Form-Thermometer der Nati
Zwei NHL-Stars sind vor Olympia brandheiss

Nächste Woche startet die Eishockey-Nati ins Olympia-Turnier, bei dem erstmals seit 2014 wieder NHL-Spieler teilnehmen. Blick nahm die Temperatur der 25 Schweizer Olympia-Fahrer.
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Brandheiss

Wer Roman Josi anfasst, sollte dies nicht ohne Handschuhe tun. Der Nashville-Captain ist zuletzt so richtig heiss gelaufen. Er hat nicht nur sein Team inspiriert und wieder auf Kurs gebracht, sondern hat dazu in den letzten zwölf Spielen 20 Punkte geskort. Ganz nebenbei hat er die Marke von 200 NHL-Toren geknackt. Der 35-Jährige ist nicht der einzige Schweizer NHL-Verteidiger in Hochform. Seit Wochen überzeugt J.J. Moser bei Tampa Bay mit Topleistungen. Das Team aus Florida ist nicht zuletzt dank ihm (und Topskorer Nikita Kutscherow) kaum zu stoppen, hat acht der letzten zehn Spiele gewonnen und ist die Nummer 1 in der Eastern Conference.

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Roman Josi hat bei den Nashville Predators Feuer gefangen.
Foto: AP

Warm

Die ZSC-Stars scheinen rechtzeitig in Form zu kommen. Verteidiger Dean Kukan hat endlich den Tritt gefunden, Sven Andrighetto hat in den zehn Spielen 16 Punkte gebucht und seinen Raketenschuss wiederentdeckt und Denis Malgin ist mit einem Punkt pro Spiel der produktivste NL-Spieler in Patrick Fischers Aufgebot.

Der zweikampfstarke Fribourg-Verteidiger Andrea Glauser ist nach zweimonatiger Verletzungspause wieder in Fahrt gekommen. Michael Fora spielt bei Leader Davos wohl das beste Eishockey seiner Karriere. Calvin Thürkauf hat als Captain erheblichen Anteil an Luganos Auferstehung. Grosses Kino war seine Show gegen die SCL Tigers, als er im Penaltyschiessen alle seine vier Versuche versenkte.

Sandro Schmid trägt bei Gottéron in seiner produktivsten Saison den Topskorer-Helm. Sein erster Verfolger ist dabei Nati-Kollege Christoph Bertschy, dessen Sturm mit Biasca und Borgström zuletzt gut funktionierte.

Lauwarm

Nico Hischier ist mit 41 Punkten der beste Schweizer Skorer der NHL. Doch seine New Jersey Devils durchlaufen weiterhin ein Tief und haben den Anschluss an die Playoff-Plätze verloren. Da nimmt auch die Kritik am Captain des Teams auf Social Media zu, zumal die Offensive der Devils stottert. Der Walliser spielte zuletzt, obwohl er krank war und gemäss Trainer Sheldon Keefe rund fünf Kilo verloren hatte. Im Negativ-Strudel von New Jersey befindet sich auch Jonas Siegenthaler. Dem Zürcher kann man aber nicht viel vorwerfen, auch wenn er nicht mehr so überragend spielt wie letzte Saison, als er zu den besten Defensivverteidigern der Liga zählte. Die Los Angeles Kings sind mitten im Kampf um einen Playoff-Platz und Kevin Fiala hat in den letzten sechs Spielen nicht mehr getroffen. Da erwartet man von einem Stürmer seiner Klasse mehr. Immerhin buchte er im letzten Spiel gegen Seattle zwei Assists.

Das Goalie-Trio präsentierte sich zuletzt nicht in überragender Form: Nach zwei starken Auftritten in den ersten Spielen unter EVZ-Trainer Benoît Groulx war Leonardo Genoni gegen Davos und Lausanne nicht mehr über alle Zweifel erhaben. Reto Berra kassierte in seinen letzten vier Partien bei Fribourg 13 Tore. Und Akira Schmid leidet darunter, dass die ambitionierten Golden Knights ins Straucheln geraten sind. Mit ihm im Tor verlor das Team aus Vegas dreimal in Folge, ehe der Emmentaler in der Nacht auf Donnerstag einen 5:2-Sieg gegen Vancouver feiern konnte und dabei zum drittbesten Spieler der Partie gewählt wurde.

Seine Form stimmte, doch Christian Marti kassierte am letzten Freitag in Biel einen Cajka-Schuss auf die Nase. Auch wenn er tags darauf Fischer-Assistent Jan Cadieux auf der Tribüne Entwarnung geben konnte, ist noch nicht bekannt, ob ihn die Verletzung behindern wird.

Kühl

Nur drei Teams haben noch weniger getroffen als New Jersey. Da richten sich die Blicke auch auf Timo Meier. Der Appenzeller hat in den letzten acht Spielen 25-mal aufs Tor geschossen, doch der Stock des designierten Goalgetters blieb kühl. Er traf dabei nur einmal. Kollege Nino Niederreiter konnte derweil seine Torflaute bei den nicht minder kriselnden Winnipeg Jets nach 21 Spielen ohne Treffer beenden. Ein Ketchup-Effekt blieb beim Fahnenträger, dessen Tore oft in heissen Phasen kommen, aber aus.

NHL-Star Niederreiter freut sich besonders auf Olympia
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«Unterstützung der Nati-Fans»:NHL-Star Niederreiter freut sich besonders auf Olympia

Tim Berni machte vor der Pause mit Servette eine negative Phase mit drei Niederlagen und 14 Gegentoren durch. Auch Lausanne durchlief eine durchwachsene Phase. Dabei kam auch Captain Damien Riat nicht auf Touren. In den letzten zehn Spielen traf der Rechtschütze nur einmal.

Eiskalt

Das Positive vorweg: Pius Suter (St. Louis, Knöchel) und Philipp Kurashev (San Jose, Hand) konnten nach Verletzungspause am Wochenende ihr Comeback geben. Kurashev (6 Wochen Pause) beendete in der Nacht auf Donnerstag seine Durststrecke und traf gegen Colorado erstmals seit dem 21. November. Suter (1 Monat out) hat derweil seit dem 5. Dezember nicht getroffen.

Zweieinhalb Monate war Ken Jäger (Oberkörper) verletzt out. Er traf zwar gleich bei seinem Comeback, kam danach in der schwierigen Phase mit Lausanne noch nicht richtig auf Touren. Während der HCD von Sieg zu Sieg eilt, spielt Simon Knak nur eine Nebenrolle. Meist kommt der künftige ZSC-Flügel in der vierten Linie zum Einsatz. Und seit dem 16. November und 18 Spielen ist er torlos.

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