Altersrekord gebrochen
GC-Juniorentruppe überrascht in Lausanne

Von den elf Spielern, die am Dienstag beim Sieg gegen Winterthur in der Startelf standen, steht heute keiner im GC-Kader. Trotzdem reicht es in Lausanne für drei Punkte.
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Die GC-B-Elf gewinnt überraschend in Lausanne.
Foto: Fabrice De Gasperis/freshfocus

Das Spiel

Da wechselt GC-Coach Peter Zeidler die Startelf komplett durch (siehe «Das gab zu reden»), schickt unter anderem vier Debütanten ins Rennen – und plötzlich funktioniert es? Die Hoppers-B-Elf gewinnt das bedeutungslose Auswärtsspiel in Lausanne überraschend mit 3:1.

Die Partie versetzt die Zuschauer zurück in die Corona-Zeit: Weil keine Fans zugelassen sind (siehe «Die Fans»), hört man im Stade de la Tuilière jeden Schrei auf dem Lausanner Kunstrasen. Eine Atmosphäre, mit der die zahlreichen U21-Spieler natürlich bestens vertraut sind.

Dass die Zürcher als Sieger vom Platz gehen, hat aber – trotz ansprechender Leistung der Youngsters – vor allem mit Lausanner Unvermögen zu tun. Die Hausherren erspielen sich von Anfang an beste Chancen, sündigen aber reihenweise im Abschluss. Nicolas Glaus hält in seinem ersten Spiel mehrfach glänzend, und wenn er mal geschlagen ist, bringt einer seiner Vorderleute den Fuss noch an den Ball.

Die Lausanner erspielen sich Abschlüsse, die statistisch für 2,48 Tore reichen müssten (xG), bringen aber nur ein einziges zustande. In der Schlussphase schwächt Theo Bair sein Team zusätzlich, indem er wegen einer Schwalbe und eines Fouls die Gelb-Rote Karte sieht. So feiert Zeidler zwei Tage vor der Barrage einen Sieg gegen seinen Ex-Klub, bei dem er Mitte April entlassen wurde.

Die Tore

14. Minute, Dominik Papic, 0:1. Die GC-B-Elf jubelt früh. Der 18-jährige Dominik Papic schlenzt den Ball in der 73. Super-League-Minute seiner Karriere aus rund 18 Metern gekonnt in die rechte untere Ecke.

39. Minute, Demis Fiechter, 0:2. In der Schlussphase der ersten Halbzeit trifft noch ein weiterer U21-Spieler: Super-League-Debütant Fiechter trifft von links aus spitzem Winkel perfekt per Lupfer über Lausanne-Goalie Karlo Letica. Die Vermutung liegt nahe, dass der Youngster eigentlich eine Flanke beabsichtigt hat.

87. Minute, Gaoussou Diakité, 1:2. Die Salzburg-Leihgabe verabschiedet sich mit einem sehenswerten Tor per direktem Freistoss aus Lausanne.

90. + 1. Minute, Christian Kouam, 1:3. Nach einer Ecke findet der kurz zuvor eingewechselte Nahom Tesfom seinen Teamkollegen im Strafraum. Dieser kontrolliert den Ball stark und trifft aus der Drehung zur Entscheidung. Auch Kouam trifft also bei seinem Super-League-Debüt.

Der Beste

Dominik Papic. Erzielt zwei Tage nach seinem 18. Geburtstag seinen ersten Super-League-Treffer. Nachträglich doppelte Glückwünsche!

Der Schlechteste

Omar Janneh. Lausannes sonst so eiskalter Topskorer lässt vier (!) Grosschancen liegen.

Das gab zu reden

Weil 48 Stunden nach Abpfiff der Partie in Lausanne bereits das Barrage-Hinspiel in Aarau auf dem Programm steht, lässt GC-Trainer Peter Zeidler sämtliche Stammspieler zu Hause. Von den 13 Profis, die unter der Woche beim kapitalen Sieg gegen Winterthur (3:2) auf dem Platz standen, ist Samuel Marques der einzige Hopper, der im Kader steht. Der trägt gleich auch noch die Captainbinde. Das Durchschnittsalter der GC-Startelf, die mit zahlreichen U21-Spielern gespickt ist: 20 Jahre und elf Monate. Super-League-Rekord.

Für das Spiel der U21 gegen den FC Courtételle in der 1. Liga hat GC freiwillig Forfait gegeben und den Gegner damit sehr verärgert.

Die Fans

Nachdem es unter der Woche im Rahmen des Genfersee-Derbys in Genf zu Ausschreitungen gekommen ist, haben die Waadtländer Behörden Lausanne zum Saisonabschluss zu einem Geisterspiel verdonnert.

Die Schiris

Alessandro Dudic schickt Lausanne-Joker Bair eine Viertelstunde vor Schluss mit Gelb-Rot vom Platz. Die erste Verwarnung kassiert der Kanadier für eine vermeintliche Schwalbe im Strafraum, die zweite für seinen Armeinsatz im Zweikampf. Einzeln betrachtet gehen beide Gelbe Karten in Ordnung. In der Gesamtbetrachtung ist es aber ein sehr strenger Entscheid. VAR Déborah Anex bleibt ohne Einsatz.

So gehts weiter

Für GC gehts Schlag auf Schlag: Am Montag kommt es im Aarauer Brügglifeld zum Barrage-Hinspiel (20.15 Uhr). Der Kampf um den Ligaerhalt geht dann am Donnerstag im Rückspiel im Letzigrund in die letzte Runde (20.15 Uhr). Die Lausanner dürfen in die Ferien.

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Brack Super League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Lugano
FC Lugano
9
20
25
2
BSC Young Boys
BSC Young Boys
9
13
19
3
FC Sion
FC Sion
9
9
19
4
FC Basel
FC Basel
9
0
13
5
FC St. Gallen
FC St. Gallen
9
-3
13
6
FC Luzern
FC Luzern
9
-1
12
7
FC Zürich
FC Zürich
9
-6
11
8
Servette FC
Servette FC
9
-2
10
9
FC Thun
FC Thun
9
-8
10
10
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
9
-11
8
11
FC Vaduz
FC Vaduz
9
-3
6
12
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
9
-8
6
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