Bund legt Zahlen vor
Hier stehst du am meisten im Stau

Das Schweizer Autobahnnetz gerät immer mehr an seine Grenzen: 2025 wurden 68'040 Staustunden verzeichnet – ein Plus von 22 Prozent! Doch nicht überall wächst der Verkehr gleich stark. Ein Überblick.
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Seit Jahren eilt die Schweiz von Staurekord zu Staurekord.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Staustunden auf Schweizer Autobahnen 2025 um 22 Prozent gestiegen
  • Region Basel mit 60 Prozent Zunahme grösster Hotspot
  • Im vergangenen Jahr wurden 68'040 Staustunden registriert
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Daniel BallmerRedaktor Politik

Es staut und staut und staut. Das Schweizer Autobahnnetz ist immer öfter überlastet. So wurden im letzten Jahr 68'040 Staustunden verzeichnet, wie Blick exklusiv berichtete. Das ist gegenüber dem Vorjahr eine Zunahme von massiven 22 Prozent.

Mit dem neusten Statistikbericht des Bundesamts für Strassen (Astra) liegen nun auch erstmals detaillierte Zahlen vor, die zeigen, wo du besonders oft im Stau steckenbleibst. Und wo die Blechlawinen am meisten zugenommen haben.

Hotspot in der Region Basel

Bei der Region Basel spricht sogar der Bund von einem «Hotspot». Die Staustunden haben hier um schier unglaubliche 60 Prozent zugenommen. Rund 40 Prozent der zusätzlichen Staustunden auf dem gesamten Nationalstrassennetz sind in der Region Basel entstanden.

Die grösste Zunahme betrifft den Autobahnabschnitt zwischen der Verzweigung Hagnau und Badischer Bahnhof. Alleine hier wurden 2025 je nach Fahrtrichtung bis zu 1500 zusätzliche Staustunden gemessen. Das entspricht einer Mehrbelastung von drei bis vier Stunden am Tag.

Die Baustelle zur Sanierung der Osttangente «hat die Lage zusätzlich verschärft», schreibt das Astra. Eine mögliche Entlastung durch den umstrittenen Rheintunnel ist jedoch nach wie vor in weiter Ferne. Bis 2045 möchte Verkehrsminister Albert Rösti (58) unter anderem dieses Projekt erstellen – obwohl sich das Stimmvolk Ende 2024 dagegen geäussert hatte.

Baustelle weg – Stau weg

Ebenfalls deutlich zugenommen hat die Belastung auf der A1 mit zusätzlichen 2431 Staustunden. Das damit verbundene Wachstum von 15 Prozent liegt allerdings unter dem schweizweiten Durchschnitt. Die Zunahmen waren räumlich entlang der Gesamtachse verteilt, mit Schwerpunkten im Raum Genf, im Raum Bern, zwischen Luterbach SO und Härkingen SO sowie in den Räumen Aarau und Zürich.

Aufgefallen ist den Behörden, dass auf der A1 in Richtung Bern das Stauaufkommen zwischen Mägenwil AG und Oftringen AG deutlich abgenommen hat. Auch in der Gegenrichtung sei ein Rückgang zu verzeichnen. «Grund dafür dürften die abgeschlossenen Bauarbeiten sein», heisst es in dem Bericht.

An dritter Stelle stand die A3 mit zusätzlichen 1961 Staustunden. Das Wachstum von 23 Prozent entspricht etwa dem Durchschnitt. Wie bei der A2 ging der Grossteil dieser Zunahmen auf den Raum Basel zurück, betont das Bundesamt. Dies betreffe gerade die A3-Nordtangente in Fahrtrichtung Frankreich sowie den Abschnitt zwischen Augst BL und Rheinfelden AG.

Aber auch auf der Zürcher Westumfahrung kam es regelmässig zu Blechlawinen. Insgesamt nahmen die Staustunden auf der A3 in der Region um 5,4 Prozent zu.

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Wo man hinschaut: Der Verkehr nimmt zu

Und dann natürlich der Gotthardtunnel: Er blieb auch 2025 ein markanter Stauschwerpunkt. Im Vergleich zum Vorjahr nahm die Zahl der Staustunden jedoch nur unterdurchschnittlich um 3,2 Prozent zu. Auslöser der Staus waren wie stets der Freizeit-, Feiertags- und Ferienverkehr.

Ebenfalls eine deutliche Zunahme verzeichnete die A15 im Zürcher Oberland mit weiteren 1142 Staustunden, was einem Wachstum von 57 Prozent entspricht. Betroffen war vor allem der nicht ausgebaute Abschnitt zwischen Uster und der Verzweigung Hinwil.

In der Region Luzern waren 2025 die aus den Vorjahren bekannten Stauschwerpunkte erneut sichtbar – gerade die A14 zwischen den Verzweigungen Rütihof und Rotsee, die A2 entlang der Stadt Luzern sowie die A8 im Süden in Fahrtrichtung Luzern. Die Staustunden haben leicht zugenommen, lagen mit einem Plus von 4,1 Prozent aber klar unter dem Durchschnitt.

In der Genferseeregion verteilte sich das Stauaufkommen erneut auf die A1 und die A9; die A12 war nur auf dem letzten Abschnitt vor der Verzweigung La Veyre betroffen. Insgesamt nahmen die Staustunden um 9,2 Prozent zu – klar unterdurchschnittlich.

Auch im Tessin nahmen die Staustunden auf fast allen Nationalstrassenabschnitten zu. Unter dem Strich stieg das Stauaufkommen gegenüber dem Vorjahr um 5,9 Prozent.

Die Behörden konnten zudem weitere Verbesserungen registrieren. So wurde etwa auf der A6 auf dem mit einer Pannenstreifenumnutzung erweiterten Abschnitt zwischen Muri BE und Wankdorf ein Rückgang von 117 Staustunden (-12 Prozent) festgestellt. Auf der A20 zwischen Le Locle NE und der französischen Grenze waren es 55 Staustunden weniger (-6 Prozent) und auf der A24 von Mendrisio TI bis zur Einfahrt auf die A2 waren es 26 Staustunden (-2 Prozent) weniger.

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