Darum gehts
- Matej Stransky könnte HCD trotz Vertrag bis 2027 verlassen
- Zahlungskräftiger HC Dynamo Pardubice bekundet Interesse an Davos-Captain
- Stransky stellt sich in Mailand dem Gerücht und antwortet ausweichend
Beim HCD hat er das Captain-Amt von Legende Andres Ambühl übernommen. Das suggeriert, dass Matej Stransky in Davos noch mehr Verantwortung übernehmen und etwas aufbauen möchte. Schlagzeilen aus Tschechien rütteln jetzt das HCD-Umfeld gehörig auf: Stransky soll trotz laufendem Vertrag bis 2027 den HCD verlassen. Der Klub kommentierte die Spekulationen vor zwei Wochen nicht. Im Netz machen die Fans aber ihrem Ärger Luft.
Das Interesse von Teams aus der Extraliga ist bestätigt. In der Poleposition soll der zahlungskräftige HC Dynamo Pardubice sein, zu dem vor zwei Jahren auch Rappis Leitfigur und Tschechiens Olympia-Captain Roman Cervenka (40) abgewandert ist. Pardubices Sportchef übrigens ist mit Petr Sykora (47) kein Geringerer als der einstige HCD-Stürmer (2010 bis 2013).
Pardubice-Sportchef bestätigt Interesse
Auf dem Portal hokej.cz bestätigt Sykora laufende Gespräche und sagt: «Sollte Matej sich für eine Rückkehr nach Tschechien entscheiden, ist er zweifellos ein hochkarätiger Spieler, an dem wohl alle Top-Teams interessiert sind. Ich kann bestätigen, dass auch von unserer Seite Interesse besteht. Es liegt nun allein an Matej, ob er nach Tschechien zurückkehren möchte.»
Und Stransky? Der 32-Jährige selbst hat sich zu diesem brisanten Gerücht noch nicht geäussert. In der Meisterschaft antwortet er vor der Olympia-Pause mit vier Toren darauf. Und aktuell bestreitet er sein zweites Olympia-Turnier. In Mailand darauf angesprochen, antwortet der HCD-Captain ausweichend: «In diesem Moment ist das kein Thema, sondern einfach ein Gerücht.»
Doch es hält sich hartnäckig. Weil seine Familie nicht mehr in Davos, sondern bereits in der Heimat lebt, gehen mehrere Quellen von seiner Rückkehr aus. Das scheint auch Stransky zu wissen, obwohl er betont, dass er kaum Zeit in den (sozialen) Medien verbringe und ihm die Spekulationen zudem egal seien.
«Müssen bei einhundert Prozent sein»
Was ihm dagegen nicht egal ist: Das Duell gegen die Schweiz entscheidet, wer den 2. Platz in der Gruppe belegt. Im Rahmen der diesjährigen Euro Hockey Tour verlor die Nati im November und Dezember beide Partien – allerdings in einer B- und C-Besetzung. Nun also das Aufeinandertreffen der beiden WM-Finalisten von 2024 mit einem hochkarätigen Aufgebot.
Stransky sagt: «Die Spiele gegen die Schweiz sind immer ein harter Kampf. Wir kennen uns gut. Aber wir müssen bei einhundert Prozent sein, um eine Chance zu haben.» Die Tschechen treten am Sonntag (12.10 Uhr) praktisch mit demselben Team an wie beim WM-Gold-Triumph vor zwei Jahren, unsere Nati im Vergleich zu jenem Final mit etwas mehr NHL-Qualität.
