Darum gehts
- HCD-Spieler Tambellini und Corvi über ihr Mammutprogramm
- Davoser müssen zwei Tage nach Spengler-Cup-Sieg in Kloten ran
- Corvi weiss noch nicht, wie sie das energietechnisch auf die Reihe kriegen sollen
Meist spielt Gastgeber Davos am Stephanstag noch nicht am Spengler Cup, sondern greift erst am 27. Dezember ins Turniergeschehen ein. Weil er heuer zum Auftakt gegen die US-College-Auswahl verliert, bewahrt ihn auch das 4:1 gegen das Team Canada nicht vor der Zwischenrunde. Dort qualifiziert sich der HCD mit einem 3:0 über Helsinki für den Halbfinal, wo er Titelverteidiger Fribourg mit 3:1 ausschaltet.
Das Final-Duell gegen die US-Boys ist für die Bündner das fünfte Spiel in fünf Tagen – oder wegen der Startzeit am Mittag wohl eher in viereinhalb.
Wie viel Energie da noch im Tank ist? Genug, um mit dem 6:3 an der verzückenden und überraschenden College-Auswahl Revanche zu nehmen. Der HCD ist die erste Mannschaft seit der Modus-Änderung 2010, die den Triumph nach fünf Spielen in fünf Tagen realisiert. Die Kanadier verteilen 2016 bei ihrem Turniersieg die fünf Partien auf sechs Tage.
Nach dem Erfolg sagt Doppeltorschütze Adam Tambellini: «Ein verrückter Spielplan, das habe ich in meiner Karriere noch nie erlebt.» Der HCD-Kanadier ergänzt: «Etwas Ruhe brauchen wir jetzt noch vor dem Wochenende.»
HCD musss am Berchtoldstag wieder ran
Aber wie denn, bitteschön? Nach den verdienten Spengler-Cup-Feierlichkeiten gibts am 1. Januar gerade mal einen Tag Pause, bevor die Davoser am 2. Januar in Kloten antreten müssen. Und natürlich nicht erst abends, sondern weil der Berchtoldstag im Kanton Zürich ein Feiertag ist, bereits um 15.45 Uhr.
Enzo Corvi witzelt: «Am 1. Januar haben wir sicher frei. Was dann ansteht, weiss ich noch nicht. Vielleicht gehen wir ja direkt nach Kloten ohne Warm-up-Training am Morgen.» Der HCD-Center betont nach dem gewonnenen Final-Spiel, dass «wir unsere letzte Energie irgendwie aufs Eis gebracht haben. Darauf bin ich mega stolz.»
Angesprochen auf das gedrängte Programm sagt er: «Ich weiss wirklich nicht, wie wir das am 2. und 3. auf die Reihe kriegen sollen. Irgendwie werden wir die Kräfte schon sammeln können.»
Nach seinem zweiten Spengler-Cup-Titel könnte Corvi mit diesem dominanten HCD der zweite Meistertitel winken? «Hundertprozentig ist das das Ziel. Für mich persönlich ist die Meisterschaft nochmals etwas wichtiger.» Man peile die Top 4 an für das Heimrecht in den Playoffs. Zur Erinnerung: Davos ist schon seit Wochen Leader und hat bisher mit seiner Konstanz beeindruckt.
