«Einen wie Duca finden die nie wieder»
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Vertrauensbruch in Ambri:«Einen wie Duca finden die nie wieder»

Nati-Direktor verlässt SIHF
Weibel zu Ambri – wieso das dem Verband in die Karten spielt

Abwechslung belebt das Geschäft. Nach dem Rücktritt des Nati-Trainers hat sich ein Wechsel auf der Position des Nati-Direktors angeboten. Kommt dabei Paolo Duca ins Spiel?
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Heuert bei Ambri an: Nati-Direktor Lars Weibel.
Foto: Nico Ilic/freshfocus

Darum gehts

  • Lars Weibel wird neuer Sportchef bei Ambri-Piotta, ersetzt Paolo Duca
  • Weibel verlässt SIHF nach erfolgreicher Amtszeit mit zwei Silbermedaillen
  • NHL-Star Lian Bichsel (21) hatte schwierige Beziehung zu Weibel
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Dino KesslerLeiter Eishockey-Ressort

Ambri verpflichtet den Nati-Direktor Lars Weibel als Sportchef. Das ist eine gute Nachricht für den Schweizerischen Eishockey-Verband (SIHF). Auf der Geschäftsstelle in Glattbrugg war den Beteiligten längst klar, dass sich eine Veränderung auf dem Posten des Nati-Direktors nach Fischers Rücktritt inklusive Nachfolgeregelung geradezu aufdrängt. Fischer hatte Weibel im Lauf der Jahre oftmals den Rücken gestärkt oder dessen Position verteidigt, wenn sich der Nati-Direktor ausserhalb seines Kompetenzbereichs mit ungeschickten Bemerkungen zu weit aus dem Fenster gelehnt hatte. Die Grundlage für die Erfolge der Nationalmannschaft waren in erster Linie der Antrieb, die Ausstrahlung und der Enthusiasmus von Trainer Patrick Fischer.

Nun ist man beim Verband die Sorge los, wie man den Nati-Direktor loswerden kann, ohne dabei selbst viel Staub aufzuwirbeln. Weibel hatte 2019 die Nachfolge von Raeto Raffainer angetreten, nun geht er mit zwei Silbermedaillen (2024, 2025) im Portefeuille. Bezüglich der Ergebnisse war das eine durchaus erfolgreiche Amtszeit. Weibel muss sich allerdings kommunikative Mängel ankreiden lassen und als Nati-Direktor auch die Hauptverantwortung für die vollkommen verkachelte Beziehung mit dem NHL-Jungstar Lian Bichsel (21) übernehmen. 

Eine Art von Rochade mit Paolo Duca?

Was Weibel nach Ambri mitbringt? Vor allem ein intaktes Netz an Beziehungen auf nationaler und internationaler Ebene, aber um dieses Netzwerk nutzen zu können, muss der ehemalige Torhüter im kommunikativen Bereich den Hebel ansetzen. Der Titel «Nati-Direktor» allein ist keine Garantie für erfolgreiches Arbeiten im Klubsegment, dafür sind die Aufgaben zu unterschiedlich. 

Sportdirektor bei Ambri – das ist keine privilegierte Position. Das ist Knochenarbeit. Die Wirren des vergangenen Oktobers haben das Image des Klubs nachhaltig beschädigt, die Erwartungssicherheit, die man sich mit Sportdirektor Paolo Duca als Galionsfigur erarbeiten konnte, war auf einen Schlag weg. Dieses Vertrauen muss Weibel erstmal wiederherstellen. 

Und der Verband? Der müsste sich jetzt wohl schnurstracks um den ehemaligen Ambri-Sportdirektor Paolo Duca bemühen. Der gewiefte Stratege und Manager könnte dort mehr sein als nur Nati-Direktor, an entsprechenden Aufgaben mangelt es in Glattbrugg nicht. An Fachkompetenz hingegen schon.


National League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
HC Davos
HC Davos
37
46
80
2
Lausanne HC
Lausanne HC
37
33
68
3
HC Fribourg-Gottéron
HC Fribourg-Gottéron
37
28
67
4
HC Lugano
HC Lugano
36
24
62
5
Genève-Servette HC
Genève-Servette HC
37
2
62
6
ZSC Lions
ZSC Lions
36
17
58
7
SC Rapperswil-Jona Lakers
SC Rapperswil-Jona Lakers
36
-6
58
8
EV Zug
EV Zug
35
-3
56
9
SCL Tigers
SCL Tigers
36
4
50
10
EHC Kloten
EHC Kloten
36
-16
46
11
SC Bern
SC Bern
36
-12
44
12
EHC Biel
EHC Biel
36
-17
44
13
HC Ambri-Piotta
HC Ambri-Piotta
36
-42
38
14
HC Ajoie
HC Ajoie
37
-58
29
Playoffs
Qualifikationsspiele
Relegation Play-Offs
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