Wäre erster Schiedsrichter seines Landes bei einer WM
Somalischem WM-Schiri wird Einreise in die USA verweigert

Als erster somalischer WM-Schiedsrichter wollte Omar Artan Geschichte schreiben. Nun verweigern ihm die USA trotz eines gültigen Visums die Einreise. Der Grund dürfte darin liegen, dass Somalia auf der US-Einreiseverbotsliste steht.
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Dem somalischen WM-Schiri Omar Artan wird die Einreise in die USA verweigert.
Foto: AFP

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Somalischer Schiri Omar Artan wurde in Miami die US-Einreise verweigert
  • Somalia steht auf Einreiseverbotsliste der Trump-Regierung
  • Artan einer von 52 Fifa-nominierten Schiedsrichtern für die WM
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Davide MalinconicoRedaktor Sport

Die Schweizer Nati hat ihr Einreise-Problem um Breel Embolo mittlerweile lösen können. Andere Teams wie der Iran sind ihre Sorgen mit Blick auf die WM noch nicht los. Nun hat auch ein Schiedsrichter Probleme, in die USA zu reisen: So wurde dem somalischen Schiri Omar Artan (34) die Einreise ins Land verweigert.

Wie ein Vertreter des somalischen Sportministeriums am Montag gegenüber der Nachrichtenagentur AFP erklärt, sei der Unparteiische am Miami International Airport abgewiesen worden. Laut Ciise Aden Abshir (40), dem leitenden Berater des somalischen Ministeriums für Jugend und Sport und ehemaligen Captain der Nationalmannschaft, besitzt Artan eigentlich ein gültiges Visum für die USA.

Somalia steht auf Einreiseverbotsliste

Dass der Referee beim Versuch, in die Staaten zu reisen, dennoch gescheitert ist, dürfte daran liegen, dass Somalia zu jenen Ländern gehört, die auf einer von der Trump-Regierung eingeführten Einreiseverbotsliste steht. «Ich bin sehr, sehr enttäuscht», sagt Artan der «New York Times».

Er sei nur ein Schiedsrichter, der versuche, «seinen Traum zu leben – den grössten Traum meines Lebens.» Artan, der bei seiner Einreise 11 Stunden lang befragt worden sei, habe alle Papiere, die es benötigte, gehabt. Und doch darf er bei der WM nicht pfeifen. Weil es eine Trainingsbasis in Miami gibt, kann Artan auch nicht bei Spielen eingesetzt werden, die in Mexiko und Kanada stattfinden. «Ich glaube, sie haben ein Problem mit meinem Land», so der Somalier.

Gegenüber AFP übte Abshir Kritik: «Ihm die Einreise in die Vereinigten Staaten zu verweigern und ihn daran zu hindern, geplante Spiele zu leiten, schadet nicht nur ihm persönlich, sondern untergräbt auch das Bekenntnis des Fussballs zu Fairness, Leistung und dem Geist des Fairplay.» Artan gehört eigentlich zu den 52 Schiedsrichtern, die von der Fifa für die Endrunde nominiert worden waren. Er wäre damit der erste Schiri seines Landes, der bei einer Fussball-WM Spiele leiten würde, und hätte somit Geschichte geschrieben. Wie Sky berichtet, sei er nun nach Istanbul zurückgeflogen.

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