Darum gehts
- Marc Rochat beendet siene Ski-Karriere
- Slalom-Spezialist verkündet Entscheid nach Rennen an der SM
- Zwei vierte Plätze sind sein bestes Weltcup-Ergebnis
Die nächste Schweizer Ski-Karriere geht zu Ende. Nach Joana Hählen, Daniele Sette und Niels Hintermann erklärt auch Marc Rochat seinen Rücktritt. Der 33-jährige Slalom-Spezialist teilt seine Entscheidung unmittelbar nach dem Slalom an der Schweizer Meisterschaft mit. In diesem verpasst er als Fünfter die erfolgreiche Titelverteidigung.
«Ich schliesse dieses Kapitel mit grossem Stolz und tiefer Gelassenheit», wird Rochat in einer Medienmitteilung von Swiss-Ski zitiert. «Meine Karriere hat mir so viel geschenkt: Siege, Niederlagen, Tränen und Emotionen, die kaum zu übertreffen sind.»
Die letzte Saison habe ihn vor grosse Herausforderungen gestellt. In zehn Rennen ist er nur einmal in die Punkte gefahren – als 24. in Adelboden BE. In allen anderen Slaloms ist er entweder ausgeschieden oder hat die Qualifikation für den zweiten Lauf verpasst. Nun hat er sich zum Rücktritt entschieden. «Nach mehr als 15 Jahren im Spitzensport spüre ich, dass mich meine Energie, meine Neugier und meine Ambitionen auf ein neues Spielfeld führen», begründet er seinen Entscheid.
Höhepunkt WM-Bronze
Am 13. Dezember 2015 hat Rochat seine Weltcup-Premiere gefeiert, nun tritt er mit insgesamt 105 Einsätzen (101 Slaloms und vier Riesenslaloms) auf höchster Stufe ab. Seine beste Saison fuhr er 2023/24, als er fünf seiner elf Top-10-Resultate im Weltcup eingefahren hat.
Seine Bestergebnisse sind zwei vierte Plätze, aufs Podest hat er es im Weltcup nie geschafft. Den Höhepunkt seiner Karriere feierte Rochat letztes Jahr bei der Ski-WM, als er gemeinsam mit Stefan Rogentin beim Schweizer Dreifachsieg in der Team-Kombi Bronze gewann. «Diese Medaille rechtfertigt meinen Entscheid, dieses Leben gewählt zu haben», meint er rückblickend.
Rochat bedankt sich bei allen, die ihn während seiner Karriere unterstützt haben. Der Familienvater hat während der Karriere ein Fernstudium in Wirtschaft absolviert. Und dennoch verspricht er: «Ich liebe diesen Sport und er wird immer ein Teil von mir sein.»