Das ewige Stau-Chaos vor dem Gotthard
Wie sehen mögliche Lösungen aus?

Es staut, staut und staut. Das ist die Realität vor dem Gotthard – bei Ferienbeginn vor dem Nordportal, am Ende vor dem Südportal. Klar ist: Etwas muss gegen die ewigen Blechlawinen getan werden. Doch was?
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Stau, Stau, Stau. Vor dem Gotthardtunnel keine Seltenheit.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Am Gotthard 20 Kilometer Stau, Wartezeit über drei Stunden am Wochenende
  • Alpen-Maut für Ausländer und zweite Röhre als Lösungsansätze geplant
  • Neue Gotthardröhre soll 2030 fertig sein, Bauarbeiten laufen seit 2025
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Natalie ZumkellerRedaktorin News

Sagt jemand «Stau», denkt man in der Schweiz praktisch sofort an den Gotthardtunnel – die beiden Begriffe kann man schon fast synonym verwenden. Auch am Samstag sammelte sich vor dem Nadelöhr der Alpen eine stattliche Blechlawine an. Bis zu 20 Kilometer lang war sie zeitweise, bei einer Wartezeit von über drei Stunden.

Auch Ausweichrouten werden immer stärker belastet. Am Wochenende folgten Proteste in Urner Dörfern, der Verkehr auf der A 13 rund um Chur GR stand still. Dementsprechend lauter werden Stimmen nach Lösungsvorschlägen für das ewige Stau-Chaos. Blick liefert eine Übersicht zu den Ansätzen, die bisher diskutiert wurden. 

Die Alpen-Maut

Wer als Ausländer oder Ausländerin ohne längere Verbleibe-Absicht durch die Schweiz fährt, soll zur Kasse gebeten werden – das ist die Idee der Alpen-Maut. Die Regelung soll in der ganzen Schweiz gelten und Lenkungscharakter haben, wie Mitte-Nationalrat Simon Stadler (37, UR) erklärt. «Die Höhe der Abgabe soll sich nach der Verkehrsdichte sowie nach der Tageszeit und dem Wochentag richten.»

National- und Ständerat haben das Vorhaben im März gutgeheissen – und zwar deutlich. Im Ausland stösst die Idee jedoch auf scharfe Kritik. Aus Deutschland hiess es etwa: «Menschen auf ihre Herkunft zu reduzieren, ist immer falsch.»

Ausbau des Tunnels

Hat es zu viele Autos, braucht es mehr Röhren. Dessen ist man sich auch in Bundesbern bewusst. Seit 2025 laufen offiziell die Bauarbeiten. Derzeit bohrt sich die Tunnelbohrmaschine Alessandra fleissig von Norden nach Süden.

Im April 2026 durchbrach sie die Störzone Nord – ein grosser Meilenstein. Das Bundesamt für Strassen (Astra) rechnet derzeit ab 2030 mit der Inbetriebnahme der zweiten Röhre. Doch pro Richtung wird stets nur eine Fahrspur offen sein – die Verkehrskapazität wird also nicht erhöht. Das ist jedoch umstritten.

Tröpfchensystem anpassen

Der Verkehr im Tunnel wird seit dem verheerenden Brand im Jahre 2001 durch ein Tröpfchensystem geregelt. Maximal 1000 Autos dürfen pro Stunde und Fahrtrichtung passieren – wobei ein Lastwagen gleich viel wie drei Autos zählt.

Der Bundesrat hat sich in früheren Statements dazu bereit erklärt, diese Grenze zu erhöhen. Die Voraussetzung dafür sei aber die Inbetriebnahme der zweiten Röhre.

Zug fahren, bitte!

Statt auf der Strasse per Schiene ins Tessin – auch so soll die Verkehrsüberlastung reduziert werden. Auch die Verlagerung auf den Schienenverkehr soll geprüft werden. Dies soll vor allem inländische Reisende ansprechen.

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