Neustart auf der Baustelle
Das lief nach dem Chaos-Sommer beim EVZ

Mit Paolo Duca, Sportchef Ted Suihkonen und Trainer Lauri Marjamäki orchestriert ein neues Trio den Neubeginn beim EV Zug. Aufgeräumt wird sogleich mit Gerüchten.
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Vorsaison-PK auf der Baustelle der OYM Hall in Zug, v.l.: Marketingleiter Ibrahim Can, CEO Paolo Duca, Frauen-Trainerin Daniela Diaz, EVZ-Trainer Lauri Marjamäki.
Foto: Valentin Studerus, EVZ

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • EVZ steht nach Chaos-Sommer vor herausfordernder Saison
  • Neuer Trainer Marjamäki bestätigt Jan Kovar (36) als Captain
  • Sportchef Suihkonen sagt, was bezüglich OYM gelaufen ist
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Nicole VandenbrouckReporterin Eishockey

Beim EV Zug ist vieles neu – doch das macht Vergangenes noch nicht komplett vergessen. Dass zweieinhalb Monate nach der Entlassung der beiden Eckpfeiler des Klubs – CEO Patrick Lengwiler (48) und Sportchef Reto Kläy (48) – deren Nachfolger zur Lage in Zug Auskunft geben, ist ein ungewohntes Bild. CEO Paolo Duca (45, ex Ambri) sowie Sportchef Ted Suihkonen (49, bisher Chef Spieler-Entwicklung) wollen auf der Baustelle der Eishalle zwar Aufbruchstimmung verbreiten nur wenige Tage vor dem Saisonstart. Dennoch gilt es, Fragen aus der Vergangenheit zu beantworten.

Ausgelöst hat den Chaos-Sommer nämlich der Wunsch der Spieler nach mehr Zeit in der OYM Hall in Zug und weniger im OYM Leistungszentrum in Cham. Mit den Adressaten dieses Anliegens geschah oben Erwähntes. Kritiker haben es bei Klubpräsident Hans-Peter Strebel, der gleichzeitig der Erbauer des OYM sowie Mehrheitsaktionär ist, schwer. Der Wunsch der Spieler dürfte sich in der Zwischenzeit allerdings nicht in Luft aufgelöst haben. War er für die neuen Verantwortlichen demnach eine der ersten Pendenzen? Vermutlich.

Neues Duo muss Wogen glätten

Sportchef Suihkonen traf sich nach seinem Amtsantritt Ende Juni zu einem zweistündigen Gedankenaustausch mit der Mannschaft. Zusammen verfasste man ein Schreiben an den VR. «Darin betonten sie explizit nochmals, wie wertvoll das OYM und die zusammenhängenden Themen wie Ernährung und Infrastruktur für sie sind», so der amerikanisch-schwedische Doppelbürger. Sein sowie Ducas Job sei es nun, dafür zu sorgen, dass diese Partnerschaft möglichst reibungslos funktioniert. Der CEO sagt es so: «Das OYM ist grosser Bestandteil der EVZ-Strategie. Um das Potenzial bestmöglich ausschöpfen zu können, ist ständiger Austausch wichtig. So können wir die Zusammenarbeit stetig verbessern.»

Die Wogen diesbezüglich scheinen sich geglättet zu haben. Auch zwangsweise, da die OYM Hall für die nächsten Wochen ohnehin eine Baustelle bleibt und das Leistungszentrum die Basis ist während der Phase der ständigen Auswärtsspiele. Dass das Team jedoch bei einer Ballung an Heimspielen, die nachgeholt werden müssen, zum Beispiel im Januar in der OYM Hall stationiert bleibt, scheint für alle eine denkbare Variante.

Zielsetzung: «Playoffs»

Und der neue Trainer? Lauri Marjamäki (49) betont mehrmals, wie wichtig ihm ist, dass nun nach vorne geschaut wird. «Ja, was im Sommer passiert ist, war sicher für viele ein Schock. Aber mein Job ist es nun, dieses Team zu beschützen», so der Finne, der aus Kloten im Tausch gegen Michael Liniger (46) kam. Er nahm sich in den letzten Wochen Zeit, seine neuen Spieler kennenzulernen. Und räumt sogleich mit einem Gerücht auf, als er seinen Captain bekannt gibt. «Als ich sah, wie Kovar auf und neben dem Eis als Leader vorangeht, habe ich keine Sekunde gezögert, ihn wieder zum Captain zu machen.» Nach dem Erdbeben in der Klubführung hatte hartnäckig die Behauptung die Runde gemacht, dass auch der Tscheche Jan Kovar (36) sowie der Slowake Tomas Tatar (35) auf der Abschussliste stehen würden.

Als Suihkonen als sportliche Zielsetzung einfach «die Playoffs» nennt, kommt man dennoch nicht umhin, zu vermuten, dass damit beim sonst ambitionierten EV Zug die Erwartungshaltung im Umfeld gedämpft werden soll. Sicher ist sicher.

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