Reglementsanpassung geplant
SFL kritisiert U21-Einsatz von GC gegen Lausanne

GC tritt in Lausanne mit einer U21-Auswahl an, um Kräfte für die Barrage zu sparen und sagt dafür ein 1.-Liga-Spiel ab. Das Verhalten sorgt für Ärger und ruft Kritik bei der Swiss Football League hervor.
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GC sorgt mit «unsportlichem Verhalten» für Ärger.
Foto: Pius Koller
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Manuela BiglerRedaktorin Sport-Desk & Respeakerin

GC gewinnt das Super-League-Spiel in Lausanne überraschend 3:1 – tritt dabei aber mit einer Juniorentruppe an. Denn um die Stammspieler für die Barrage-Partien gegen Aarau zu schonen, setzten die Zürcher grösstenteils U21-Spieler ein. Dafür sagt GC kurzerhand das 1.-Liga-Spiel gegen Courtételle ab und nimmt eine 0:3-Forfait-Niederlage in Kauf. Mit diesem Vorgehen sorgen die Hoppers für mächtig Ärger beim U21-Gegner aus dem Jura sowie Barrage-Gegner Aarau.

Am Samstagabend gibt schliesslich auch die Swiss Football League (SFL) ein Statement ab und übt dabei deutliche Kritik am Vorgehen GCs. «Dass das U21-Team des Klubs nicht zu einem Meisterschaftsspiel der 1. Liga Classic antritt, weil zahlreiche Nachwuchsspieler im Meisterschaftsspiel der Brack Super League gegen den FC Lausanne-Sport eingesetzt werden, ist aus Sicht der SFL mit dem Fairplay-Gedanken und der Verantwortung eines professionellen Klubs schlecht vereinbar», schreibt die SFL in der Mitteilung.

SFL will Reglement anpassen

Die sportliche Freiheit bei der Kaderplanung dürfe nicht dazu führen, dass ein anderes Team desselben Klubs ein angesetztes Meisterschaftsspiel nicht bestreiten kann. Insbesondere kritisiert die SFL auch, dass das Nichtantreten der U21 GCs Auswirkungen auf die sportlichen Entscheidungen in der 1. Liga habe. Hintergrund: GC-Gegner Cortételle befindet sich gegen Langenthal im Aufstiegs-Duell und erhält nun aufgrund der Forfait-Niederlage für GC «Gratispunkte».

«Damit wird die Integrität eines laufenden Wettbewerbs tangiert. Die SFL erachtet dieses Vorgehen als unsportlich», so das Fazit der Liga. Wie die SFL schreibt, will sie aktiv auf das unsportliche Verhalten GCs reagieren und an einer ausserordentlichen Generalversammlung am kommenden Montag eine Reglementsänderung vorschlagen. 

«Diese soll die Klubs verpflichten, in jedem Meisterschaftsspiel eine Mannschaft einzusetzen, die der sportlichen Leistungsfähigkeit des Klubs entspricht. Der absichtliche Einsatz eines offensichtlich massiv geschwächten Teams soll künftig unabhängig von der Motivation des Klubs disziplinarisch sanktioniert werden können», erhofft sich die SFL mit der Änderung, ein solches unsportliches Verhalten zukünftig zu vermeiden.

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