Sehr unterschiedliche Chancen
Das sind die Europacup-Gegner der Super-League-Teams

Gleich vier Mannschaften aus der Super League spielen um den Einzug in eine europäische Gruppenphase. Blick zeigt die Gegner und sagt, für wen es sehr schwer wird.
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Trifft mit Ajax Amsterdam auf den FC Sion: Julian Brandt (l.), einstiger deutscher Nationalspieler.
Foto: IMAGO/DeFodi Images

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Thun hat eine Gruppenphase auf sicher, kennt aber seinen Gegner nicht
  • Sions Gegner heisst Ajax Amsterdam, eine Ikone des Weltfussballs
  • In der nächsten Runde der Super League werden drei von sechs Spielen verschoben
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Florian RazReporter Fussball

Sion: Ajax Amsterdam (Conference League)

Man kann den Gegner des FC Sion aus zwei Blickwinkeln betrachten. Entweder als grosses Los, weil ein ikonischer Verein des Weltfussballs ins Wallis kommt. Oder als schier unüberwindbare Hürde auf dem Weg in eine Gruppenphase.

Ajax Amsterdam ist mit 36 Titeln Hollands Rekordmeister. Der Klub hat viermal die Champions League oder den Vorgängerwettbewerb gewonnen. Hier wurde der «totale Fussball» erfunden, der den Grundstein für den Weltmeisterfussball der Spanier darstellt.

Hier flog Johan Cruyff mit der legendären Nummer 14 über den Platz. Hier spielten reihenweise fantastische Spieler wie Marco van Basten, Ronald Koeman, Edgar Davids, die de-Boer-Brüder, Edwin van der Sar und, und, und.

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Der letzte Meistertitel ist zwar schon vier Jahre her – und damit aus Ajax-Fansicht eine Ewigkeit. Aber der Start in die Saison macht Hoffnung. Zuletzt haben die deutschen Ex-Nationalspieler Julian Brandt (30) und Marc-André ter Stegen (34) ein gelungenes Debüt gefeiert. Mit dem belgischen Flügel Mika Godts (21) hat ein Spieler den gleichen Marktwert wie alle Spieler des FC Sion zusammen (33 Millionen Franken).

Chancen auf ein Sittener Weiterkommen: 25 Prozent.

St. Gallen: Nordsjaelland (Conference League)

Der letzte Gegner der St. Galler vor dem Einzug in die Conference League kommt aus Dänemark. Der FC Nordsjaelland hat sich einst ähnlich wie der heutige FCSG als Verein mit starker lokaler Verankerung versucht. Nach turbulenten Jahren gehört der Klub inzwischen aber der Mansour Group, einer der grössten Firmen Ägyptens.

Zum Konstrukt gehört neben Nordsjaelland der TUT FC in Ägypten, der San Diego FC in den USA und die Right to Dream Academy in Ghana. Diese Kooperation hat in diesem Sommer für den Rekordtransfer gesorgt. Mittelfeldspieler Caleb Yirenkyi (20) kam von der Dream Academy nach Dänemark. Und wurde in diesem Sommer für 25 Millionen Franken an Coventry City in die Premier League weiterverkauft.

Von diesem Geld hat Nordsjealland immerhin fünf Millionen in Stürmer Alexander Lind (24) und Flügelspieler Ibrahim Adel reinvestiert.

In der dänischen Liga erreichte Nordsjaelland 2023 den zweiten Platz. Ansonsten pendelt das Team im Schnitt zwischen den Plätzen sechs und vier hin und her.

Chancen auf ein St. Galler Weiterkommen: 50 Prozent.

Lugano: Maccabi Tel Aviv (Conference League)

Maccabi ist als Verlierer in die Playoffs zur Conference League gerutscht. In der Europa League war ZSKA Sofia ein zu starker Gegner. Trotzdem sollten die Tessiner den Gegner nicht unterschätzen. Immerhin haben die Israeli in einer früheren Runde Sheriff Tiraspol mit dem Gesamtscore von 6:0 bezwungen.

Ausserdem hat Lugano bislang eine miserable Bilanz gegen Teams aus Israel. 2017 und 2022 versuchten sich die Tessiner zweimal in europäischen Qualifikationen gegen Hapoel Beer Sheva und schieden zweimal aus.

Das Auswärtsspiel wird zu einer anstrengenden Sache. Wegen der unsicheren Lage in Israel darf Maccabi sein Heimspiel nicht in Tel Aviv austragen. Die Partie findet stattdessen im georgischen Batumi an der Schwarzmeerküste statt. Lockere 2600 Kilometer Luftlinie von Lugano entfernt.

Bei Maccabi ist ein Spieler im Kader, der in der Schweiz bekannt ist: Innenverteidiger Mohamed Camara (28) stand von 2018 bis 2025 bei 193 Matches für die Young Boys auf dem Platz.

Chancen auf ein Tessiner Weiterkommen: 75 Prozent.

Thun: Lech Posen oder Klaksvik (Europa League)

Der letzte Gegner des FC Thun auf dem Weg in die Europa League wird erst am Freitagabend bekannt. Grund: Lech Posen konnte wegen Wetterturbulenzen erst am Donnerstag auf die Färöer Inseln reisen. Der Flug aus Polen wurde zunächst ins norwegische Bergen umgeleitet.

Das Rückspiel gegen Klaksvik wurde deswegen um einen Tag verschoben. Die Polen aus Posnan versuchen, eine 1:0-Führung aus dem Heimspiel zu verteidigen. Sie sind zuletzt in der Qualifikation zur Champions League dramatisch gescheitert. Nach einem 4:1-Auswärtssieg bei Aarhus verlor Posen zu Hause mit demselben Resultat und schied im Penaltyschiessen aus.

Chancen auf ein Thuner weiterkommen: offen.

Spielverschiebungen in der Super League

Fünf Teams in den Playoffs: Das bedeutet für die Super League, dass am nächsten Spieltag gleich drei von sechs Partien ausfallen. Am Samstag Thun gegen Servette. Und am Sonntag Lugano – St. Gallen und GC – Sion.

Seit drei Jahren dürfen Schweizer Vereine Spielverschiebungen beantragen, wenn sie in den europäischen Playoffs stehen. Alle vier Klubs haben eine solche Verschiebung beantragt.

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