Darum gehts
- Olympische Winterspiele 2026 in Cortina und Bormio, viele Fans bleiben zuhause
- Hauptprobleme: teure Tickets, fehlende Unterkünfte und komplizierte Anreise
- Hospitility Packages ab 300 Euro, einfache Tickets ab 220 Euro erhältlich
Endlich wieder Olympische Winterspiele inmitten von Europa! Nach Russland 2014, Südkorea 2018 und China 2022 fahren die Ski-Cracks in Cortina (Frauen) und Bormio (Männer).
Zwei klassische Orte. Doch viele Fanclubs verzichten auf die Reise. «Wir konnten nicht wie sonst reservieren. Jeder musste selber Tickets kaufen. Aber sie waren sehr teuer», sagt Manuel Marty.
Der langjährige Präsident des Fanclubs von Wendy Holdener (32) ist enttäuscht. «Das grösste Problem sind die Übernachtungsmöglichkeiten. Es gibt fast keine in der Nähe von Cortina. Und wenn, sind die Preise für viele zu happig.»
Marco Odermatts Götti Paul Odermatt wird auch auf eine organisierte Fan-Reise verzichten. Er nennt einen weiteren Grund: «Bormio ist für eine Tagesreise nicht um die Ecke. Wir machen darum ein Public Viewing in Luzern und drücken Marco so die Daumen.» Auch die meisten «Franatiker» von Franjo von Allmen werden daheim im Simmental mitfiebern.
Vater von Blanc: «Zu kompliziert»
Gleiches plant der Fanclub von Malorie Blanc (22) in Ayent VS. «Sonst ist es zu kompliziert. Wir wussten zu Beginn des Winters nicht, ob sich Malo qualifizieren würde. Das hat sie zum Glück geschafft», sagt ihr Vater Alexandre Blanc.
Er selbst wird mit einigen Familienmitgliedern vor Ort sein. Für die Abfahrten in Bormio und Cortina gibt es nur noch Hospitality Packeges (ab 300 Euro), für die Team-Kombi der Männer am Montag noch normale Tickets (ab 220 Euro).