Darum gehts
- EVZ-Star Tomas Tatar wird am 25. Dezember erstmals Vater
- Er spielte trotz Wehen seiner Frau am 23. Dezember
- Töchterchen Thia war bei der Geburt 50 cm gross und 3460 Gramm schwer
Die Geburt des ersten Kindes von Zugs Tomas Tatar (35) und seiner Frau Veronika ist längst überfällig gewesen. Bereits in den zwei Wochen vor den Festtagen trägt der EVZ-Physio das Handy des Slowaken auf der Spielerbank bei sich, um ihm sofort Bescheid geben zu können, wenns losgeht. Doch das Baby lässt auf sich warten.
Am Morgen des letzten Spieltages, den 23. Dezember, benachrichtigt Tatar seinen Trainer, dass er mit seiner Frau ins Spital fährt, betont aber, dass er am Abend gegen Davos auflaufen möchte. Michael Liniger hätte auch Verständnis gehabt, wenn sich sein Stürmer dagegen entschieden hätte. «Die ersten Wehen setzten bei Veronika noch vor dem Match ein. Doch es waren leichte und wir wussten, dass wir noch Zeit haben, und sie war so lieb, mich gehen zu lassen», verrät Tatar vor wenigen Tagen erstmals. Er spielt, verbucht einen Assist beim 3:2-Penaltysieg – und eilt nur Minuten danach aus der Garderobe.
Wie die Geschichte des Weihnachtsbabys danach weiterging, erzählt der EVZ-Star nach den ersten Partien im Januar. Denn: Das Licht der Welt erblickt hat es erst in der Nacht auf den 25. Dezember. «Es waren zwei intensive Tage», blickt der Nationalspieler lächelnd zurück. Er pendelt zwischen Krankenhaus und dem Zuhause, weil er sich dort noch um den kleinen Familienhund kümmern muss.
«Meine Frau ist eine Kämpferin»
Dann ist es endlich so weit, «das Warten auf das Wunder hat sich gelohnt». Das Wunder hat einen Namen: Thia. 50 Zentimeter gross und 3460 Gramm ist das Töchterchen bei seiner Geburt. «Es ist ein Phänomen», so Tatar, «mir fehlen die Worte, um die Geburt zu beschreiben. Meine Frau ist eine Kämpferin, hat das stark gemeistert.» An den freien Festtagen erholen sich die frischgebackenen Eltern, die in den ersten zwei Wochen von Tatars Schwiegermutter unterstützt werden. «Wir finden langsam unseren neuen Rhythmus. Die Nächte sind ruhig, ich schlafe gut.» Sollte sich das ändern, kümmert sich seine Frau um Thia in den Nächten vor Spielen.
Das Leben als Papa, es ist ein neues, anderes. «Man kann sofort vom Hockey abschalten», beschreibt Tatar. Das hilft bestimmt auch in einer aktuell schwierigen Phase. Der zum Center umfunktionierte Flügel nickt. «Das 0:7 in Lausanne war ein Desaster. Danach zeigten wir Charakter gegen Kloten und spielten defensiv besser.» Nun sei aber entscheidend, wie man weiter darauf reagiere. Auch im Hinblick auf das erneut bevorstehende Mammutprogramm mit acht Partien in 14 Tagen. «Das ist fast schon extremer als in der NHL», betont der Ex-Stürmer der Devils, Kraken, Canadiens und Red Wings. «Wir müssen einen Weg finden, wie wir damit umgehen können.»




