Darum gehts
- Olympia 2026 verpasst: Zahlreiche Stars wegen Verletzung, Qualifikation oder Rücktritt nicht dabei
- Lara Gut-Behrami und Simon Ammann gehören zu den prominentesten Abwesenden
- Chloe Kim setzt nach ihrem Trainingssturz Dreifach-Gold-Hattrick aufs Spiel
Die Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina d’Ampezzo sollten für viele Sportstars der Höhepunkt ihrer Karriere werden. Doch für zahlreiche bekannte Namen endet der Traum vorzeitig. Verletzungen, gescheiterte Comebacks, verpasste Qualifikationen, Rücktritte oder politische Sperren sorgen dafür, dass bei Olympia 2026 einige der grössten Figuren des Wintersports fehlen. Blick zeigt, welche Stars nicht dabei sind – und warum.
Lara Gut-Behrami – Ski alpin
Sie ist eine der erfolgreichsten Skifahrerinnen der Geschichte: Gesamtweltcupsiegerin, Weltmeisterin, Olympiasiegerin. Lara Gut-Behrami (34) prägte über ein Jahrzehnt den Weltcup. Doch ausgerechnet vor ihren letzten Olympischen Spielen machte ihr der Körper einen Strich durch die Rechnung. Immer wieder kämpfte die Tessinerin mit Rücken- und Knieproblemen. Dann kam der schwere Trainingssturz in Copper Mountain (USA), der ihr die Saison kostete. Für viele Fans ist ihr Fehlen bei Mailand/Cortina 2026 einer der grössten Verluste.
Michelle Gisin – Ski alpin
Die Allrounderin aus Engelberg OW ist eine der erfolgreichsten Olympia-Athletinnen der Schweiz. Zwei Goldmedaillen in der Kombination machten sie zur nationalen Heldin. Doch nach Jahren an der Weltspitze folgte der sportliche Rückschlag: Bei einem Trainingssturz in St. Moritz GR verletzte sie sich am rechten Handgelenk, am linken Knie und an der Halswirbelsäule. Für Gisin (32) endete der Olympia-Traum 2026 leise.
Marcel Hirscher – Ski alpin
Acht Gesamtweltcups, unzählige Siege – er hat eine ganze Generation dominiert: Marcel Hirscher (36) war das Gesicht des alpinen Skisports. Jahre nach seinem Rücktritt wagte der Österreicher ein Comeback – mit dem Ziel Olympia 2026. Doch sein Körper spielte nicht mehr mit, Trainingsrückstände und eine Zwangspause wegen Wadenproblemen machten eine Rückkehr an die Weltspitze unmöglich. Anfang Januar kündigte Hirscher auf Instagram an, dass er in dieser Saison keine Rennen bestreiten und Olympia verpassen wird.
Petra Vlhova – Ski alpin
Die slowakische Slalom-Queen Petra Vlhova (30), Goldmedaillengewinnerin von Peking 2022, kämpft sich nach fast zwei Jahren Pause zurück ins Weltcup-Geschehen. Zwei Kreuzband-Operationen und Knorpelprobleme hatten sie lange zurückgeworfen. Seit dem 17. Januar 2026 trainiert die 30-Jährige wieder auf Schnee, sie absolvierte ein siebentägiges Trainingslager auf dem Stilfser Joch (Italien). Vlhova wird erst 48 Stunden vor dem Olympia-Slalom am 18. Februar endgültig über einen Start entscheiden.
Cyprien Sarrazin – Ski alpin
Frankreichs Speed-Star Cyprien Sarrazin verpasst Olympia 2026 nach einem schweren Sturz in Bormio im Dezember 2024. Der 31-Jährige zog sich dabei Kopf- und Knieverletzungen zu und befindet sich seitdem im Aufbau. Sarrazin plant seine Rückkehr erst für die Saison 2026/27, die Olympischen Spiele in Mailand/Cortina sind für ihn kein Thema. Trotz der Rückschläge bleibt der fünffache Weltcupsieger zuversichtlich: «Ich führe ein normales Leben, und das ist schon ein Wunder», sagt Sarrazin.
Ramon Zenhäusern – Ski alpin
Der Walliser Doppelmeter war einst Team-Olympiasieger und Weltcup-Podestfahrer. Doch Ramon Zenhäusern (33) verlor zuletzt zunehmend den Anschluss. Verletzungen, Materialprobleme und mentale Blockaden verhinderten die nötige Konstanz. In der Saison 2025/26 konnte Zenhäusern die Qualifikationskriterien für Olympia nicht erfüllen. In einem extrem starken Schweizer Team reichte es ihm nicht.
Joana Hählen – Ski alpin
Die Berner Oberländerin galt lange als sichere Top-10-Fahrerin im Speed-Bereich. Doch ihre Karriere war geprägt von Rückschlägen. Trotz guter Resultate in dieser Saison, darunter ein 13. Rang im Super-G von Tarvisio, reichte es nicht für Olympia 2026. Der Jugendbonus gab der jüngeren Delia Durrer (23) den Vorrang, Joana Hählen (34) muss zuschauen.
Simon Ammann – Skispringen
Viermal Olympiagold, Rekordhalter, Legende. Simon Ammann ist einer der grössten Skispringer aller Zeiten. Doch auch für ihn gilt: Niemand springt ewig. Mit 44 Jahren fehlte ihm die nötige Explosivität, die jüngeren Teamkollegen waren stärker. Die Verantwortlichen gaben das letzte Schweizer Ticket dem 19-jährigen Felix Trunz. Wochenlang wurde die Entscheidung vertagt, doch am Ende setzte sich die Jugend gegen die Erfahrung durch. Für Ammann endet die Olympia-Geschichte ohne Happy End.
Karl Geiger– Skispringen
Auf der Weltcup-Bühne gehörte Karl Geiger (32) jahrelang zur Spitze: Weltcupsieger, Vierschanzentournee-Gewinner, Medaillenkandidat. Doch ausgerechnet vor Olympia verlor der Allgäuer seine Topform. Bei der Skiflug-WM in Oberstdorf präsentierte er sich lange stark, fiel am Ende aber auf Platz 17 zurück. Technische Probleme, mentale Unsicherheit und ein missglückter Sprung in der internen Qualifikation stoppten ihn. Trotz aufsteigender Form und harter Arbeit bleibt Geiger diesmal zu Hause.
Rémi Bonnet – Skibergsteigen
Der Walliser Ausnahmeathlet dominiert seine Sportart wie kaum jemand sonst: mehrfacher Weltmeister, Rekordhalter, unzählige Siege. Doch bei der olympischen Premiere des Skibergsteigens in Mailand/Cortina ist Bonnet nicht dabei. Der Grund: Er verzichtet freiwillig. Sprint- und Staffel-Formate entsprechen nicht seinem Stil – der 30-Jährige lebt für lange, harte Touren in den Bergen. Nicht für kurze, TV-taugliche Rennen. Für ihn zählt die Freiheit mehr als Medaillen, und so bleibt Bonnet seiner Leidenschaft treu. Vielleicht könnte 2030 ein Olympia-Auftritt wieder zum Thema werden.
Iouri Podladtchikov – Snowboard
Noch einmal auf der grösstmöglichen Bühne angreifen – das war der Plan von Halfpipe-Olympiasieger Iouri Podladtchikov. Doch ein Sturz im November und einer Fraktur der Augenhöhle machte diesen Traum zunichte. Probleme mit dem Auge verhindern ein sicheres Starten, Olympia 2026 findet damit ohne den 37-Jährigen statt. Der Snowboard-Star lässt seine Zukunft offen: Ob er weiter macht, alles hängt der Genesung ab.
Lian Bichsel – Eishockey
Einer der grössten Schweizer Hoffnungsträger fehlt bei Olympia 2026 aus ungewöhnlichem Grund. Verteidiger Lian Bichsel (21) wurde nach jahrelangem Streit mit dem Verband nicht von Nati-Coach Patrick Fischer berücksichtigt. Der Konflikt um verpasste Junioren-Turniere und interne Regeln eskalierte – trotz sportlicher Topform bleibt dem Dallas-Star der Traum von Mailand verwehrt.
Chloe Kim – Snowboard
Die US-Amerikanerin Chloe Kim (25) wollte bei Olympia 2026 in Mailand/Cortina ihren dritten Gold-Hattrick in der Halfpipe holen. Doch ein Trainingssturz in der Schweiz, bei dem sie sich die Schulter auskugelte, machte ihr einen Strich durch die Rechnung. «Ich versuche wirklich, optimistisch zu bleiben. Es sollte in Ordnung sein, sobald ich grünes Licht bekomme», erklärte die 25-Jährige. Für Kim bedeutete das einen Rückschlag, der den Traum vom historischen Dreifach-Gold vorerst auf Eis legte.
Aleksander Barkov – Eishockey
Finnlands Top-Center Aleksander Barkov (30) verpasst die Olympischen Winterspiele 2026. Der Captain der Florida Panthers zog sich im September 2025 bei einem Zusammenstoss im Training einen Riss des vorderen Kreuzbandes und des Innenbandes im rechten Knie zu. Nach einer Operation fällt Barkov sieben bis neun Monate aus, eine Teilnahme in Mailand/Cortina ist damit ausgeschlossen. Trotz einer frühen Rückkehr aufs Eis im Training im Januar 2026 reichte die Zeit nicht, um für Finnland aufgeboten zu werden.
Liam Brearley – Snowboard
Kanadas Slopestyle-Star Liam Brearley muss auf die Olympischen Spiele 2026 verzichten. Der 22-Jährige, der mit spektakulären Tricks die Weltcup-Pisten dominiert, musste sich nach Knie- und Knöchelverletzungen im November einer Operation unterziehen und wird die gesamte Saison verpassen. Brearley, aktuell die Nummer 1 der Weltrangliste, wäre ein klarer Medaillenfavorit gewesen. Seit seinem ersten grossen Erfolg beim Laax Open 2024 sammelte er Titel am Fliessband. «Es ist hart, das zu akzeptieren», schrieb Brearley auf Instagram. «Die Olympischen Spiele waren immer ein Traum, und es tut unglaublich weh, sie zu verpassen.» Sein Fokus liegt nun auf der Genesung: «Ich bin motivierter denn je.»
Tess Ledeux – Freeski Slopestyle
Frankreichs Medaillenhoffnung und Rivalin von Mathilde Gremaud (25). Doch mehrere Stürze führten zu Gehirnerschütterungen. Aus gesundheitlichen Gründen zog Tess Ledeux (24) die Reissleine. Die langfristige Gesundheit hatte Vorrang. Die 24-Jährige verpasst damit die Olympischen Spiele, für Gremaud eine starke Konkurrentin weniger.
Alexander Owetschkin – Eishockey
Einer der besten Torschützen aller Zeiten, NHL-Superstar, russische Ikone. Doch wegen des Ausschlusses russischer Mannschaften durch das IOC wird Alexander Owetschkin (40) wie alle seine Landsmänner bei Olympia fehlen.
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