Bei den Devils harzt es für Timo Meier
«Olympia ist eine Chance für mich»

Holt sich Debütant Timo Meier bei Olympia den nötigen Schwung? Mit einem Doppelpack gegen Frankreich ist der Devils-Stürmer vielversprechend ins Turnier gestartet. Das macht Vorfreude auf den Knüller gegen Kanada.
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Die Schweizer Nati lässt sich für ihren 4:0-Pflichtsieg gegen Frankreich zum Olympia-Auftakt feiern.
Foto: Keystone

Darum gehts

  • Timo Meier erzielte zwei Tore beim 4:0-Sieg gegen Frankreich
  • Schweizer NHL-Star hofft auf Energieschub für schwierige Saison
  • In 17 NHL-Spielen 2026 vor Olympia nur drei Treffer von Meier
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
Nicole Vandenbrouck aus Mailand

Unter den Schweizer NHL-Stars ist er auch einer der leiseren Sorte. Timo Meier steht selten im hellsten Rampenlicht – ausser es ist «Timo Time» in New Jersey. Doch weder bei den Devils brennt zuletzt das Feuer heiss, noch beim Ostschweizer persönlich. In den 17 Spielen im 2026 vor dem Olympia-Break sind Meier bloss drei Treffer gelungen. Bei den «Swiss Devils» erwartet man mehr vom 70-Millionen-Mann.

Da kommt ein bisschen Abstand vom NHL-Alltag bestimmt wie gerufen. Die Eröffnungsfeier, die Atmosphäre, die Zeit im olympischen Dorf – eine willkommene Abwechslung. Der 29-Jährige steht zwar in seiner zehnten NHL-Saison – ist aber einer der Schweizer Olympia-Debütanten. Gegen die Franzosen beisst sich Meier in sein erstes Spiel, scheitert einige Male unglücklich, liefert dann jedoch einen Doppelpack ab beim 4:0-Pflichtsieg. Zum ersten Treffer seiner Olympia-Karriere sagt Meier: «Ich habe gehofft, dass der Puck dahin kommt. Bei einem so grossartigen Spieler wie Josi musste ich nur noch meinen Stock hinhalten.»

Holt er sich in Mailand den nötigen Schwung für seine harzige NHL-Saison? «Was in New Jersey ist, ist in New Jersey. Mein Fokus ist bei Olympia. Aber ich würde lügen, wenn ich sage, dass es mir nicht mehr Energie gibt. Es ist eine Chance für mich, dass daraus ein Energieschub werden kann. Denn natürlich ist es schön, wenn man zwei Tore schiessen kann.»

Nicht das Resultat im Fokus haben

Doch am Freitag wartet das Star-Ensemble Kanadas auf die Nati. Meier kennt alle seine Gegner bestens aus der Saison, von seinen kanadischen Devils-Teamkollegen hat es jedoch keiner in die Auswahl geschafft. «Es ist ein grossartiges Team, das weiss jeder», so Meier, der aber lieber die grosse Stärke der Schweizer herausstreicht: «Das Spezielle an unserer Mannschaft ist unsere Energie und die Stimmung. In genau dieser Besetzung spielten wir zwar noch nie, kennen uns aber trotzdem gut und wissen, was wir können.»

Der WM-Silberheld von 2025 und 2018 empfiehlt, nicht zu sehr das Resultat im Fokus zu haben, «sondern den Moment und den Prozess des Spiels. Wir geben alles, mit viel Herz. Dann erst schauen wir auf die Resultatanzeige.» Sein Trainer Patrick Fischer ergänzt: «Fürs Powerplay müssen wir noch ein paar Lösungen finden. Es wird ein anderes Spiel sein, die Gradlinigkeit kommt von selber, denn es wird viel physischer. Wir freuen uns auf den Leckerbissen.»

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