Darum gehts
- Tunnelbohrmaschine «Alessandra» durchbricht am 29. April 2026 Störzone Nord
- Störzone Nord: 320 Meter Lockergestein, 2024 mit Stollen erschlossen
- 4 Kilometer Tunnel, Spitzenleistung: 35 Meter pro Tag
Das Grossprojekt für den Bau der zweiten Röhre des Gotthard-Strassentunnels erreicht einen bedeutenden Meilenstein: Die Tunnelbohrmaschine «Alessandra» auf der Nordseite ist am 29. April 2026 nach rund 14 Monaten Vortrieb in die Kaverne der Störzone Nord durchgebrochen. Diese wurde vorgängig bergmännisch ausgebrochen und gesichert, heisst es in einer Medienmitteilung des Bundesamtes für Strassen Astra.
Gestartet am 14. Februar 2025 kurz hinter dem nördlichen Tunnelportal in Göschenen, hat die Tunnelbohrmaschine am Mittwoch, kurz vor dem Mittag, die Kaverne der Störzone Nord erreicht.
Mit dem Erreichen des Tunnelmeters 4000 bricht das letzte Stück Gestein ab und die TBM «Alessandra» steht in der nördlichen Kaverne der Störzone «Mesozoikum».
Bohrung durch Aare-Granit
Der Bergbautradition entsprechend wird die Passage zuerst von einem Mineur passiert, der eine Statue der Heiligen Barbara auf sich trägt. Der bisher ausgebrochene Tunnelabschnitt verlief grösstenteils durch Aare-Granit.
Beim Ausbruch der ersten vier Kilometer waren Spitzenleistungen von knapp 35 Metern pro Tag möglich.
Die Störzone Nord ist rund 320 Meter lang und besteht mehrheitlich aus Lockergestein. Sie konnte nicht aufgebrochen werden. Sie wurde deshalb bereits 2024 mit einem separaten Zugangsstollen erschlossen, konventionell ausgebrochen und mit Stahlbögen, Ankern und Spritzbeton gesichert.
Der heutige Schritt ist entscheidend für den Erfolg des Grossprojekts.