einspruch aber weiterziehen – auch wenn die Erfolgschancen verschwindend gering sind.
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Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Mexiko | 3 | 6 | 9 | |
2 | Südafrika | 3 | -1 | 4 | |
3 | Südkorea | 3 | -1 | 3 | |
4 | Tschechien | 3 | -4 | 1 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Schweiz | 3 | 4 | 7 | |
2 | Kanada | 3 | 5 | 4 | |
3 | Bosnien und Herzegowina | 3 | -1 | 4 | |
4 | Katar | 3 | -8 | 1 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Brasilien | 3 | 6 | 7 | |
2 | Marokko | 3 | 3 | 7 | |
3 | Schottland | 3 | -3 | 3 | |
4 | Haiti | 3 | -6 | 0 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | USA | 3 | 4 | 6 | |
2 | Australien | 3 | 0 | 4 | |
3 | Paraguay | 3 | -2 | 4 | |
4 | Türkei | 3 | -2 | 3 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Deutschland | 3 | 6 | 6 | |
2 | Elfenbeinküste | 3 | 2 | 6 | |
3 | Ecuador | 3 | 0 | 4 | |
4 | Curacao | 3 | -8 | 1 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Niederlande | 3 | 6 | 7 | |
2 | Japan | 3 | 4 | 5 | |
3 | Schweden | 3 | 0 | 4 | |
4 | Tunesien | 3 | -10 | 0 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Belgien | 3 | 4 | 5 | |
2 | Ägypten | 3 | 2 | 5 | |
3 | Iran | 3 | 0 | 3 | |
4 | Neuseeland | 3 | -6 | 1 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Spanien | 3 | 5 | 7 | |
2 | Kap Verde | 3 | 0 | 3 | |
3 | Uruguay | 3 | -1 | 2 | |
4 | Saudi Arabien | 3 | -4 | 2 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Frankreich | 3 | 8 | 9 | |
2 | Norwegen | 3 | 1 | 6 | |
3 | Senegal | 3 | 2 | 3 | |
4 | Irak | 3 | -11 | 0 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Argentinien | 3 | 7 | 9 | |
2 | Österreich | 3 | 0 | 4 | |
3 | Algerien | 3 | -2 | 4 | |
4 | Jordanien | 3 | -5 | 0 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Kolumbien | 3 | 3 | 7 | |
2 | Portugal | 3 | 5 | 5 | |
3 | Demokratische Republik Kongo | 3 | 1 | 4 | |
4 | Usbekistan | 3 | -9 | 0 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | England | 3 | 4 | 7 | |
2 | Kroatien | 3 | 0 | 6 | |
3 | Ghana | 3 | 0 | 4 | |
4 | Panama | 3 | -4 | 0 |


