Nach einer Saison mit Checks in der Liga
Schweizerinnen sind parat fürs Rumpel-Hockey

Die härter geführten Zweikämpfe auf der Olympia-Bühne können den Schweizerinnen nichts mehr anhaben. Drei Nati-Spielerinnen und Trainer Colin Muller über die wichtige Entwicklung nach einer Liga-Saison mit erlaubtem Checken.
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Gegen die USA gehts für die Schweizerinnen immer ruppig zu und her.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

  • Einführung der Checks in der Women's League verbessert Zweikampf-Verhalten
  • Nati-Trainer Muller betont Wichtigkeit der Checks, physisches Spiel wurde gesteigert
  • Laut Captain Lara Stalder profitiert die Nati bei Olympia jetzt davon
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
Nicole Vandenbrouck aus Mailand

Das Schweizer Frauen-Hockey machte in seiner Entwicklung den nächsten Schritt vorwärts, als es auf diese Saison hin Checks erlaubt hat. Zu Beginn haben die Spielerinnen von einem Prozess gesprochen. Beim Olympia-Turnier in Mailand könnte sich dieser nun erstmals auszahlen. Denn dass sie sich bezüglich Zweikampf-Verhalten verbessert haben, dessen sind sich die Nati-Stars Lara Stalder, Kaleigh Quennec und Nicole Vallario einig.

Die Fortschritte sind auch dem Nati-Trainer nicht verborgen geblieben. «Die Einführung der Checks war wichtig», betont Colin Muller (62), «man sieht den Unterschied. Wir haben uns gesteigert, das physische Spiel ist normaler geworden und die Spielerinnen gehen gerne in die Zweikämpfe.» Die Nati hat diesbezüglich zu ihrer direkten Konkurrenz – den Teams aus Tschechien, Finnland oder auch Schweden – aufgeschlossen. Einzig die Kanadierinnen und Amerikanerinnen sind physisch (wie spielerisch) noch eine Klasse für sich.

Lara Stalder, Nati-Captain und Bronze-Gewinnerin von Sotschi 2014, ist überzeugt, «dass wir hier bei Olympia davon profitieren, dass unsere Women’s League athletischer geworden ist». Das habe sich schon im letzten Vorbereitungsspiel vor wenigen Tagen in Wollerau SZ gezeigt. Beim 4:2-Sieg gegen Schweden dominiert die Nati auch physisch. Die 31-Jährige beschreibt, dass es auf internationaler Ebene vor der Check-Einführung in der Schweiz jeweils einige Spiele für die Anpassung gebraucht habe. Dieser Vorlauf fällt nun weg.

Der Modus: Nati fix im Viertelfinal

Nach Peking 2022 sieht der Modus des Olympia-Turniers der Frauen in Mailand zum zweiten Mal so aus, dass alle fünf Teams der stärkeren Gruppe A (USA, Kanada, Finnland, Tschechien, Schweiz) bereits fix für den Viertelfinal qualifiziert sind. Aus der Gruppe B mit Japan, Schweden, Deutschland, Frankreich und Gastgeber Italien erspielen sich die drei Besten ein Viertelfinal-Duell im Quervergleich mit den Top 3 der Gruppe A. Die Viert- und Fünftplatzierten der Gruppe A spielen den Halbfinal-Platz untereinander aus. Ein Platz unter den besten drei Teams würde den Schweizerinnen also vermeintlich schwächere Gegnerinnen bescheren.

Weil sie in der stärkeren Gruppe A spielt, steht die Schweizer Nati beim Olympia-Turnier in Mailand sowieso fix im Viertelfinal.
keystone-sda.ch

Nach Peking 2022 sieht der Modus des Olympia-Turniers der Frauen in Mailand zum zweiten Mal so aus, dass alle fünf Teams der stärkeren Gruppe A (USA, Kanada, Finnland, Tschechien, Schweiz) bereits fix für den Viertelfinal qualifiziert sind. Aus der Gruppe B mit Japan, Schweden, Deutschland, Frankreich und Gastgeber Italien erspielen sich die drei Besten ein Viertelfinal-Duell im Quervergleich mit den Top 3 der Gruppe A. Die Viert- und Fünftplatzierten der Gruppe A spielen den Halbfinal-Platz untereinander aus. Ein Platz unter den besten drei Teams würde den Schweizerinnen also vermeintlich schwächere Gegnerinnen bescheren.

Bei Zug, wo Stalder ebenfalls Captain ist, ist das Thema Checks nach deren Einführung von Anfang an Schritt für Schritt aufgegleist worden. «Wir besprachen auch, wie wir mit den Emotionen umgehen sollen, und dass wir nicht aus Frust checken, sondern um die Scheibe zu gewinnen», beschreibt die Stürmerin. Das Checken ist ins Training eingebaut worden. Obwohl die meisten (Nati-)Spielerinnen eine frühe Vergangenheit in Jungs-Mannschaften haben – Checken muss gelernt werden. «Dabei ist das Einstecken noch wichtiger als das Austeilen», so Stalder.

Kaleigh Quennec (SCB) ist aufgefallen, dass die Spielerinnen in der Zwischenzeit viel bewusster Checks austeilen und auch annehmen. Dass es in der Women’s League in dieser Saison bisher keine Verletzungen deswegen gegeben hat, wertet die 27-Jährige als gutes Zeichen. Nicole Vallario, die in der nordamerikanischen Profi-Liga PWHL bei den New York Sirens engagiert ist, profitiert von der ruppigeren Gangart dort. «Mein Körperspiel hat sich verbessert», sagt die Verteidigerin, die ein körperbetontes Auftaktspiel gegen Tschechien erwartet.

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