Darum gehts
- GC verstärkt Kader mit Rückkehrern von Moos, Morandi und dem Albaner Pllana
- Captain Abrashi sieht Verpflichtung als letzte Chance für eine Karriere-Neulancierung
- GC will Abstiegskampf vermeiden: Am 30. August gehts in Vaduz um ganz viel
Gleich dreimal schneit eine GC-Medienmitteilung in die nationalen Redaktionsstuben, die einen ähnlichen Inhalt hat: Die Vermeldung eines Zuzuges, um das in Sachen Erfahrung ungenügende Kader zu komplettieren. «Du kennst nicht alle – oder», sagt GC-Legende Amir Abrashi lachend, als seine Jungs nach der 5:0-Pflichterfüllung im Cup beim Zweitligisten Regensdorf den Gang zurück in die Kabine antreten. Er hat Recht. Mit den beiden Rückkehrern Julian von Moos (25), der zuletzt an Luzern ausgeliehen gewesen war, und Giotto Morandi (27), der von Servette kommt, sowie dem albanischen Nationalspieler Bujar Pllana (24), dessen letzter Klub Lech Danzig war, ändert sich das nun.
Morandi/Von Moos: Letzte Chance, die Karriere neu zu lancieren
«Wir freuen uns riesig auf sie», sagt Trainer Peter Zeidler. «Der eine ist 25, der andere 27. Die haben also schon was erlebt. Und sie haben eine jahrelange GC-Vergangenheit, die wir jetzt wieder aufleben lassen wollen. Aber es gilt zuerst einiges aufzuholen, denn sie waren bei Servette nicht wirklich im Rhythmus.» Das werde nicht eine Sache von Tagen sein, aber von Wochen, dass die zwei Jungs helfen können, so der gutgelaunte GC-Coach inmitten eines Rudels junger GC-Fans weiter.
Abrashi kommentiert das so: «Ich bin definitiv froh, dass sie kommen. Ich war ja immer zuversichtlich, dass in Sachen Transfers noch etwas läuft, denn ich habe vollstes Vertrauen in Präsident Ludovic Deléchat. Wir wissen, dass wir keine einfache Saison haben werden. Deshalb brauchen wir jede Verstärkung.» Und noch etwas tönt das Urgestein an. Nämlich den Fakt, dass es für die beiden Offensivspieler mit GC-Vergangenheit auch so etwas wie die letzte Chance sein dürfte, ihre Karrieren neu zu lancieren. Deshalb müssten sie performen.
Keine Lust auf eine vierte Barrage
Und weil GC wegen der Conference-League-Playoffs von Sion, dem eigentlich am nächsten Weekend als Gegner vorgesehenen Team, nun spielfrei ist, hat Zeidler schon mal zwei Wochen Zeit, die Mannschaft neu aufzustellen. Pllana hat in Regensdorf bereits eine 45-minütige Premiere in Halbzeit zwei hingelegt. «Es ist nochmal eine neue Vorbereitung», so Zeidler. «Wir haben zwei Wochen bis zum Vaduz-Match. Da gilt es, die Neuen zu integrieren. Da fangen wir gleich am Sonntag damit an.»
Abrashi geht nach dem ersten Sieg in der neuen Spielzeit sogar einen Schritt weiter: «Jetzt legen wir erst richtig los, definitiv!» Mit dem klaren Ziel, diesmal nicht wie die drei letzten Saisons bis zur letzten Sekunde gegen den Abstieg kämpfen zu müssen. Die haben je alle in der Barrage geendet. «Dazu müssen wir jetzt sofort mit Punkten beginnen.» Die erste grosse Gelegenheit ist die nächste, wenn es am 30. August in den Rheinpark geht, zum punktelosen Tabellenletzten. Was GC dort erwartet, zeigt Abrashi mit einer einzigen, kleinen Geste: einem Messer am Hals
