Darum gehts
- Peter Zeidler kehrt mit GC ins leere Stadion Lausanne zurück
- GC schonte komplette Stammelf, jüngste Startelf der Super League
- Nur 48 Stunden Pause bis zum Barrage-Hinspiel gegen Aarau
Natürlich ist es für Peter Zeidler (63) ein besonderes Spiel. Erst Mitte April wurde der heute GC-Trainer in Lausanne entlassen. Am Samstag kehrte er mit den vor der Barrage zitternden Hoppers (oder zumindest einem Teil davon) an seine alte Wirkungsstätte zurück. «Natürlich kann ich nicht sagen, dass es hier wie überall ist. Aber das Spiel wäre für mich noch einmal spezieller gewesen, wenn die Zuschauer im Stadion gewesen wären», sagt Zeidler nach dem Geisterspiel im Waadtland, bei dem die Zürcher ihre gesamte Stammelf schonen.
So kommt es für Zeidler zwar nicht zum ganz grossen Wiedersehen, dafür feiert er im dritten Spiel als GC-Coach den zweiten Sieg. Und hat damit als Trainer der Hoppers bereits gleich viele Siege im Stade de la Tuilière eingefahren, wie ihm mit Lausanne seit Ende November gelungen sind ...
Captain Marques hat nur 48 Stunden Pause
Doch statt auf seine persönliche Rückkehr oder unschmeichelhafte Statistiken will Zeidler seinen Fokus lieber auf das Barrage-Hinspiel am Montagabend legen. 48 Stunden bleiben zwischen dem Abpfiff in Lausanne und dem Anpfiff in Aarau. Darum reisen die Hoppers mit der jüngsten Startelf der Super-League-Geschichte ins Waadtland. Die gesamte Startelf des Duells gegen Winterthur (3:2) bleibt zu Hause. Mit Samuel Marques (21) steht dort nur ein einziger GC-Spieler auf dem Platz, der in den beiden Super-League-Spielen zuvor zum Einsatz gekommen ist.
«Das war eine grosse Chance für gewisse Spieler, sich noch einmal zu zeigen. Aber der Sieg gibt auch den Spielern, die zu Hause geblieben sind, ein gutes Gefühl. Sie wissen, dass man auch auf die Spieler auf der Bank zählen kann», erklärt Marques, der gegen Lausanne sogar die Captainbinde tragen durfte. Der Aussenbahnspieler ist einer der wenigen jungen GC-Spieler, der auch in der Barrage wieder zum Einsatz kommen könnte. «Er hat 90 Minuten gespielt. Darum müssen wir ihn jetzt ins Eisbad packen und ihn gut essen und schlafen lassen, damit er am Montag spielen kann», so Zeidler.
Abrashi geht mit Stammspielern joggen
Um solche Regenerationsmassnahmen kommen die in Zürich gebliebenen Stammspieler herum. Statt der fast dreistündigen Carfahrt stand am Samstagvormittag eine kurze Laufeinheit auf dem Programm – unter der Regie von Captain Amir Abrashi (36). «Wir haben uns schon überlegt, ein Staff-Mitglied für das Training abzustellen. Aber ich wollte, dass wir alle zusammen nach Lausanne fahren», erklärt Zeidler diese ungewöhnliche Massnahme. «Amir hat die Persönlichkeit und die Ausstrahlung, damit ein solches Training genau gleich durchgeführt werden kann, wie wenn ein Assistenztrainer dabei wäre.»
Das Abschlusstraining am Sonntag wird der GC-Cheftrainer aber wieder selbst leiten, bevor es am Montag schon früh nach Aarau geht. «Wir werden wahrscheinlich ein Tageshotel nehmen», so Zeidler, der die wenigen verbleibenden Stunden bis zum Barrage-Spiel so optimal nutzen will. Schliesslich geht es für sein Team nicht nur um den Verbleib in der Super League. Sondern auch um eine weitere Rückkehr nach Lausanne in der kommenden Saison.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 37 | 28 | 74 | |
2 | FC St. Gallen | 37 | 25 | 69 | |
3 | FC Lugano | 37 | 13 | 64 | |
4 | FC Sion | 37 | 23 | 62 | |
5 | FC Basel | 37 | 1 | 56 | |
6 | BSC Young Boys | 37 | 11 | 54 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Luzern | 38 | 10 | 53 | |
2 | Servette FC | 38 | 8 | 53 | |
3 | FC Lausanne-Sport | 38 | -14 | 42 | |
4 | FC Zürich | 38 | -23 | 38 | |
5 | Grasshopper Club Zürich | 38 | -26 | 33 | |
6 | FC Winterthur | 38 | -56 | 23 |

