Olympia 2026
Das musst Du über das Eishockey-Turnier wissen

Am Mittwoch legen auch die Männer mit dem olympischen Eishockey-Turnier los. Mit NHL-Stars und einem speziellen Modus.
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Als die NHL-Stars letztmals dabei waren, feierten Sidney Crosby und die Kanadier 2014 in Sotschi Gold.
Foto: Getty Images
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Stephan RothStv. Eishockey-Chef

Wie funktioniert der Modus?

Zunächst wird in drei Vierer-Gruppen gespielt, wobei kein Team in der Vorrunde ausscheidet. Die drei Gruppensieger sowie der beste Zweite qualifizieren sich direkt für die Viertelfinals. Die übrigen acht Teams bestreiten die Vor-Viertelfinals. Dabei ist die Setzliste massgebend, die sich aus den Gruppenspielen ergibt. Der Vierte trifft auf den Zwölften, der Fünfte auf den Elften, der Sechste auf den Zehnten und der Achte auf den Neunten.

Die Setzliste wird aufgrund der folgenden Kriterien erstellt: 1. Rang in der Gruppe. 2. Anzahl Punkte. 3. Tordifferenz. 4. Anzahl geschossene Tore. 5. Weltranglisten-Position.

Für die Klassierung in der Gruppe ist bei Punktgleichheit die Bilanz aus den direkten Begegnungen, die Tordifferenz aus den Direktduellen und dann die Tordifferenz aus allen Spielen entscheidend.

Die Viertelfinal-Duelle sind fix bestimmt: 1. gegen 8./9., 2. gegen 7./10., 3. gegen 6./10. und 4. gegen 5./12. Für die Halbfinals ist dann wieder die Setzliste der Gruppenphase massgebend.

Kann das Turnier im Penaltyschiessen entschieden werden?

In den K.o.-Spielen kommt es bei einem Unentschieden nach 60 Minuten zu einer 10-minütigen 3-gegen-3-Overtime, wobei ein Tor das Spiel entscheidet. Fällt kein Treffer, kommt es zum Penaltyschiessen. Im Final wird allerdings so lange (3 gegen 3) gespielt, bis ein Team trifft.

Wer ist der Gold-Favorit?

Sporttip führt das kanadische Starensemble um Sidney Crosby, Connor McDavid, Nathan MacKinnon und Cale Makar mit einer Quote von 1,85 als Titelkandidat Nummer 1. Dahinter folgen die USA (2,85), Schweden (7,8), Finnland (11), Tschechien (15), die Schweiz (18) und Deutschland (65).

Wer fehlt beim Turnier?

Erstmals seit 2014 in Sotschi sind die NHL-Stars wieder bei Olympia dabei. Und doch fehlen einige Superstars wie Nikita Kutscherow, Alexander Owetschkin oder Kirill Kaprisow, weil Russland wegen des Ukraine-Kriegs weiterhin ausgeschlossen bleibt. Bei den Finnen fehlt Alexander Barkov, der Captain von Stanley-Cup-Sieger Florida, verletzt. Nicht nominiert wurden unter anderem Stars wie Jason Robertson, Adam Fox (beide USA) oder Connor Bedard (Ka).

Können Verletzte ersetzt werden?

Nein. Im Gegensatz zur WM, als die Schweiz vor einem Jahr den verletzten Captain Nico Hischier durch Nino Niederreiter (beziehungsweise Dominik Egli) ersetzen konnte, dürfen bei Olympia nur bis zu Turnierbeginn verletzungsbedingte Wechsel im 25-Mann-Kader vorgenommen werden. Die Schweizer Pikett-Spieler Sven Jung und Tyler Moy sind am Samstag wieder abgereist. Pro Spiel dürfen 20 Feldspieler und zwei Goalies nominiert werden.

Wo wird gespielt?

Bis auf sechs Partien in der kleineren Halle in Rho finden die Männer-Spiele in der Santagiulia Arena statt, die trotz der allgemeinen Panikmache rechtzeitig spielbereit wurde. Der Rink ist mit einer Länge von 60 Metern und einer Breite von 26 Metern schmaler als die europäischen Masse (60 auf 30 m) und ein wenig kürzer als in der NHL (60,96 auf 25,91 m), was zunächst für künstliche Aufregung in Nordamerika sorgte. Nach dem ersten Training sagte US-Stürmer Dylan Larkin, dass man keinen Unterschied bezüglich der Grösse merke. Und Kanadas Headcoach Jon Cooper schwärmte von der Arena: «Einige der Geschichten, die vor Olympia verbreitet wurden, waren ungerecht. Die Arena fühlt sich grossartig an.»

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