Startelf wird durchgewirbelt
Darf der «Team-Papi» zum Abschied nochmals ran?

Historisch ist die Thuner Meistersaison schon. Nun gehts darum, eine weitere historische Facette abzuwenden. Zum Schluss wird die Startelf nochmals durcheinandergewirbelt. Hier kommt das Thun-Inside.
Kommentieren
1/5
Bereits verabschiedet: Thuns Dominik Franke. Er dürfte einen letzten Auftritt erhalten.
Foto: Zamir Loshi/freshfocus

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Meister, DJ und bald Bundesliga? So stehts um Trainer Lustrinelli
  • Im Schatten der Meisterfeiern gab es eine Sperrenflut
  • Dominik Franke muss gehen – das sagt er zum Abschied
RMS_Portrait_AUTOR_465.JPG
Simon StrimerReporter & Redaktor Sport

Die News der Woche

Die Meisterfeierlichkeiten in Thun überstrahlen alles. Am Donnerstag die Pokalübergabe im Stadion, am Freitag die Meisterparade mit LKW in die Stadt. Trainer Mauro Lustrinelli am DJ-Pult als einer der Höhepunkte. Während in Thun gefeiert wird, machen in Deutschland immer mehr Lustrinelli-Gerüchte die Runde. Der Meistermacher ist in der Bundesliga heiss begehrt. Union Berlin ist dabei der Top-Kandidat.

Die grosse Frage

Wen kann Lustrinelli-Stellvertreter Yves Zahnd (40) überhaupt noch aufstellen? Nicht nur Meistertrainer Lustrinelli ist gesperrt. Was im Trubel der vielen Feiern ebenfalls fast untergegangen ist: Auch Captain Bürki, Abwehrmann Bamert, Mittelfeld-Leader Bertone und Meistergoalie Steffen haben sich eine Sperre eingehandelt. Es sind vier Leaderfiguren, die es für das Abschlussspiel erwischt hat. Bürki wird sogar einen beträchtlichen Teil des Saisonstarts im Sommer verpassen. Und Verteidiger Montolio fehlt mit seinem Kreuzbandriss verletzt. Besonders in der Innenverteidigung muss vor dem Gang in die Ferien improvisiert werden.

Gesagt ist gesagt

«Feiern wir in diese Nacht hinein. Lassen wir es krachen. Und am Sonntag schlagen wir diese St. Galler.» Das sagt Michael Heule spätabends am Freitag mitten in den Feierlichkeiten in der Thuner Innenstadt – natürlich im St. Galler Dialekt. Er ist in Thun in nur einer Saison zu einem Publikumsliebling geworden. Wenn sein Name fällt, jubeln die Fans noch etwas lauter als bei anderen.

Mögliche Aufstellung

Spycher; Fehr, Roth, Franke, Heule; Rupp, Käit; Imeri, Matoshi; Ibayi, Rastoder.

Wer fehlt?

Lustrinelli (Trainer, gesperrt), Bamert, Bertone, Bürki, Steffen (alle gesperrt), Montolio, Ziswiler (beide verletzt).

Neben dem Platz

Genis Montolio (29) hat die letzten Feierlichkeiten in Thun nach seinem bitter-süssen Saisonende mit Kreuzbandriss und Meistertitel nicht mehr in der Schweiz erlebt. Der Spanier fieberte aus seiner Heimat in Barcelona mit – postete fleissig Bilder, wie er mit den Mitspielern mitfiebert. Und er war an der Meisterfeier doch irgendwie präsent. Die Spieler erwähnten ihn auf der Bühne in der Innenstadt immer wieder – zusammen mit den Fans stimmten sie Gesänge für ihren Abwehr-Terrier an.

Hast du gewusst, dass ...

... Thun aufpassen muss, nicht nochmals Geschichte zu schreiben? Verlieren die Berner Oberländer zum Abschluss in St. Gallen, hätte der Meister das Kunststück geschafft, in der Meisterrunde keinen einzigen Punkt zu holen. Das wäre neben dem Sensationstitel vom Aufsteiger zum Meister dann wohl ebenfalls über Jahrzehnte historisch.

Aufgepasst auf

Dominik Franke (27). Die Zeit von einem der grössten Teamplayer in Thun endet mit dem Spiel am Sonntag. Der Vertrag des deutschen Verteidigers läuft aus und wird nicht verlängert. Wäre er gerne geblieben? «Ja klar, aber im Fussball ist man sich bewusst, dass man manchmal an neuen Orten die Zelte aufschlagen muss. Ich bin einfach dankbar für die Zeit hier», sagt er im Rahmen der Meisterparade zu Blick. Und zum Thema Teamplayer? «Ich bin der Papa vom Team. Nein, Spass beiseite, aber ich organisiere einfach sehr gerne Dinge für das Team.» Weil mehr als die halbe Abwehr für das Spiel in St. Gallen gesperrt oder verletzt fehlt, könnte er eine Abschiedspartie erhalten.

Die Klassenbesten

Blick-Notenschnitt nach 37 Runden:

  1. Bertone 4,6
  2. Montolio 4,5
  3. Rastoder 4,4

Hier gehts zu allen Thuner Noten.

Der Schiedsrichter

Johannes von Mandach.

VAR: Michèle Schmölzer.

Der Gegner

Witzige Aktion von Espen-Captain Lukas Görtler. Der Deutsche beschenkt vor dem Cupfinal einen speziellen «Fan» – niemand Geringeres als Sion-Sportchef Barthélémy Constantin. Hier gehts zum FCSG-Inside.

38

Runde

Sa., FCZ – Servette 0:2
Sa., Winterthur – Luzern 0:3
Sa., Lausanne – GC 1:3
So., YB – Sion, 16.30 Uhr
So., St. Gallen – Thun, 16.30 Uhr
So., Lugano – Basel, 16.30 Uhr

Brack Super League 25/26 - Meisterrunde
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
37
28
74
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
37
25
69
3
FC Lugano
FC Lugano
37
13
64
4
FC Sion
FC Sion
37
23
62
5
FC Basel
FC Basel
37
1
56
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
37
11
54
Champions League-Qualifikation
Conference League Qualifikation
Brack Super League 25/26 - Relegationsrunde
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Luzern
FC Luzern
38
10
53
2
Servette FC
Servette FC
38
8
53
3
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
38
-14
42
4
FC Zürich
FC Zürich
38
-23
38
5
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
38
-26
33
6
FC Winterthur
FC Winterthur
38
-56
23
Relegation Play-Offs
Abstieg
In diesem Artikel erwähnt
Was sagst du dazu?
Meistgelesen