Darum gehts
- Leonardo Genoni steht bei Olympia nicht im Schatten der NHL-Stars
- Nati-Trainer Fischer lobt Genonis mentale Stärke und Perfektionismus
- Der siebenfache Meister bekommt die Chance, sich mit den Besten zu messen
Die NHL-Spieler überstrahlen in Mailand viele – aber nicht alle. Leonardo Genoni ist eine grosse Nummer, auch für Medienleute aus dem NHL-Zirkus, die sich täglich mit grossen Namen auseinandersetzen. So will ein Journalist von «The Athletic» vom EVZ-Keeper wissen, wieso er eigentlich nie in der NHL gespielt habe. «Das müssen sie nicht mich fragen, sondern die», sagt Genoni scherzhaft und fügt an: «Ich weiss nicht. Ich hatte einfach nie die Möglichkeit, aber dafür ein paar gute Jahre in der Schweiz. Solche habe ich auch noch vor mir.»
Donnerstag, 12. Februar
Schweiz – Frankreich 12.10 Uhr
Freitag, 13. Februar
Kanada – Schweiz 21.20 Uhr
Sonntag, 15. Februar
Schweiz – Tschechien 12.10 Uhr
- Vor-Viertelfinals: 17. Februar (12.10/16.40/21.10)
- Viertelfinals: 18. Februar (12.10/16.40/18.10/21.10)
- Halbfinals: 20. Februar (16.40/21.10)
- Bronze-Spiel: 21. Februar (20.40)
- Final: 22. Februar (14.10)
Donnerstag, 12. Februar
Schweiz – Frankreich 12.10 Uhr
Freitag, 13. Februar
Kanada – Schweiz 21.20 Uhr
Sonntag, 15. Februar
Schweiz – Tschechien 12.10 Uhr
- Vor-Viertelfinals: 17. Februar (12.10/16.40/21.10)
- Viertelfinals: 18. Februar (12.10/16.40/18.10/21.10)
- Halbfinals: 20. Februar (16.40/21.10)
- Bronze-Spiel: 21. Februar (20.40)
- Final: 22. Februar (14.10)
Ein paar gute Jahre ist untertrieben. Der 38-Jährige ist siebenfacher Meistergoalie. Und dreifacher WM-Silberheld. An der letzten Weltmeisterschaft ist Genoni herausragend gewesen und ein Pfeiler des Schweizer Erfolgs – einmal mehr. Das weiss auch Patrick Fischer. Im Dok-Film «Silver Medallists 2025» von Swiss Ice Hockey (auf Youtube) schwärmt der Nati-Trainer von seinem Torhüter: «Ich kenne keinen anderen Sportler, der mental so stark ist wie Leo Genoni.»
Die Lobeshymne führt Fischer in Mailand fort. «Leo denkt an alles. Es gibt kein Detail, das er nicht berücksichtigt. Er ist ein Perfektionist. Und er ist unglaublich gut vorbereitet – auf jedes Training, auf jede Übung. Er studiert das Spiel, und deshalb ist er so erfolgreich.» An diesem Olympia-Turnier bekommt der MVP der letzten WM nun das grösste Schaufenster aufgrund der Star-Truppen.
«Es ist eine weitere Chance», sagt Genoni. «Eine weitere Chance, gegen die Besten zu spielen. Wir waren in den letzten Jahren bei der Weltmeisterschaft nah dran, wir müssen nur ein Spiel besser oder ein Tor mehr machen, um den nächsten Schritt zu schaffen.» Die WM-Besetzungen möchte der Goalie jedoch nicht schmälern, «nur weil jetzt die grossen Stars hier sind, bin ich nicht lieber hier. Es ist einfach schön, dass ich es ins Olympia-Team geschafft habe.»
Genoni für den Erfolg, Schmid für die Zukunft
Neben Genoni ist dies Akira Schmid (25, Vegas Golden Knights) und Reto Berra (39, Fribourg) auch gelungen. Stellt sich bei diesem Trio die Frage nach der Nummer eins? Nicht wirklich. Genoni ist Genoni. «Wenn er da ist, bringt er auch seine Leistung», so Fischer. Schmid sieht der 50-Jährige als Versprechen für die Zukunft. Und Berra, der «nur» die Nummer 3 sein dürfte? «Das werden wohl meine letzten Olympischen Spiele sein. Ob ich spiele oder nicht, ich geniesse jeden Moment. Ich bin dankbar, dass ich das nochmals erleben darf, das öffnet mir mein Herz.»
Genoni jedenfalls zementiert seine Position im ersten Olympia-Spiel sogleich. Gegen Frankreich pariert er 27 Schüsse und startet mit einem Shutout ins Turnier. Ein Einstand, mit dem Perfektionist Genoni zufrieden sein dürfte.