Nach Anfeindungen in den sozialen Medien
Nati-Stürmer Thürkauf verteidigt seine Freundin

Seit Monaten wird die Tessiner Freundin von Calvin Thürkauf im Netz von sogenannten Fans schlecht gemacht. Darum ist dem Nati-Stürmer und Lugano-Captain kurz vor der Abreise nach Mailand in einem Post der Kragen geplatzt – zurecht. «Wenn genug ist, ist genug.»
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Für Nati-Stürmer Calvin Thürkauf (l.) fühlt sich Olympia in Mailand wegen der Nähe zum Tessin wie ein Heimspiel an.
Foto: Nico Ilic/freshfocus

Darum gehts

  • Nati-Star Thürkauf kämpft gegen Anfeindungen im Netz gegen Freundin Jenny
  • Der Lugano-Captain fordert Respekt und will Fokus auf sich lenken
  • Der 28-Jährige bringt dennoch positive Energie ins Olympia-Team
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Nicole VandenbrouckReporterin Eishockey

Calvin Thürkauf hat sich fürs Olympia-Team aufgedrängt. Sein Team, der HC Lugano, rollt in den letzten Wochen die Tabelle von hinten auf und gehört zum Spitzenquartett. Sportlich läufts dem 28-Jährigen geschmeidig. Das hilft enorm im Südtessin, wo die Fans bekanntlich ihre Emotionen in Zeiten des Misserfolgs kaum zügeln können.

Und doch liest man von Thürkauf kurz vor dessen Abreise zur Nati und weiter nach Mailand emotionale Zeilen auf Instagram. Der Lugano-Captain setzt sich für seine Freundin Jenny ein – zurecht. Denn die Tessinerin wird schon seit längerer Zeit in den sozialen Medien Opfer von üblen Anfeindungen und Beschimpfungen. «Monatelange Beleidigungen und Verleumdungen, das ist inakzeptabel», schreibt Thürkauf. Vor allem gegen Letzteres wehrt sich der Stürmer, denn über seinen Schatz machen Unwahrheiten die Runde. Er stellt mit einem Satz alles klar: «Ich liebe sie, sie ist fantastisch, wunderschön und jeder hätte das Glück, eine Frau wie sie zu haben!» Thürkauf fordert: «Wenn genug ist, ist genug. Wenn über jemand gesprochen wird, dann über mich. Aber lasst meine Freundin in Ruhe.»

Nach dem zweiten Training in der Olympia-Arena Santagiulia darauf angesprochen, wird der Natispieler nachdenklich. Es ist eine heikle, weil persönliche Thematik. Deshalb möchte er nicht mehr viel ergänzen, in der Sorge, er könnte zusätzlich Öl ins Feuer giessen. Nur: «Ich musste einfach mal klare Worte wählen. Es geht um mein Privatleben, das soll so nicht zum Thema werden.»

Denn seine Familie und Freundin Jenny unterstützen ihn – auch in Mailand. Sie werden an die Spiele der Nati reisen. «Es fühlt sich für uns wie Heim-Olympia an», so Thürkauf, «das kann ein grosser Vorteil sein fürs Team, weil so viele Fans aus der Schweiz da sein werden.» Der Silberheld von 2024 in Prag strahlt wieder Zuversicht aus. Denn er nimmt den Schwung aus Lugano mit. «Nach schwierigen Jahren diesen Aufwärtstrend miterleben zu können, ist ein super Gefühl. Diese positive Energie bringe ich in die Nati.» Nach zwei erfolgreichen WM-Turnieren mit Silbermedaillen steht sie bei diesem Olympia-Turnier vor grossen Aufgaben.

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